Osteopathie – ganzheitliche Gesundheitsoptimierung für Ihr Pferd

Rechtlicher Hinweis: In Österreich bleiben osteopathische Behandlungen am Pferd den Tierärzten vorbehalten. Nicht-Veterinärmediziner dürfen jedoch omnipathisch, cranio-sacral und energetisch Pferde harmonisieren. Nichts desto trotz möchte ich neutral alle meine Kunden aufklären, was Osteopathie am Pferd ist, wie sie wirkt und wo die Osteopathie beim Pferd herkommt.

Osteopathie regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Ein Osteopath hebt Bewegungseinschränkungen auf und setzt somit die Basis für die Gesundung des Menschen oder Tieres. In der Osteopathie werden mithilfe kleinster Bewegungen, leichtem Druck oder Ziehen die Muskeln und Faszien des Patienten gelockert, sowie blockierte Gelenke gelöst. Der Grundgedanke dieser manuellen Therapie basiert auf der These, dass der Körper im Gleichgewicht sein muss, um schädigende Einflüsse abzuwehren. Die Osteopathie behandelt daher nicht nur einzelne Symptome, sondern geht den Ursachen von Beschwerden auf den Grund. Der Körper wird aus einer „Sichtweise der Gesundheit“ als Gesamtheit gesehen.

Leben bedeutet Bewegung – wenn der Bewegungsfluss gestört ist, sind nicht mehr alle Funktionen des Körpers aufeinander abgestimmt. Es entsteht jedoch nicht sofort Krankheit, sondern zuerst ein Kompensationszustand, mit dem der Körper versucht, die gestörte Funktion auszugleichen. Irgendwann werden aber Körperteile oder Organe durch den Kompensationszustand so überlastet, dass schlußendlich eine Krankheit ausbricht. Ein Osteopath wird dann nach den eigentlichen Ursachen suchen, warum die Krankheit entstanden ist und die Ursachen osteopathisch therapieren. Nur so kann eine endgültige Heilung entstehen.

Lesen Sie mehr zum Thema Osteopathie – beispielsweise über den Ursprung der Osteopathie, über die Wirkungsweise von Osteopathie oder über die von mir praktizierte, besonders feine Art der energetischen Osteopathie – der Omnipathie.

Mittelpunkt Pferderücken_Sigrid_Sabadello

Pferde haben mich schon von Klein auf fasziniert. Ihre Schönheit, ihre Eleganz, ihre Lebensfreude und ihre Intelligenz machen sie seit jeher für mich zu etwas ganz Besonderem. Daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt, Pferden ihr Leistungsvermögen und ihre Lebens- und Bewegungsfreude zurück zu geben. Ich übe ganzheitliche Pferdetherapie  im Großraum München bzw. ganz Bayern aus und bin auch bei häufig überregional im Pferdetherapie-Einsatz unterwegs.

In Österreich bin ich aufgrund der geltenden Gesetze auf Gesundheitserhaltung und Gesundheitsverbesserung auf den Tätigkeitsbereich der cranio-sacral Balancing, der Pferdemassage, der Ernährungsoptimierung, Hufoptimierung und energetischen Behandlungsformen, sowie gesundheitsförderndes Training beschränkt. Ich bin regelmäßig in Salzburg, Tirol und seltener auch in den anderen Bundesländern unterwegs. Abonnieren Sie sehr gern meinen Infoletter Gesundes Pferd, um stets informiert zu bleiben 🙂 -> Einfach kurze Email an info@sandrafencl.com oder rechts im Newsletter-Anmeldekasten.

Um Pferde langfristig gesund und leistungsfähig zu erhalten, ist ein ganzheitlicher Ansatz mit breiten und tiefem Pferdeexpertenwissen unabdingbar. Als gelernte cranio-sacral Pferde-Osteopathin, Pferde-(Physio-)Therapeutin, zertifizierte Pferde-Dentistin nach Louis Pequin, Hufpflegerin, Pferdetrainerin, Reittrainerin (Schwerpunkt klassisch-barock und Islandpferde) und Züchterin bringe ich dieses umfassende Wissen mit, um einen professionell und ganzheitlich die Gesundheit Ihres Vierbeiners zu optimieren.

Rechtlicher Hinweis: In Österreich ist es nur Tierärzten erlaubt, eine Diagnose und einen Therapieplan zu erstellen. In Österreich ist der Fokus auf die energetische Gesunderhaltung des Pferdes zu sehen.

Handpferdespringen

Die Pferdebesitzer werden in die Gesunderhaltung des Pferdes miteingebunden und erfüllen häufig wichtige Aufgaben, um eine dauerhafte Leistungsfähigkeit ihres Pferdes zu gewährleisten. Denn gutes, pferdegerechtes Training, optimale Bewegung- und Haltungsform, ganzheitliche Hufgesundheit sowie eine gesunde Ernährung und ein durch und durch losgelassenes Pferd sind gute Voraussetzungen für einen vierbeinigen Freund, der gern und ohne Probleme bis ins hohe Alter leistungsfreudig ist 🙂

Ich freue mich, dass Sie auf meiner Seite gelandet sind. Sie sind auf dem richtigen Weg auf der Suche nach Antworten, wie man Pferde dauerhaft leistungsfähig, gesund und glücklich erhalten kann. Was gibt es Schöneres, als ein glückliches Pferd, welches frei, stolz und uneingeschränkt in seiner Bewegung beim Laufen und bei der Arbeit zuzusehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir den Weg dorthin – wenn er auch manchmal vielleicht steinigen sein mag – gemeinsam begehen.

Für Fragen bin ich jederzeit für Sie da! Mehr über meinen Werdegang als ganzheitliche Pferdeexpertin aus Leidenschaft erfahren Sie hier. Seminare und Kurse zu diversen Wissensthemen wie klassische Bodenarbeit, klassischer Reitunterricht, Pferdemassage, Sattelkurse und vieles mehr finden Sie unter Kurse/Vorträge.

