Besonders im Sommer leiden viele Pferde unter Insektenstichen. Ich gebe Dir in dieser Episode 5 wichtige Tipps was Du bei Stichen machen kannst und wie Du sie vermeidest.

In dieser Podcast Episode erfährst Du praktische Tipps und wichtige Infos rund um das Thema Umstellung auf Barhuf.

Erfahre in dieser Podcast-Episode warum Narben bei Deinem Pferd ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen können.

Pferde richtig im Frühjahr anzuweiden, bevor es auf die Koppel geht, ist ein ganz wichtiges Thema für jeden Pferdebesitzer. Denn fehlendes Angrasen kann zu Verdauungsproblemen beim Pferd führen…

In dieser Episode erfährst Du die „versteckten“ Zusammenhänge von Allergien beim Pferd, Sommerekzem, Hufabszessen und Co in der Fellwechselzeit.

PFERDEGESUNDHEIT: PRÄVENTION IST BESSER ALS HEILUNG!

Eine alte Volksweisheit besagt, Vorbeugen ist besser als Heilen. Dieser Meinung muss ich vollends zustimmen. Viele schwerwiegende Krankheiten und Lahmheiten (und damit ein häufig langer, schmerzhafter und teurer Rekonvaleszenzprozess) ließen sich vermeiden, wenn man sein Pferd entsprechend seiner genetisch festgelegten Bedürfnisse hält, pflegt und bewegt und außerdem einen halbjährlichen, präventiven „Gesundheits-Check“ von einem guten Pferde-Energetiker durchführen lässt.

Häufig können „unauffällige Zwischenfälle“, wie beispielsweise eine Rauferei auf der Koppel, ein ordentlicher Ruck am Strick oder ein „gröberer Stolperer“ langfristig zu Krankheiten oder einer Schonhaltung und in Folge zu Lahmheiten führen. Krankheiten entstehen fast immer langsam und schleichend. Manche Pferderassen wie Isländer, Friesen oder Kaltblüter sind extrem zäh und zeigen echte Probleme häufig erst an, wenn es fast schon zu spät ist…

Präventive, omnipathische Behandlungen sind vor allem auch beim im Wachstum befindlichen Pferd, sowie vor und während des Jungpferde-Trainings ratsam. Auch Dressurkoryphäe Dr. Reiner Klimke teilt die Auffassung, dass eine gründliche Gesundheitsanalyse beim jungen Pferd von großer Bedeutung ist: „…bevor ich anfange, muß ich wissen, daß das Tier physisch und psychisch in Ordnung ist.

In jedem Fall sollten Sie professionelle Hilfe ein Anspruch nehmenwenn Ihr Pferd eines oder mehrere der folgenden Verhalten zeigt (beispielhafte Aufzählung):

  • Deutliche gesundheitliche Probleme aller Art (akuter und chronischer Natur, siehe Rechtshinweis in Österreich!!!)
  • Bewegungseinschränkungen aller Art
  • Bewegungsauffälligkeiten wie Lahmheit – siehe Rechtshinweis in Österreich!!
  • anhaltende Taktprobleme
  • schleppende Hinterhand
  • Fehlstellungen
  • Unrittigkeit
  • Steifheit
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Temperamentsprobleme wie Durchgehen oder große Faulheit
  • Schiefhalten des Schweifes oder unruhiger Schweif
  • Buckeln oder Steigen
  • Verletzungen, Narben – siehe Rechtshinweis in Österreich!!
  • Aggressivität, auch Gurt- oder Sattelzwang
  • Verhaltensauffälligkeiten wie Koppen oder Head shaking
  • Fertilitätsprobleme

Rechtlicher Hinweis für Österreich: Das Untersuchen und die Behandlung von kranken Tieren ist laut Paragraph 12 Tierärztegesetz den Tierärzten vorbehalten. Jedoch kann mittels cranio-sacraler Omnipathie und Pferdemassage das gesunde Pferd im energetischen Harmoniezustand verbessert und harmonisiert werden. Bitte wende Dich bei allen krankhaften Zuständen an den Tierarzt/die Tierärztin Deines Vertrauens!

Pferde sind von Natur aus sehr freundliche, leistungswillige Tiere. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Pferd ist lustlos oder zeigt psychische Auffälligkeiten, dann sollten Sie professionelle Hilfe zu Rate ziehen. Fragen Sie den Pferde-Energetiker, Tierarzt bzw. allgemein gesprochen den „Pferdebehandler“ Ihrer Wahl ruhig konkret nach Ausbildung und Erfahrung. Es gibt leider auch einige schlecht ausgebildete „Pferdebehandler“, die ggf. Ihrem Pferd sogar Schaden zufügen könnten!

