Heute gibt es eine ganz wichtige Pferdepodcastfolge, die Dir mit GARANTIE einige Aha- und Achsooooooooooo-Erlebnisse bescheren wird! Denn über die Aufzucht und die Eltern seines Pferdes sollte man schon Bescheid wissen. Egal, ob man sich ein „echtes Jungpferd“ kauft, ein Fohlen artgerecht aufziehen will, oder einfach verstehen möchte, wo die etwaigen Probleme Deines Pferdes herrühren.

Strahlfäule beim Pferd ist etwas, das man mit richtigen Hufgesundheitswissen als Pferdebesitzer vermeiden kann. In meinem Pferdepodcast gebe ich wichtige Tipps.

In dieser Episode gibt es für Dich wirklich wichtiges, ganzheitliches Pferdewissen! Ohne Huf, kein Pferd – so lautet eine bekanntes Pferdesprichwort. Und das stimmt auch! Nur leider gibt es gerade über Hufe sehr viel falsches Wissen! Deshalb möchte ich in dieser Episode mit 3 der größten Mythen über Hufe aufräumen!

Heute möchte ich Euch einen Einblick in meinen offline gehaltenen Hufkurs geben. Hufe sind wirklich essenziell für die Gesundheit jedes Pferdes. Den Spruch „Ohne Huf kein Pferd“ gibt es schließlich auch nicht umsonst. Oftmals sind die Hufe als Ursache vielfältiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen tatsächlich deutlich unterschätzt.

In dieser Podcast Episode erfährst Du praktische Tipps und wichtige Infos rund um das Thema Umstellung auf Barhuf.

Wer ist der richtige Hufpfleger für mein Pferd?

Egal, wo man auf im Internet oder auf Facebook schaut, überall wird über Hufe gestritten. Ob Huforthopäde, Hufschmied, Hufpfleger, Hufheilpraktiker – überall gibt es verschiedene „Lager und Philosophien“ und es scheint so, als ob jede „Zunft“ über alle anderen Hufbearbeiter zu schimpfen hat.

Warum ist das so? Ich weiß es nicht, und ich verstehe es auch nicht ganz. Ich denke, man sollte immer offen sein und offen bleiben gegenüber Kollegen, egal welchen genauen Bildungs-Hintergrund sie haben.

Der richtige Hufpfleger

Der richtige Hufpfleger

Denn Bildung ist die eine Sache, Erfahrung, Gefühl fürs Tier und die Offenheit für lebenslanges (!!) Lernen, das sind sicherlich Faktoren, die einen guten Hufpfleger (oder generell „Pferdedienstleister) ausmachen. Wenn dann noch etwas Verläßlichkeit und Kundenorientierung (für Zweibeiner) dazu kommt, dann ist wohl das zwei- und vierbeinige Kundenglück perfekt.

Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man als Hufbearbeiter immer wieder seine eigenen Fähigkeiten und Philosophien überprüft und offen ist für Neues: Auch für Kritik vom Kunden oder von Kollegen. Aber auch für das „Feedback“ des Kundenpferdes.

Denn niemand kann wohl von sich behaupten, alle möglichen „Fälle“ schon bearbeitet zu haben. Und so unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind Pferde und ihre Hufe (und manchmal sogar die Hufe von EINEM Pferd).

Hier noch ein Spruch, über den man oder frau ggf. mal nachdenken sollte:

„Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben.“ Oscar Wilde

Und weil mit Sicherheit schon jeder mal Fehler gemacht hat, wäre es schön, einen offenen, respektvollen Austausch zwischen allen Pferdedienstleistern zu pflegen… Denn mit SICHERHEIT können wir alle voneinander lernen – zum Wohle der Pferde!

In diesem Sinne einen schönen, erfolgreichen Wochenenstart!