Auswahl des richtigen Jungpferdetrainers

Am besten ist es, dem potentiellen Pferde-Trainer mal unangemeldet (und ggf. aus der Ferne) über die Schulter zu sehen. Besonders erkenntnisreich sind die Mimik und der Augenausdruck von den im Training befindlichen Remonten und auch die Reaktion der Pferde, wenn der Trainer sich ihnen nähert (kommen sie freudig auf ihn zu oder weichen sie eher zurück und reißen die erschrocken Augen auf). Ein gutes Zeichen ist außerdem, wenn Profi-Reiter lange Jahre mit ihren Sportpferden erfolgreich verbringen. Wenn ein Pferdesportler alle zwei Jahre ein neues Pferd hat, ist das häufig ein Hinweis auf frühen Verschleiß bzw. „Verheizen“ des Pferdes.

Sollten Sie sich dann entschieden haben, Ihr Pferd bei einem Trainer in Beritt zu geben, ist es ratsam, es immer wieder zu besuchen und auf seine Trainings-Fortschritte, aber auch seine physische uns psychische Gesundheit hin zu untersuchen.

Damit nicht nur ich mit den mir anvertrauten Pferden zurecht komme, sondern auch die Besitzer, versuche ich die späteren Reiter des Pferdes so früh wie möglich ins Pferdetraining einzubeziehen. Häufig müssen nämlich auch die Besitzer eine Menge lernen, wenn sie sich ein junges Pferd kaufen. Wenn Sie einen Trainer „im Auge“ haben, fragen Sie deshalb auch gezielt nach, ob Sie auch gemeinsam mit Ihrem Pferd bei dem Ausbilder trainiert werden. Schließlich ist es IHR Pferd, und sie sollen schließlich viel Freude daran haben.

Ein Jungpferdetrainer braucht neben fachlicher Kompetenz auch ein hohes Maß an Pferdeverständnis, Geduld, innerer Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit, sowie profunde Kenntnisse der Trainingslehre und Biomechanik des Pferdes.

Ganzheitliches Pferdetraining aus Leidenschaft!

Pferdeausbildung und Pferdetraining ist eine „Kunst“, und gehört immer in die Hände von qualifizierten, einfühlsamen Fachleuten. Wobei man sich auch Profi-Reiter genauestens ansehen sollte. Denn auch wenn der Pferdeausbilder viele Turniersiege errungen hat, ist das noch lange kein Garant für pferdegerechtes und schonendes Anreiten von Jungpferden.

Meine Art, Pferde auszubilden

Sandra Fencl Bodenarbeit

Ich bilde Pferde seit meinem 15. Lebensjahr aus, und es macht mir noch immer sehr viel Spaß, die „Kleinen“ dabei zu beobachten, wie sie eifrig lernen und körperlich als auch geistig sich entwickeln und reifen. Ich arbeite hauptsächlich nach der klassisch-iberischen Methode mit Elementen der Freiheitsdressur und Zirzensik. Ich beginne mit klassischer Bodenarbeit, Freilaufen, Handpferdearbeit, Spaziergängen im Gelände, Verlässlichkeitstraining und Verladetraining. Ich nehme mir für jeden Schritt die Zeit, die das junge Pferd braucht, um in der Aufgabe sicher zu sein, denn ich bilde echte Verlasspferde aus.

Wenn die Pferde inHandpferdespringen Bodenarbeit und Freilauf-Training routiniert sindbeginne ich mit dem einfachen Longieren am Kappzaum, intensiviere das Handpferde-Training und je nach „Bedarf“ auch Zirzensische Gymnastik wie zB das Kompliment oder Podestarbeit, sowie Fahren vom Boden aus und Doppellongieren. Zwischendurch gewöhne ich das Pferd sanft an Trense und Sattel. Mit dieser Vorgehensweise ist das erste Aufsitzen und das anschließende Reiten für das Pferd ein natürlicher, stressfreier Vorgang (vorausgesetzt, es hat nicht bei anderen Leuten bereits negative Erfahrungen gesammelt).

BodenarbeitBei sogenannten „Problempferden“ fange ich oft noch mal „von vorne an“, und eine ganz wichtige Trainingsform ist hierbei IMMER das Handpferde-Training. Diese Trainingsform gibt dem vom Menschen verdorbenem Pferd ein sicheres Herdengefühl und ich kann sehr schnell mit Hilfe eines lieben Verlass-Reitpferdes an Sicherheit, aber auch an tollen, gemeinsamen Erlebnissen, zB im Gelände, den Respekt und Vertrauen des Trainingspferdes erarbeiten. Nähere Infos zu meinem Handpferde-Onlineseminar findest du unter:

https://www.sandrafencl.com/online-seminare-2/

Ich trainiere meine Jungpferde maximal 4-5 Tage pro Woche und achte darauf, dass der Anspruch eines Trainingseffektes erfüllt ist, aber die Pferde auf keinen Fall körperlich oder geistig überfordert werdenAbwechslungsreiche Arbeit, sehr viel Lob und Geduld und die Möglichkeit, dass sich das Jungpferd ausgiebig nach dem Training erholen kann, sind wichtige Faktoren in der erfolgreichen Jungpferdearbeit.

Speziell die Möglichkeit des ausreichenden Koppelganges mit anderen (möglichst gleichaltrigen) Pferden wird häufig unterschätzt. Auch eine gesundheitsfördernde (und Übertraining entgegenwirkende) Massage hat sich im Jungpferde-Training sehr bewährt und wende ich sehr gern an. Nebenbei stärke ich dabei auch die Beziehung zum jungen oder leider bereits verdorbenem Pferd. Denn alle meine und auch „fremde“ Pferde, die in meiner Obhut sind, sollen mich nicht als „Trainer“ sehen, sondern als Partner aber auch kompetenter Führer, mit dem man durch dick und dünn gehen kann und der immer für Spaß und Abwechslung sorgt 🙂 Das ist mir sehr wichtig!