Eine Trageerschöpfung bedeutet, dass das Pferd seinen Rumpf nicht mehr halten kann und dieser aufgrund der Muskelermüdung absackt. Dem Pferd fehlt also eine ausreichend starke Bauchmuskulatur. Um dies zu kompensieren versucht die Brustmuskulatur den Rumpf zu tragen, was in diesem Bereich wiederum zu Verspannungen führt und ebenfalls in einer Muskelermüdung münden kann.

In meinem Video erkläre ich Euch an welchen Symptomen ihr eine Trageerschöpfung erkennt, was die Gründe für eine Trageerschöpfung sind sowie die Folgen für euer Pferd.

Ich gebe Euch Tipps wie ihr eure Pferde zurück in eine gute Körperhaltung und normale Aufrichtung führen könnt. Außerdem lernt ihr in meinen ganzheitlichen Online-Ausbildung wie ihr eure Pferde gesundheitsfördernd trainiert.

Viel Spaß mit dem Video!

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Eure Sandra 💕

Heute Morgen stehe ich entspannt da und unterrichte Verladetraining, als eine Wespe mich anfliegt und einfach in den Bauch sticht! Super toll, das hab ich gebraucht. 🤨

Ich HASSE Wespen. Eben genau aus dem Grund – weil sie oft einfach grundlos stechen!

Ich bin kein Tierarzt und auch kein Humanmediziner, nichts desto trotz möchte ich gern mit Euch teilen, was ich dann gemacht habe (#Produktnennung und #unbezahlteWerbung):

Zuerst hab ich

  • den PerfectPur Salzspray drauf gemacht (Desinfektion)
  • dann das Aloe Vera Gelly von ForeverLiving drauf
  • dann Apis C200 (ACHTUNG: STARKE Potenz) und Ledum D12,
  • sowie Bachblüten-Notfalltropfen (Rescue) oral eingenommen
  • Das gesamte Prozedere hab ich nach einer Stunde wiederholt.

Ergebnis: Innerhalb von 1 Stunde war die Schwellung halb so groß, nach einer weiteren Stunde war nur noch eine ganz kleine Schwellung da und es hat nur bei Berührung noch gebrannt. 😊💪

Wie gesagt, meine „Erfahrungen“ ersetzen niemals die Konsultation eines (Tier-)Arztes, aber diese Kombi hab ich schon mehrfach erprobt und die wirkt einfach tooooooootaaaaaaaal super 😎

Ich dachte, ich teile das mal mit Euch! 😍

Eure Sandra

10 Tipps für ein entspanntes Pferd an Silvester

Die Silvesterknallerei steht leider uns und unseren Pferden bevor und ich möchte Dir hier Tipps geben, wie Du Dein Pferd möglichst gut durch die Silvesternacht bringst. Denn das Thema Silvester-Feuerwerk für viele Tiere wirklich ein Horror. Ich hoffe, meine Ratschläge und Tipps helfen Dir, damit Du Dein Pferd möglichst entspannt Silvestern verbringen könnt.

So übersteht Dein Pferd das Silvesterfeuerwerk möglichst entspannt

1. Sprich mit Deinen Nachbarn
Vielen „Nichttierbesitzern“ ist gar nicht bewusst, welchen Stress Tiere durch das Silvesterfeuerwerk haben. Wenn Du Nachbarn hast, die direkt in der Nähe Deines Pferdestalles leben, bitte sie, die Silvesterknallerei „klein“ zu halten oder evt. durch Wunderkerzen zu ersetzen (das wäre eh viel sinnvoller! Das gesparte Geld könnte man gut an Bedürftige SPENDEN). Wenn Deine Nachbarn von der Knallerei nicht absehen wollen, frage sie, ob sie wenigstens nicht in die Richtung des Pferdestalls sondern in die abgewandte Seite ihre Raketen schießen, das allein hilft den Pferden schon sehr, wenn sie nicht unmittelbar unter den Leuchtraketen stehen müssen. Und ideal wäre es, nicht alle Raketen auf einmal zu feuern sondern nacheinander (idealerweise mit kleinen Pausen dazwischen).