Eure Sandra

Immer wieder wird mir diese Frage gestellt. Ich persönlich bin der Meinung, dass Hufrollenentzündung gut rehabilitierbar ist, jedoch gehören da viele Faktoren berücksichtigt und korrekt bearbeitet:

1.) Die Hufbearbeitung (für mich: barhuf), weil meiner Meinung nach ist das IMMER die HAUPT-Ursache, auch wenn Hufe oberflächlich schön aussehen, können zB Eckstreben bis in die Tiefe des Hufes wuchern und dort zu Schmerzen und Entzündungen führen.

2. Sicherlich wichtig ist die Statik/natürliche Schiefe, auch das muss man sich ansehen: Blockaden, massive Verspannungen. extreme natürliche Schiefe, all das kann zu einer erhöhten Belastung und damit Entzündungsanfälligkeit führen…

3.) Die richtige Ernährung – das ist auch ein wichtiger Faktor, häufig führt Fehl-/Mangelernährung zu einer Minderernährung der Gelenkknorpel bzw. zu erhöhter Abnützung durch Übersäuerng etc. Außerdem kann die falsche Ernährung wiederum zu Muskelproblemen etc. führen.

4.) Die Psyche des Pferdes muss oft feinstofflich behandelt werden bei Pferden, die langfristig lahmen. Denn sie sind oft aufgrund von einer massiven Schonhaltung und andauernden Schmerzen/Problemen „bewegungstraumatisiert“.

5. Gymnastik – diese hilft dem Pferd aus seiner Schonhaltung, aber auch aus einer Schiefe und falschem Laufverhalten…

6. Generell Bewegung: Diese Pferde muss man schonend aber ganz bewusst wieder „ins Laufen bringen“…

Für Hufrollen-Pferde braucht es in jedem Fall ein stimmiges Gesamtkonzept, leider auch einen langen Atem und einen Besitzer, der in der Therapie „mithilft“, dann gibt es in den meisten Fällen eine SEHR gute Chance auf ein schmerzfreies, und aktives Leben…

Bitte beachtet, dass Hufrollenentzündungszustände natürlich immer eine Kombinationsbehandlung aus einem guten Tierarzt, Huf-Experten und Therapeuten und Trainer ist!

PS: Wer sich mehr für diese und andere Themen rund um gesunde Hufe interessiert, ist in meinen Intensivseminaren „Das gesunde (Barhuf-)Pferd genau richtig… Nächste Termine:

– 17. bis 19. Oktober 2014 Trofaiach, Steiermark
– 21. bis 23. November 2014 in Embach, Salzburg
– 5. bis 7. Dezember 2014, für FORTGESCHRITTENE, Rauris, Salzburg

Ganzheitliche Hufpflege

Die Hufe von Pferden sind sehr häufig Ursache von Statik- und damit verbunden Bewegungsproblemen wie Rückenprobleme beim Pferd. Deshalb spielt die fundierte Analyse und Korrektur der Hufbearbeitung eine wesentliche Rolle in der ganzheitlichen Gesunderhaltung von Pferden. Als ausgebildete Hufpflegerin fließt das Wissen um die korrekte Statik in jedem Pferde-Gesundheitscheck mit ein. In manchen Fällen müssen zu allererst die Hufstellung korrigiert werden, bevor mit weiterführenden Maßnahmen begonnen werden kann.

Der Spruch: „Ohne Huf, kein Pferd“ hat nach wie vor Gültigkeit. Nichts desto trotz werden in der Hufbearbeitung sehr viele Fehler gemacht. Viele Rückenprobleme beim Pferd resultieren aus falscher Hufstellung. Häufig werden die Pferde viel zu steil mit extrem hohen Trachten bzw. hohen Eckstreben hingestellt. Diese steile Stellung führt zu einer verminderten Stoßdämpfungsfunktion in den Gelenken, sowie einem Hochziehen und damit Steiler werden der Schulterblätter und hiermit verbunden zu kürzeren, stumpferen Vorhandbewegungen. Außerdem wird durch die Steilerstellung das Hufbein mit der Zeit rotieren und irgendwann auf der Spitze stehen. Ich denke, man kann sich leicht vorstellen, was das für die Statik des Pferdes bedeutet.