Als Ergänzung behandle ich die mir anvertrauten Jungpferde zusätzlich osteopathisch und/oder physiotherapeutisch (oder in Österreich mittels cranio-sacral Balancing), und bei Bedarf lasse ich auch die Zähne korrigieren und wende feinstoffliche Hilfen wie Bachblüten an. So können sie von Anfang an ideal entwickeln und in einem körperlichen und seelischen Gleichgewicht befinden. Denn nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder (und ausgeglichener) Geist wohnen.

Fehler am Anfang der Ausbildung eines Jungpferdes sind schwer und mühsam zu korrigieren. Gerade bei sehr talentierten Pferden machen viele Trainer den Fehler, sie zu überfordern, sodass das Pferd den Spass an der Zusammenarbeit mit dem Menschen ggf. für immer verliert. Besonders bei professionellen Züchtern und Trainern ist die „time is money-Philospophie“ leider weit verbreitet (aber Ausnahmen bestätigen die Regel!). Daher möchte ich auf der nächsten Seite ein paar Worte zur Auswahl eines guten Pferdetrainers verlieren (für diejenigen, die ihre Jungpferde nicht im Raum München oder im Pinzgau in Salzburg stehen haben).


 

Auswahl des richtigen Jungpferdetrainers

Sandra Fencl Pferdetherapie München RaurisAm besten ist es, dem potentiellen Pferde-Trainer mal unangemeldet (und ggf. aus der Ferne) über die Schulter zu sehen. Besonders erkenntnisreich sind die Mimik und der Augenausdruck von den im Training befindlichen Remonten. Auch interessant ist ob die Trainingspferde gern bei dem Trainer/der Trainerin bleiben, also freiwillig folgen und auch in seiner oder ihrer Nähe sich entspannen wollen… und auch die Reaktion der Pferde, wenn der Trainer sich ihnen nähert (kommen sie freudig auf ihn zu oder weichen sie eher zurück und reißen die erschrocken Augen auf), ist sehr aussagekräftig.

Ein gutes Zeichen ist außerdem, wenn Profi-Reiter lange Jahre mit ihren eigenen (Sport-)Pferden erfolgreich verbringen. Wenn ein Pferdesportler alle zwei Jahre ein neues Pferd hat, ist das häufig ein Hinweis auf frühen Verschleiß bzw. „Verheizen“ des Pferdes.

Sollten Sie sich dann entschieden haben, Ihr Pferd bei einem Trainer in Beritt zu geben, ist es ratsam, es immer wieder zu besuchen und auf seine Trainings-Fortschritte, aber auch seine physische uns psychische Gesundheit hin zu untersuchen.

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Damit nicht nur ich mit den mir anvertrauten Pferden zurecht komme, sondern auch die Besitzer, versuche ich die späteren Reiter des Pferdes so früh wie möglich ins Pferdetraining einzubeziehen. Häufig müssen nämlich auch die Besitzer eine Menge lernen, wenn sie sich ein junges Pferd kaufen. Wenn Sie einen Trainer „im Auge“ haben, fragen Sie deshalb auch gezielt nach, ob Sie auch gemeinsam mit Ihrem Pferd bei dem Ausbilder trainiert werden. Schließlich ist es IHR Pferd, und sie sollen schließlich viel Freude daran haben.

Ein Jungpferdetrainer braucht neben fachlicher Kompetenz auch ein hohes Maß an Pferdeverständnis, Geduld, innerer Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit, sowie profunde Kenntnisse der Trainingslehre und Biomechanik des Pferdes.

Ganzheitlicher Reitunterricht aus Leidenschaft!

Bereits im Teenager-Alter begann ich Reitunterricht zu erteilen. Mit 19 Jahren absolvierte ich den Trainer C – Kurs für Islandpferde (in Österreich „Übungsleiter“) als Kursbeste. Mein Unterricht ist methodisch korrekt aufgebaut, und meine Stärke ist, sehr genau auf individuelle körperliche und persönliche Eigenheiten und Schwächen der Reiter einzugehen. Nicht jeder Mensch lernt gleich und somit kann auch guter Reitunterricht nicht nach Schema F ablaufen.

klassischer Reitunterricht

Ein gutes, theoretisches Wissen ist mir weiters wichtig. Denn schon Kurt Albrecht, langjähriger Bereiter und Leiter der spanischen Hofreitschule, sagte: „Der denkende Reiter wird dem nicht denkenden Reiter immer überlegen sein!“ Denn nur ein Reiter, der über die Anatomie, Biomechanik und Physiologie des Pferdes Bescheid weiß, kann es trainieren ohne sich oder dem Pferd schaden zuzufügen.

Als ausgebildete Gesundheitstrainerin war mir seit jeher anatomisch korrektes, losgelassenes und damit gesundes Reiten für Mensch und Pferd sehr wichtig. Auf der Suche nach einer Reitlehre, die das harmonische und lockere Zusammenspiel von Pferd und Reiter als Grundvorraussetzung für erfolgreiches Reiten sieht, stieß ich auf die Prinzipien von Centered Riding von Sally Swift.

Diese Reitlehre verbindet eine sehr feine Art zu reiten mit Übungen aus der Feldenkrais- und Alexandertechnik. Ich absolvierte den Centered Riding Instructor Kurs (level I) im Jahre 2002 und integriere in meinem Unterricht seitdem gymnastische Elemente und „bewußtseinserweiternde und koordinationsfördernde“ Übungen auf dem Pferderücken.