2. Training auf „Geknalle“ Deines Pferdes. Sinnvoll ist es auch, Silvestergeknalle zB auf Tonband aufzunehmen und erst einmal in reduzierter Lautstärke im Stall oder auf der Koppel abzuspielen. Wichtig ist dabei, dass man selber ruhig ist bzw. idealerweise auch weniger schreckhafte Pferde dabei hat und die Geräuschkulisse langsam auf Originallautstärke steigert.

Hier ist ein guter Link für Feuerwerksknallerei zum Desensibilisieren von Pferden (das kannst Du einfach zB vom Handy abspielen):

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So kann man dem Pferd behutsam die Angst zumindest schon mal vor dem Ton des Feuerwerks nehmen… Dann bleibt nur noch der visuelle „Feuer-Reiz“.

3. Arbeite Dein Pferd ein paar Tage vor und an Silvester ausgiebig (möglichst noch bevor Knallereien losgehen, also ggf. vormittags). Ein Pferd, das sein Tagesbewegungspensum schon erfüllt hat, wird generell der Knallerei gelassener entgegen sehen, als ein Pferd, das bereits etwas „Stallübermut“ in der kalten Jahreszeit angestaut hat. Wichtig ist natürlich auch das Pferd entspannt zu bewegen (keine „stressigen Lektionen“ bitte an dem Tag üben), sodass es möglichst ruhig und gelassen am Silvesterabend ist.

4. Verabreiche Deinem Pferd (und Dir?) gerne Bachblüten. Pferde sind ja sehr „feinstoffliche“, sensible Tiere, und reagieren deshalb sehr gut auf Bachblüten & Co. Gut ist es, die „Angstfrei-Bachblütenmischung“ bereits ein paar Tage vorher Deinem Pferd zu geben. Am Silvestertag dann gern mehrfach täglich verabreichen und dann unbedingt auf 23 Uhr und dann idealerweise viertelstündlich bis die Knallerei ihr Ende hat. So können die Blüten am besten ihre Wirkung entfalten. Vielleicht kannst Du ja auch mit Stallkollegen oder den Stallbesitzern sprechen, ob sie – falls Du nicht bei Deinem Pferd bist – die Blütengabe netterweise übernehmen können. Falls Du selbst bei Deinem Pferd bist, ist es ideal auch SELBST die Bachblüten zu nehmen. Dein Pferd merkt nämlich sofort, wenn Du nervös bist und wird sich noch mehr beunruhigen dann. Wenn Du die spezielle Angstfrei-Mischung nicht mehr so schnell bestellen kannst, sind die Notfalltropfen auch eine gute Alternative.

Wichtig: Für ein Großpferd je nach Größe 8 bis 10 Tropfen der Bachblütentropfen, Kleinpferden reichen meist 7 Tropfen, und für Menschen 5 Tropfen. Beim Pferd: bitte NICHT auf Brot oder Zucker, weil das zerstört die positive Wirkung. Beim Menschen: Nicht in Kombination mit Kaffee, Zucker, Cola oä. Gut ist ein Stück Bioapfel oder ein Stück (Bio-)Karotte oder mittels Kinderpipette aus Plastik direkt ins Maul. Wie gesagt, gern in der Silvesternacht auch viertelstündlich verabreichen, wenn das möglich ist oder sonst zumindest 2 bis 5 x am Tag geben… Hier gibt es noch weitere Tipps zur Verabreichung der Bachblüten beim Pferd: https://www.sandrafencl.com/tag/wie-gibt-man-globuli-und-bachblueten-beim-pferd/

5. Beruhigende, entspannende und stärkende Ätherische Öle können Deinem Pferd (und Dir) auch sehr helfen, den Lärm und den Stress besser zu verarbeiten. Ich verwende immer die tolle „Stress-Away“-Ölmischung bei meinen Pferden und mir. Einfach 4 Tropfen in die Hände, etwas verreiben, selber 3 x tief einatmen und die Pferde daran riechen lassen. Oft „inhalieren“ sie selber intensiv die wertvollen ätherischen Öle. Danach gerne noch mal 5 Tropfen ins Fell auf die Brust des Pferdes einreiben. Am besten auch schon 3 Tage vor Silvester damit beginnen und am Silvesterabend am besten mindestens 3 x wiederholen oder je nach Pferd auch bis zu alle 20 Minuten rund um Mitternacht herum. Die Mischung „Believe“ kann uns ergänzend auch im Selbstvertrauen und „Glaube an uns selbst“ stärken und stärkt uns somit von innen bei schwierigen Situationen. Man kann die beiden Öle auch mit 10 Minuten zeitlichem Abstand abwechselnd anwenden. Du findest die tollen ätherischen Öle in meinem Onlineshop in der Rubrik „Gesundheit“.