Um Fehlstellungen zu vermeiden, ist es sehr wichtig, bereits beim Jungpferd die Hufe regelmäßig zu bearbeiten. Eine falsche Hufstellung führt zu einer ungleichmäßigen Druckbelastung der Gelenke, was wiederum zu Schonhaltungen und Bewegungsanomalien führt und was sich in weiterer Folge zur verfrühten Abnutzungserscheinungen wie Arthrose bzw. Spat äußern kann. Die Korrektur von Fehlstellungen beim Pferd erfordert fundiertes Fachwissen, ein geschultes Auge und kurze Behandlungsintervalle (idealerweise 2 – 3 Wochen-Abstände).

Meiner Meinung nach ist es auch für Laien sehr wichtig, möglichst viel Wissen über Hufe zu akkumulieren. So kann jeder Pferdebesitzer die Hufstellung seines Pferdes in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Wenn Sie sich zum Thema Hufe fortbilden möchten, nehmen Sie doch am Seminar „Pferdegesundheit von Kopf bis Huf“ teil. Termine zu diesem umfassenden Pferdegesundheits-Kurs finden Sie hier.

Hufanalyse in der ganzheitlichen Gesundheitspolitik für Pferde

Falsche Hufstellung und Hufbearbeitung gehört meiner Ansicht nach neben ausrüstungsbedingten Problemen zu den häufigsten Ursache für Rückenverspannungen und Lahmheiten beim Pferd. Die Hufe haben nicht nur eine „tragende Funktion“ für das Pferd – und das im wahrsten Sinne des Wortes – sie beinflussen auch massiv die Biomechanik und somit die Bewegungen des Pferdes.

Ein Pferd mit steilen Hufen und daraus resultierend einer kurzen Zehe wird immer eher hohe, aber stumpfe Bewegungen haben (es „rammt“ sozusagen die Zehe in den Boden). Durch die steile Hufstellung ist außerdem die Stoßdämpfungsfunktion des Hufes stark vermindert. Dieser Bewegungsablauf und die eingeschränkte Stoßdämpfung sind sehr belastend für die Vorderhand des Pferdes, was häufig zu Lahmheiten und weiterführend zu Arthrosen beim Pferd führt.

Damit das Hufbein – der letzte Knochen des Pferdeskeletts – bodenparallel ausgerichtet sein kann, dürfen die Trachten nicht zu hoch sein. Die natürliche Hufstellung wird durch das Hufbein vorgegeben. Auch beim Fohlen kann man sehen, dass die natürliche Hufstellung relativ flach ist. Diese eher flache Hufstellung führt zu raumgreifenden, elastischen Bewegungen des Pferdes.

Häufig werden auch die Eckstreben unzureichend gekürzt. Nachdem das Eckstrebenhorn gemeinsam mit dem Tragerand-Horn das härteste Material am Huf ist, können zu hohe Eckstreben massiven Druck und damit Schmerzen beim Pferd verursachen. Das Pferd versucht dann mehr Gewicht auf die Hufspitze bzw. den Zehenbereich als auf den Trachtenbereich zu bringen. Die Folge ist eine Gewichts- und Statikveränderung des Pferdes und damit verbunden eine veränderte Gewichtsverteilung auf die Gelenkflächen.

Häufig versuchen die Pferde auch dem Eckstrebendruck zu entgehen, indem sie die Vorderbeine vorbiegig hinstellen. Diese abnormen Stellungen resultieren wiederum zu einer steileren Schulter und Hals-, Schulter-, und Rückenverspannungen des Pferdes. Die Folge sind kurze, staksige Bewegungen des Pferdes. Wie im Detail Hufstellung, Biomechanik und Gesundheit des Pferdes zusammen hängen erfahren Sie auch im Seminar Pferdegesundheit von Kopf bis Huf. Weitere Infos zum Thema gesunde Hufe finden Sie in der Rubrik Hufpflege.