Seit meinem ersten klassischen Dressurkurs vor 10 Jahren bei Marjorie Armstrong (Schülerin des berühmten Nuno Olivera) hat die Gymnastizierung des Pferdes mit Hilfe von Seitengängen sowohl vom Boden als auch unter dem Sattel für mich einen noch höheren Stellenwert erhalten. Seitdem nehme ich selbst regelmäßig an klassischen Dressurkursen namhafter Trainer in In- und Ausland teil, zuletzt bei Antje Bandholz und Gonzalo Díaz. Mein Ziel ist es, das „Wissen der alten Reitmeister“ für mich und für meine Reitschüler neu zu entdecken und weiter zu geben.

Ich erteile Reitunterricht und gebe Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, für Kinder und Erwachsene, in den Disziplinen (klassische) Dressur, Springen, Gelände- und Gangpferdereiten. Ich unterrichte übrigens nicht nur Islandpferdereiter, sondern bin für für alle Rassen offen. Mein Einzugsgebiet für Reitunterricht ist Großraum München und das Salzburger Land, für 2-Tages-Kurse bin ich geographisch relativ flexibel.

Gern können Sie auch Ihre reiterlichen Fähigkeiten auf unserem Islandpferde-Gestüt in Österreich verbessern. Auch wenn Sie einmal das Tölten probieren wollen oder auf gut ausgebildeten, verlässlichen Schulpferden Ausritte in die herrliche Natur des Nationalparks Hohe Tauern erleben wollen, sind Sie bei unserem Islandpferdegestüt Feueregg genau richtig. Nähere Infos hierzu finden sie auf der Website vom Islandpferde-Gestüt Feueregg. Informationen zu meinen wichtigsten 4beinigen Reitlehrern finden Sie auf der Seite „Über mich„.

Hufanalyse in der ganzheitlichen Gesundheitspolitik für Pferde

Falsche Hufstellung und Hufbearbeitung gehört meiner Ansicht nach neben ausrüstungsbedingten Problemen zu den häufigsten Ursache für Rückenverspannungen und Lahmheiten beim Pferd. Die Hufe haben nicht nur eine „tragende Funktion“ für das Pferd – und das im wahrsten Sinne des Wortes – sie beinflussen auch massiv die Biomechanik und somit die Bewegungen des Pferdes.

Ein Pferd mit steilen Hufen und daraus resultierend einer kurzen Zehe wird immer eher hohe, aber stumpfe Bewegungen haben (es „rammt“ sozusagen die Zehe in den Boden). Durch die steile Hufstellung ist außerdem die Stoßdämpfungsfunktion des Hufes stark vermindert. Dieser Bewegungsablauf und die eingeschränkte Stoßdämpfung sind sehr belastend für die Vorderhand des Pferdes, was häufig zu Lahmheiten und weiterführend zu Arthrosen beim Pferd führt.

Damit das Hufbein – der letzte Knochen des Pferdeskeletts – bodenparallel ausgerichtet sein kann, dürfen die Trachten nicht zu hoch sein. Die natürliche Hufstellung wird durch das Hufbein vorgegeben. Auch beim Fohlen kann man sehen, dass die natürliche Hufstellung relativ flach ist. Diese eher flache Hufstellung führt zu raumgreifenden, elastischen Bewegungen des Pferdes.

Häufig werden auch die Eckstreben unzureichend gekürzt. Nachdem das Eckstrebenhorn gemeinsam mit dem Tragerand-Horn das härteste Material am Huf ist, können zu hohe Eckstreben massiven Druck und damit Schmerzen beim Pferd verursachen. Das Pferd versucht dann mehr Gewicht auf die Hufspitze bzw. den Zehenbereich als auf den Trachtenbereich zu bringen. Die Folge ist eine Gewichts- und Statikveränderung des Pferdes und damit verbunden eine veränderte Gewichtsverteilung auf die Gelenkflächen.

Häufig versuchen die Pferde auch dem Eckstrebendruck zu entgehen, indem sie die Vorderbeine vorbiegig hinstellen. Diese abnormen Stellungen resultieren wiederum zu einer steileren Schulter und Hals-, Schulter-, und Rückenverspannungen des Pferdes. Die Folge sind kurze, staksige Bewegungen des Pferdes. Wie im Detail Hufstellung, Biomechanik und Gesundheit des Pferdes zusammen hängen erfahren Sie auch im Seminar Pferdegesundheit von Kopf bis Huf. Weitere Infos zum Thema gesunde Hufe finden Sie in der Rubrik Hufpflege.

 

DSC_5011Nicht nur in der Hufbearbeitung, in der Pferdehaltung und im Pferdetraining, auch in der Pferdefütterung werden leider sehr viele Fehler gemacht. Die Pferde haben einen starken Instinkt, welche Gräser und Kräuter für ihre Gesundheit förderlich sind und welche nicht. Im Sinne der Selbstmedikation kann man bei wildlebenden Pferden beobachten, dass sie oft weite Strecken zurück legen, um bestimmte Kräuter oder Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Schon Hippokrates von Kos riet vor über 2.500 Jahren: „Lass die Nahrung deine Medizin sein, und die Medizin deine Nahrung.“ Dies ist leider beim Pferd nicht immer möglich und viele gesundheitliche Probleme beim Pferd resultieren aus falscher Fütterungspraktik.