Falls Du mehr über das Thema „ätherische Öle beim Pferd“ erfahren willst, schau Dir gerne auch die kostenlose Webinaraufzeichnung an:
https://youtu.be/mhc9KPGuHJ0
Anwendungshinweis: Bitte nicht in Augen oder Schleimhäute bringen. Bei Unsicherheiten bitte immer den (Tier-)Arzt oder Apotheker Deines Vertrauens fragen.

6. Entspannendes Ergänzungsfutter: Zur Stärkung des Selbstbewußtseins Zusätzliche beruhigende pflanzliche Stoffe Deinem Pferd füttern: Biohanf in Apothekenqualität (den gibt es ebenfalls in meinem Onlineshop), Baldrian, Hopfen, Melisse sind allesamt natürliche „Tranquilizer“, also Pflanzen mit beruhigender Wirkung bzw. gut sind auch B-Vitamine und Magnesium (auch in meinem Onlineshop) für die Nerven und eine entspannte Muskulatur. Gern auch bereits ein paar Tage vorher verabreichen.

7. Beruhigende Musik: Pferde mögen gern klassische Musik und reagieren darauf sehr positiv. In der Silvesternacht hat es sich bewährt (eher etwas lauter) klassische Musik (früh genug) abzuspielen, damit die Pferde 1. weniger laut das Geknalle hören und 2. über die klassische Musik sich entspannen können.

8. Ruhige Pferde dazu stellen bzw. selbst anwesend sein. Ein wichtiger Punkt ist auch, idealerweise ruhige Pferde nehmen etwas jüngere oder besonders sensible Tieren zu platzieren, damit sich die Ruhe auf die unerfahrenen Pferde überträgt. Pferde sind Herdentiere und wenn sie merken, dass zB die Leitstute ruhig ist, werden sie sich selbst auch wieder schnell beruhigen. Gleiches gilt für einen ruhigen, entspannten Besitzer, auch der kann bei einem gutem Respekt- und Vertrauensverhältnis das Pferd beruhigen – umgekehrt aber genauso noch nervöser machen… Wie oben beschrieben eignen sich Bachblüten auch für den Besitzer 🙂

9. Fenster abhängen/verdunkeln und Stall-Licht einschalten. Pferde in Boxenhaltung finden es meist beruhigender, wenn das Stalllicht eingeschalten ist und die Fenster zB mit Karton verdunkelt werden. So sehen die Pferde die „Explosionen“ nicht und sind meist ruhiger.

10. Pferde mit Raufutter oder ggf. sogar Leckerbissen versorgen. Ideal ist es, die Pferde leicht hungrig so gegen 23:40 Uhr (bevor die Riesenknallerei losgeht) frisches Heu anzubieten. Kauen entspannt und regt den Parasympathikus = Entspannungs- und Verdauungsmodus an. Wichtig ist, nicht zu spät zu füttern, damit die Pferde erst einmal in Ruhe das Fressen anfangen. Sie sollten aber schon noch etwas hungrig sein, wenn die Knallerei richtig losgeht. Aber nicht völlig ausgehungert, das stresst nämlich Pferd und Pferdemagen! Ideal ist es, wenn die Pferde dann um Mitternacht zB etwas ganz besonders Leckeres, wie ein Mash (ggf. mit Bachblüten) oder ein paar geraspelte gelbe Rüben oä. bekommen, sodass sie beim schlimmsten Geknalle abgelenkt sind. Die Rüben sollten deshalb geraspelt sein, weil sich Pferde, wenn sie nervös sind, gern mal verschlucken und das im schlimmsten Fall zur Schlundverstopfung führen könnte, und das braucht an Silvester mit Sicherheit keiner …

Bei sehr heftigen Pferden konsultiere bitte vor Silvester bzw. dem Feuerwerk auch unbedingt Deinen Tierarzt. Meine Tipps sind kein Ersatz für tierärztliche Anweisungen. Natürlich können viele Silvester-Tipps nicht nur aufs Pferd, sondern auch zB auf Kleintiere wie Hunde und Katzen umgelegt werden – auch diese leiden sehr unter der Silvesterknallerei…

 

Ich hoffe, dass Du und Dein Pferd mit meinen Tipps die Silvesternacht etwas entspannter verbringen werdet. In jedem Fall wünschen ich Euch schon jetzt alles Liebe und einen guten, entspannten Rutsch in ein gesundes, fröhliches 2023!