Die häufigsten Fütterungsprobleme beim Pferd, die ich antreffe, sind folgende:

  • Fütterung von zu wenig eiweißhaltigem Futter. Viele Pferdebesitzer füttern ihren Tieren aus Angst vor Hufrehe und Hautproblemen kaum eiweißreiches Futter. Dies kann aber zu schweren Stoffwechsel- und Leistungsproblemen beim Pferd führen. Denn Eiweiß ist nicht nur essentiell für Muskelarbeit und Muskelaufbau, sondern auch für den (Zell-) Stoffwechsel, die Versorgung und den Aufbau von Haaren und Hufen zuständig. Außerdem braucht das Gehirn ausreichend Eiweiß, um richtig funktionieren zu können. Pferde mit Eiweißmangel haben häufig große Wassereinlagerungen und einen „Hungerbauch“, wie man es von den unterernährten Kinden in Afrika vielleicht kennt. Außerdem neigen sie zu hoher Schreckhaftigkeit.
  • Fütterung von minderwertigen Kraftfutter und Pferde-Müslis. Viele Leute geben Ihren Pferden sehr teures Kraftfutter mit etlichen Zusätzen und „Pferdefremden“ Futter-Inhaltsstoffen wie Soja oder Mastfutter wie Mais. Dies ist sicherlich gut gemeint, aber häufig sind solche Müslis für Pferde schlecht zu verdauen und bilden dadurch vermehrt Gase, bzw. Schlack- und Giftstoffe während des Verdauungsprozesses. Ich persönlich bin der Meinung, dass das natürlichste, hochwertigste und am besten zu verdauende Kraftfutter-Art ungequetschter Hafer ist. Da weiß man genau, was „drin ist“ und füttert keine unnötigen Zusatzstoffe wie Melassen, qualitativ minderwertige Öle und Altkleidung mit (ja, unter dem Begriff „Rohasche“ kann so einiges ins Pferdefutter miteingepresst werden).Außerdem bleiben Vitamine und Mineralstoffe da hin, wo sie hingehören, nämlich im Korn und verpuffen nicht durch Zerreiben bzw. thermische Aufbereitung, wie dies bei der Müsliherstellung stattfindet. Darüber hinaus kann man Ganzhafer einer sensorischen Prüfung unterziehen – also ansehen und daran riechen. In Müslis kann auch sehr minderwertiges, sporenbesetztes Futter eingearbeitet werden, ohne dass Mensch oder Pferd dies feststellen können. Hintergrund ist, dass durch die Zugabe von Kräutern, Melassen etc. eine echte sensorische Prüfung nicht mehr möglich ist. Es schmeckt den Pferden, auch wenn das Pferdemüsli ggf. aus qualitativ minderwertigen Grundstoffen entstanden ist.
  • Häufig wird den Pferden viel zu viel Calcium verabreicht. Calcium ist der sogenannte „Hartmacher“ der Muskulatur. Dieser Mineralstoff ist also zuständig, dass sich Muskeln kontrahieren, also anspannen können. Der mineralische Gegenspieler, also der „Weichmacher“ der Muskulatur ist Magnesium. In diversen Futterstudien wurde herausgefunden, dass bei Heu-/Gras-/Haferfütterung in guter Qualität auch beim Jungpferd kein Calziummangel zu verzeichnen ist.Nichts desto trotz wird in den meisten Futtermitteln (egal ob Kraftfutter oder Ergänzungsfutter) Calcium in großer Menge zugesetzt, Magnesium allerdings nur in geringem Umfang. Daraus ergibt sich ein eklatanter Calciumüberschuss, was nicht nur die Neigung zu Überbeinen (Exostosen) erhöht, sondern zu massiven Muskelverspannungen führen kann. Achten Sie bitte darauf, was in Ihren Futterrationen an Zusatzstoffen enthalten ist. Die dosierte Zufütterung von Magnesium ist in vielen Fällen wichtig, aber nur in den seltensten Fällen die Beigabe von Calcium. Auch Selen und Zink sind häufig in der heutigen Pferdefütterung unterdosiert enthalten.
  • Die Fütterung von saurem Futter ist ein weitverbreitetes, großes Problem. Mit saurem Futter sind in erster Linie vergorenes Futter wie Silage oder Heulage gemeint, aber auch stark zuckerhältiges Futter, wie Melasse oder Rübenschnitzel. Saures Futter führt auf Dauer zu einer Übersäuerung des Pferdes und zu einer Verschlackung der Muskulatur, was nachweislich die Anfälligkeit für Krankheiten und Lahmheiten fördert. Qualitativ hochwertiges Heu ist in jedem Fall siliertem Rauhfutter vorzuziehen.
  • Einseitige Ernährung und Artenarmut auf Pferdewiesen sind ein weiteres häufig anzutreffendes Fütterungsproblem beim Pferd. Die Artenvielfalt auf den Weiden unserer Pferde geht stark zurück. Dies führt dazu, dass die Pferde ihrem natürlichem Instinkt entsprechend, nicht mehr das fressen können, was sie brauchen, sondern das fressen müssen, was grad da ist. Wichtig ist daher auf richtiges Weidemanagement zu achten, um die Artenvielfalt der Pferdeweiden zu erhalten bzw. zu verbessern und einen geringen Wurmbefall zu sichern.Um etwas Abwechslung in den Futterplan zu bekommen, macht es Sinn, Pferde diverse Obst- und Gemüsesorten anzubieten. Auch können bei längeren Ausritten oder Spaziergängen „Graspausen“ eingelegt werden, damit das Pferd dort ggf. andere Gräser und Kräuter, die es braucht, zu sich nehmen kann. Auch das Zufüttern von Obst- und Nadelzweigen macht gerade in der „Saftfutterarmen“ Winterzeit Sinn (bitte keine Tanne für trächtige Stuten, das kann zu Abort führen).

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Wie bereits erwähnt spielt die Pferdefütterung eine große Rolle in der Gesunderhaltung des Pferdes. Denn nur ein Pferd, das ordentliches Futter bekommt, kann Leistung bringen und dauerhaft gesund bleiben. Denn ein nicht funktionierender Stoffwechsel macht auf Dauer krank, müde und auch unzufrieden… Wichtig ist jedoch auch, dass Pferde das angebotene Futter richtig verarbeiten können. Deshalb sind regelmäßige Zahnkontrollen beim Pferd essentiell.

 

Online Webinare zum Thema:

1. So fütterst du dein Pferd gesund!
Du möchtest mehr über die richtige Fütterung deines Pferde lernen? Individuell, typabhängig und absolut ganzheitlich?
Dann empfehle ich dir mein beliebtes Fütterungswebinar: SO fütterst du dein Pferd gesund! 🙂

Hier findest du das Webinar (inklusive umfassende Präsentation im PDF-Format zum Herunterladen): https://www.digistore24.com/product/137127

In diesem 3,5 stündigen Webinar beschäftigen wir uns detailliert mit:

-> Raufutter als wichtige Basis der Pferdefütterung + häufige Fehler!

-> Wie viel und welches Kraftfutter braucht mein Pferd?

-> Natürliche versus künstliche Zusatzfutter!

-> Kräuterfütterung beim Pferd, wichtige Hinweise!

– > Richtige Fütterung für entspannte Pferde und lockere Muskeln!

– > Guter Futterverwerter, was tun?

– > Die Darmflora des Pferdes, warum ist sie so unglaublich wichtig und wie baut man sie auf?

– > Fütterungsprobleme und häufige “Zivilisationsprobleme” beim Pferd!

VIEL SPASS DAMIT!
Deine Sandra :-)

 

P.S. Übrigens: einmal gekaufte Webinare kannst du dir so oft ansehen wie du möchtest und die entsprechende Präsentation dazu kannst du einfach herunterladen und ausdrucken!

Die richtige Pferdeausrüstung
– ohne gehts nicht!

 In der ganzheitlichen Pferdetherapie ist im Sinne einer Ursachenfindung von gesundheitlichen Problemen beim Pferd die Ausrüstungskontrolle ein wichtiger Bereich. Eine der Hauptursachen von Rückenverspannungen beim Pferd sind meiner Erfahrung nach schlecht sitzende Sättel.
 
Nicht immer wehren sich Pferde durch buckeln oder steigen gegen schlecht sitzende Sättel. Manchmal verhalten sie sich – gehen also nicht vorwärts und treten nicht mit aktiver Hinternhand unter den Schwerpunkt. Viele Pferde mit „überschäumendem Temperament“ bzw. Pferde, die häufig durchgehen, tun dies aus Schmerzreaktionnicht selten verursacht durch einen schlecht angepaßten Sattel oder falsche Ausrüstung des Pferdes.
 
Ausrüstungskontrolle beim PferdWenn die Ausrüstung des Pferdes fehlerhaft angepaßt wird bzw. schlicht weg falsche Pferde-Ausrüstung (zB diverse Hilfszügel) verwendet wird, sind Blockaden, atrophierte Muskulatur (= Muskelschwund, siehe Bild), Muskelverspannungen beim Pferd sowie „Problempferde-Verhalten“ und schlechte Leistungsbereitschaft im Endeffekt vorprogrammiert.
 
Sehr häufig sind Sättel zu lang (besonders Westernsättel) und führen zu Reizungen am Schulterblattknorpel oder drücken in die empfindliche Nierenregion und verhindern so auch, dass sich das Pferd richtig biegen kann. Auch ist der Schwerpunkt des Sattels oftmals zu weit hinten und die Druckbelastung zu punktuell.
 
In manchen Fällen ist auch das Kopfeisen bzw. die Kammer des Sattels zu eng gewählt. Dies verhindert trotz Trainings einen Muskelzuwachs und „quetscht“ die Muskulatur des Pferdes. Darüber hinaus findet man auch nicht selten Sättel die „kippeln“ oder in den Lendenwirbelbereich „klappen“. Eine solche Eigendymanik des Sattels verursacht immer starke Rückenschmerzen und einen festgehaltenen Rücken beim Pferd
 
Ich weiß, dass es schwierig ist, einen gut sitzenden Sattel zu finden. Aber lassen Sie sich am besten von mehreren Fachleuten beraten und  hören Sie auch auf Ihr Bauch- und Sitzgefühl! Wichtig ist außerdem, den Sattel regelmäßig kontrollieren zu lassen, denn Pferde und Sättel verändern sich – und das viel schneller, als die meisten Leute denken. Gerade bei Jungpferden sollte man mindestens alle drei Monate prüfenden Blick und die ehrliche Meinung eines guten Sattelexperten einholen.
 
Bei der Zaumzeug-Anpassung muss man vor allem darauf achten, dass das Gebiss richtig eingeschnallt wird. Ein zu fest sitzendes Gebiss verhindert die Lockerheit des Maules und der Zunge (mangelnde Kession). Eine grobe Faustregel ist, dass noch zwei Finger gut unter dem Genickstück Platz finden sollten. Außerdem muss man darauf achten, dass der Stirnriemen locker sitzt (aber den braucht man eigentlich sowieso nicht) und das Zaumzeug nicht gegen die Pferdeohren drückt – sonst kann es zum „Headshaking-Syndrom“ kommen.
 
KappzaumWenn man mit Nasenriemen reiten möchte, empfehle ich, auf keinen Fall einen Sperr-Riemen zu verwenden. Diese sitzen in der Regel auf der „weichen Nase“ und behindern somit stark die Atmung des Pferdes. Außerdem schränken sie die Beweglichkeit des Maules ein und führen daher zu einem wenig losgelassenen Pferdemaul.
 
Auf dem Bild sieht man einen viel zu tief und zu eng verschnalltes englisch-kombiniertes Reithalfter beim Schimmel und einen korrekt verschnallten englischen Nasenriemen beim Friesen.
 
Wenn das Maul nicht locker ist, wird auch das Kiefergelenk blockiert. Über die Muskeln, die über das Kiefergelenk verlaufen führt das wiederum zu einer weniger losgelassenen Hals- und Rückenmuskulatur des Pferdes. Ein zu fest verschnallter Nasenriemen ist somit immer „kontraproduktiv“.
 