Alles Liebe, 💖
Deine Sandra und alle ihre Vierbeiner

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Wahnsinn, auf meinen Artikel „Pferde in der Hitze“ kamen sooo viele Reaktionen (hier der Link: https://www.sandrafencl.com/allgemein/pferde-in-der-hitze-wichtige-tipps/) allerdings kam auch immer die selbe Frage: Was tut denn das „Steppentier Pferd“ in der Wüste und wie überlebt dieses ohne „Hilfemaßnahmen“?

Gute Frage, aber die Antwort ist einfach, was Wildpferde von unseren Hauspferden in der Hitze unterscheidet:

  1. Das Wildtier Pferd bewegt sich in der Wüste in erster Linie im LANGSAMEN Schritt. Während seiner Futtersuche geht es langsam und entspannt mit gesenktem Kopf, biomechanisch korrekt und auf gerader Linie.  Wenn ihm ein Raubtier zu nahe kommt oder ein Rascheln im Gebüsch es erschreckt, dann macht es einen kurzen Sprint, bis es sich außer Gefahr befindet. Danach geht es wieder im entspannten Schritt seiner Wege.
    1 (841)Außerdem macht es – sobald es Bedarf hat – Pausen,  zum Schlafen/Dösen/Energie tanken oder nimmt (wenn möglich) ein Schlamm- oder zumindest Sandbad zum Schutz vor Sonne und Insekten oder rastet an einer Wasserstelle.
  2. MIT REITER sieht die Sache schon völlig anders aus: Da wird ein Pferd regelmäßig UNNATÜRLICH auf kleinen Kreisbahnen an der Longe oder auch unter dem Sattel bewegt. Es muss ein ihm völlig unnatürliches Gewicht, nämlich den Reiter, tragen (und wir erinnern uns, Pferde sind aufgrund ihrer „Brückenkonstruktion“ NICHT für das Tragen von Gewicht im Rücken gemacht!).Noch dazu sitzt der Reiter vielleicht schief oder unausbalanciert, bzw. GEGEN die (Rücken-)Bewegung des Pferdes, was das Pferd deutlich mehr anstrengt oder vielleicht sogar ziemlichen Stress verursacht… und im schlimmsten Fall atmet der Reiter nicht regelmäßig, was sich zusätzlich negativ auf Puls & Atmung des Pferdes auswirkt… Auch paßt vielleicht die Ausrüstung (Trense, Sattel!!!) nicht ideal und verursacht Stress oder sogar Schmerzen…Darüberhinaus muss das Pferd deutlich mehr am Stück traben und galoppieren, als es dies in freier Natur täte, und schwitzt so deutlich mehr…Denn Pferde sind eigentlich von Natur aus „Energiesparer“. Nur so konnten sie tw. extreme Witterungsverhältnisse, aber auch Klimaveränderungen überleben… Beim Reiten können sie nicht Energie sparen. Denn da wird ihnen „von oben“ vorgegeben, was sie zu tun haben und müssen sich tw. auch bei der Hitze verausgaben…
  3. Abgesehen davon sind unsere domestizierten Pferde natürlich weniger die Hitze „gewöhnt“ als ein „echtes“ Wüstenpferd. Darüber hinaus gibt es bei uns tw. importierte Pferde(rassen), für die echte Hitze total etwas „Fremdes“ ist… Denken wir mal an das Islandpferd. Wie viele waren jemals auf Island und haben Sommertemperaturen um die 30 Grad erlebt? Ich glaube, niemand… Ich zumindest nicht 🙂

DSC_7366Ich wollte Euch hiermit nur noch mal ein paar Gedanken mit auf den Weg geben, wenn Du das nächste Mal bei Hitze zu Deinem Pferd kommst und es beim Reiten irgendwie nicht richtig motiviert ist…

In diesem Sinne alles Liebe und hoffentlich baldige Abkühlung,

Deine Sandra

PS: Jeder, der mal bei 30 Grad eine Wanderung mit schlecht sitzendem, schiefen Rucksack unternommen hat, kann manches Pferd sicherlich besser verstehen 🙂

PPS: Gern auch teilen 🙂

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