Denn Leute, die ihre Pferdemäuler zuschnüren, werden nie ein wirklich lockeres Pferd haben – und ich denke, dass sollte ein wichtiges Ziel im Reitsport sein! Mal abgesehen davon, dass es tierschutzrechtlich und ethisch nicht vertretbar ist, Pferden die Luft abzuschnüren!
 
 
Beim Longieren und in den meisten Fällen bei der Bodenarbeit empfehle ich klassische Kappzäume in verschiedenen Variationen. Richtig angepaßt verrutscht der Kappzaum nicht, man kann sehr fein auf das Pferd einwirken und hat auch ungestüme Jungpferde gut unter Kontrolle. Aber der wichtigste Aspekt ist, dass das Pferdemaul geschont wird und man das junge Pferd nicht schon beim Anlongieren die Angst vor dem Gebiss eintrichtert. Gute Kappzäume können Sie auch direkt bei mir bestellen. Ich berate Sie gern, welcher Kappzaum für Sie und Ihr Pferd am besten geeignet ist. Einfach mal im Shopbereich für Pferdeausrüstung reinschauen.
 
Ich persönlich verwende keine Hilfszügel und bin auch kein Freund von Ihnen. In den meisten Fällen führen sie zu Rückenschmerzen beim Pferd und machen das Pferd hart im Maul. Am schlimmsten sind Schlaufzügel – diese zwingen die Pferde in die Rollkur (Hyperflexion) und schädigen damit Wirbelsäule, Bandapparat und die Muskulatur des Pferdes. Wenn Ihr Reitlehrer Ihnen Hilfszügel empfiehlt, ist es meiner Meinung nach Zeit, den Reitlehrer zu wechseln.

 

Barhufpferde leben gesünder!

Hufe sind mehr als „die Schuhe des Pferdes“. Hufe haben auch wichtige Blutpump-, Stoßdämpfungs-, Stoffwechsel- und Ausscheidungsfunktionen. Damit die Hufe optimal „funktionieren“, ist auf die richtige Hufstellung zu achten. Außerdem ist es für Pferde deutlich gesünder, barhuf zu laufen, damit der Hufmechanismus wie von der Natur gedacht funktioniert.

Vorteile von Barhuf-Bearbeitung im Verhältnis zu Hufbeschlag:

Der Hufmechanismus – also das Spreizen der Hornkapsel und die Möglichkeit dass der Fesselkopf nach unten sinken kann bei Belastung (Stützbeinphase) funktioniert nur optimal, wenn das Pferd nicht beschlagen ist. Hufeisen schränken den Hufmechanismus sehr stark ein was zu folgenden Nachteilen führt:

  1. Durch Hufbeschlag wird der Blutumtrieb des Pferdes eingeschränkt. Denn der Hufmechanismus dient in erster Linie dazu, das Blut aus den Hufen und unteren Gliedmaßen nach oben zu pumpen. Im Gegensatz zu Menschen haben Pferde keine Muskulatur ab Karpal- bzw. Sprunggelenk. Deshalb übernimmt der Hufmechanismus diese Funktion. Eingeschränkter Hufmechanismus führt zu einer Minderversorgung jeder Zelle und kann echte Stoffwechsel– und damit Leistungsprobleme mit sich führen, bzw. die Alterserwartung des Pferdes negativ beeinflussen.

     

  2. Außerdem wird das Wachstum der Hufe durch den verringerten Blutumtrieb negativ beeinflusst (deshalb haben beschlagene Pferde meist deutlich schlechtere Hornqualität als unbeschlagene Pferde). Im Winter ist der schlechtere Stoffwechsel noch deutlicher zu spüren, da beschlagene Hufe eine bis zu 10 Grad (!!) kältere Grundtemperatur aufweisen als Barhufe. Nachdem Eisen ein guter Wärmeleiter wird, gibt das Hufeisen die Wärme in den Boden ab. Deshalb haben viele Pferde im Winter wirklich eiskalte Füße und manchmal extrem lange Beschlagsperioden.

     

  3. Darüber hinaus erfüllt der Huf eine wichtige Ausscheidungsfunktion. Abfallstoffe wie Schlack- und Giftstoffe werden über den Huf entsorgt. Ist der Hufmechanismus eingeschränkt und damit auch das Wachstum des Hufes, findet diese Entgiftungsfunktion nur in einem verminderten Rahmen statt. Dadurch müssen mehr Giftstoffe über Leber, Nieren und Haut abgegeben werden, was auf Dauer zu einer Überlastung dieser Organe führt.

     

  4. Ein eingeschränkter Hufmechanismus führt außerdem zu verminderter Stoßdämpfung. Kann sich die Hornkapsel bei Belastung nicht ausreichend dehnen, führt es zu kleinen Stauchungen, wenn der Fesselkopf nicht nach unten bei Belastung einsinken kann. Dies kann zu Verletzungen und Prellungen der Gelenkkapseln führen und so die Neigung zu Arthrosen begünstigen. Auch die veränderte Auffussungsmechanik führt zu einer vermehrten Belastung von Gelenken, Sehnen und Bändern.

     

  5. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist dass Metall die Eigenschaft hat, in Schwingung zu geraten. Jeder von uns kennt eine Stimmgabel. Bei einer Berührung mit einem harten Gegenstand schwingt die Stimmgabel nach. Beim Aufprall des Hufeisens auf zum Beispiel Asphalt gibt es auch eine Schwingung, die in das Pferdebein eindringt. Diese Vibrationen durch das Hufeisen können zu Zerrungen und Reizungen an Sehnen und Bändern führen und wirken sich negativ auf die feinsten Kapillarchen aus (diese ziehen sich mit der Zeit immer mehr zurück und führen zu einer vermehrten Unterversorgung im Huf und Bein des Pferdes). Das ist der Grund, warum man unbedingt nur Schritt auf Asphalt mit beschlagenen Pferden reiten sollte.

     

  6. Darüber hinaus werden gerade Sehnen und Bänder auch noch durch die Hyperextension des Pferdebeines durch das Gewicht des Eisens stark beansprucht, gereizt oder sogar verletzt. Einfacher ausgedrückt wird durch das Gewicht des Eisens der Huf bzw. der untere Bereich des Pferdebeins deutlich mehr „vorgeschleudert“ als ein Barhuf. Es gibt also sowohl eine unnatürliche, verstärkte Vorwärtsbewegung des Hufes (und damit auch Aktion des Pferdes), als auch meist eine Überstreckung im Bereich des Kron- bzw. Hufgelenks, was zu Schädigung an Sehnen und Bändern führen kann.

     

  7. Gerade im Winter ist auch wichtig zu wissen, dass durch den Druck des Hufeisens von unten die umliegende Sohlenarterie stark gequetscht wird. Das Pferd hat also kein wirkliches „Gefühl“ mehr im Huf, sondern eher „taube Füße“. Das mag grundsätzlich ein Vorteil sein, wenn Pferde ohne Widerreden über spitze Steine laufen. Aber es ist nicht natürlich und die Gefahr, dass Pferde ausrutschen, stolpern und hinfallen ist – gerade in der kalten Jahreszeit – deutlich größer als ohne Hufeisen.

    Meine Pferde waren früher auch beschlagen und ich bin jeden Winter mit ihnen hingefallen. Grund war, dass man im Winter manchmal einfach von oben die Bodenverhältnisse nicht richtig einschätzen kann und trotz Stollen und Stiften bei Eis einfach „machtlos“ ist. Wenn ich heute mit meinen Barhufern die Bodenverhältnisse falsch einschätze, dann bremsen sie sofort von alleine. Denn auch Pferde haben kein Interesse daran, im Winter auf die Nase zu fallen. Abgesehen davon rutschen Barhufe auch ohne Stollen und Stifte aufgrund der natürlichen Rutschbremse – der Eckstrebe – weniger als „winterfest beschlagene“ Pferde. Aber nicht nur im Winter, auch auf sehr unwegsamen Gelände sind „gefühlvolle“ Hufe echtes Gold wert.

     

  8. Auch besonders in der niederschlagsreichen Zeit interessant ist die Tatsache, dass Pferde ohne Beschlag viel weniger Flurschäden verursachen. Durch das Einsinken des Fesselkopfes und der daraus resultierenden Abflachung des Sohlengewölbes ist die Auflagefläche des Barhufs deutlich größer als die des beschlagenen Hufes. Deshalb wird der Druck besser verteilt und Wege und Grasnarben nehmen weniger Schaden als bei beschlagenen Pferden.

     

  9. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die verminderte Verletzungsgefahr bei Barhufern im Verhältnis zu beschlagenen Pferden – sowohl gegenüber Artgenossen als auch gegenüber dem Menschen. Wenn Ihnen schon mal ein beschlagenes Pferd mit vollem Gewicht auf den Fuss getreten ist oder aber Sie mal einen Schlag von einem beschlagenen Pferd erhalten haben, wisssen Sie, wovon ich spreche.

     

  10. Nicht unwichtig – besonders im Winter – sind auch die verminderten Kosten von Barhufpflege im Vergleich zu (winterfestem) Beschlag. Wenn man sich dazu entschieden hat, sein Pferd barhuf laufen zu lassen, sollte man auf jeden Fall einen spezialisierten Barhuf-Pfleger an „seine Hufe lassen“. Barhufspezialisten sind zwar meist etwas teurer als „normale“ Schmiede, aber für die speziellen Bedürfnisse der Barhufe ausgebildet. Sehr wichtig ist es aber für einen Barhuf-Pferdebesitzer, möglichst viel Wissen über Hufe und Hufgesundheit sich anzueignen.  Im Seminar „Pferdegesundheit von Kopf bis Huf erfahren Sie viele Aspekte, wie sie Ihr Pferd von A bis Z, von Huf bis Zahn gesund erhalten können. Schließlich ist vorbeugen besesr als rehabilitieren, oder?!

Viele Leute sagen, dass ihr Pferd nicht barhuf gehen kann. Ich habe dies sehr, sehr selten festgestellt, wenn die Hufe ordentlich bearbeitet und gepflegt werden, das Pferd gutes Futter erhält und ausreichend Bewegung ohne Reiter machen kann. Aber um ehrlich zu sein, ist es tatsächlich mit etwas Aufwand verbunden – und das ist wohl der einzige echte Nachteil von Barhufpflege. Denn Barhufe haben spezielle Bedürfnisse. Lesen Sie deshalb weiter – wie Barhufe gepflegt werden wollen.

Wenn Pferde über lange Jahre beschlagen waren, sind die Schädigungen im Huf häufig sehr groß, sodass eine völlige Rehabilitation in manchen Fällen nicht möglich ist. Damit meine ich nicht die Stellung, aber beispielsweise die „Fühligkeit“  von Pferden auf steinigem Gelände. Ich persönlich finde hier die Möglichkeit, Hufschuhe einzusetzen einen sehr guten Kompromiss zum Hufbeschlag. So kann das Pferd 23 Stunden am Tag die gesunden Vorteile des Barhuf-Daseins genießen und der Reiter hat mit einem gut angepassten Hufschuh die Möglichkeit, ein unempfindliches Pferd auf jedem Untergrund zu reiten.

Hufschuhe sind heute meist eine „Investition fürs Leben“ und werden auch bei Schlamm und Nässe nicht locker, wenn sie richtig für das Pferd angepasst wurden. Lesen Sie mehr zu Hufschuhen auf der folgenden Seite.