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Einfache Pferdemassage für mehr Pferdegesundheit

Heute möchten wir euch eine echte Wunderwaffe zur Gesunderhaltung eurer Pferde vorstellen: die „Streichung“ der Pferdemassage! Durch diese einfache aber äußerst effektvolle Methode erzielt ihr gleich eine ganze Reihe an positiven Auswirkungen! – VOR dem Reiten regt sie die Durchblutung, den Lymphabfluss sowie den Energiefluss an. Der traditionellen asiatischen Medizinlehre nach beugt ihr dadurch sogar Krankheiten vor, da ein Körper im energetischen Gleichgewicht gar nicht erst erkranken kann. – NACH dem Reiten dient die Massage dann zur mentalen Entspannung und um Muskelkater vorzubeugen. Außerdem eignet sie sich hervorragend auch zur Befundaufnahme, das heißt um eventuelle Wärmeunterschiede oder Schwellungen am Pferdekörper rechtzeitig zu bemerken und behandeln zu können. PS. Wenn euch das Video gefallen hat und ihr gerne noch solcher Videos zur Pferdemassage sehen wollt, lasst uns ein Like da oder schreibt einen Kommentar 🙂

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Immer wieder wird mir eine Frage von Kunden und Kursteilnehmern gestellt: „Wenn ich auf die Weide komme, dann kommt mein Pferd nicht freiwillig zu mir her. Warum nicht?

Die Frage ist einfach zu beantworten, aber doch etwas beschwerlich zu „verdauen“. Es sieht scheinbar keinen „Mehrwert“ für sich mit Dir gemeinsam Zeit zu verbringen. Es ist lieber für sich auf der Weide, beim Grasen und Spielen mit den Pferdekumpels. Das ist sehr schade, denn das muss nicht so sein!

 

Das Geheimnis für eine bessere Pferd-Mensch-Beziehung

Im Endeffekt ist es wie bei uns:
Wenn wir mit jemandem Spaß haben, oder derjenige uns interessante Geschichten oder Wissen vermittelt, oder wir einfach seine Gesellschaft schätzen und seine Nähe uns einfach gut tut, dann kommen wir doch gern zu demjenigen und verbringen Zeit mit ihm. Bei Pferden ist das genauso. Wenn Pferde unsere Gegenwart aber als „anstrengende und sinnlose Arbeit“ empfinden, oder sich sogar (und das ist leider SEHR oft so) nicht verstanden oder gestresst fühlen im Beisein ihres Zweibeiners, dann wollen sie lieber fernab von uns in Ruhe auf ihrer Wiese bleiben.

Damit wir aber Pferde „für uns“ gewinnen, ist es sehr wichtig, sein Pferd zu verstehen und bei jedem Training dem Gedanken zu folgen: „Wie kann ich dir helfen -und das auf körperlicher, seelischer und emotionaler Ebene„?

Nur wenn sich ein Pferd mit uns wirklich wohl und sicher fühlt, wird es beispielsweise in fremder Umgebung uns vollkommen vertrauen und sich - wie hier zB - sogar flach neben uns hinlegen...

Nur wenn sich ein Pferd mit uns wirklich wohl und sicher fühlt, wird es uns vollkommen vertrauen und sich – wie hier beispielsweise in sogar völlig fremder Umgebung – freiwillig neben uns hinlegen…

 

Keine Angst vor „Fehlern“

Eines gleich vorweg: Pferde nehmen es uns nicht „übel“, wenn wir mit „bestem Wissen, Gefühl und Liebe“ Fehler begehen. Ich meine damit, dass wir uns vorab bemüht haben, alles richtig zu machen, aber einfach noch „botschert“ (österreichisch für „ungeschickt“) sind oder einfach Dinge noch nicht wissen. Pferde sind sehr großzügige und gleichzeitig sensible Wesen. Oft sehe ich, wie sie liebevoll mit ungeschickten Kindern und großmütig mit total unausbalancierten Anfängern umgehen. Wenn jedoch jemand anfängt, Pferde „mechanisch“ zu reiten, sie unfair behandelt werden oder sie zu Dingen gezwungen werden, zu denen sie entweder körperlich oder geistig nicht fähig sind, dann geht die Motivation ganz schnell in den Keller. Auch widersprüchliche Hilfengebung, wie „vorne festhalten und hinten Schenkel quetschen“ ist etwas, was Pferden langfristig die Zusammenarbeit mit uns schnell verdrießen kann.

Wenn ich mit Pferden trainiere (oder sie mich), dann habe ich immer den Gedanken „wie kann ich dir helfen?“ im Kopf. Dazu gehört die Optimierung des körperlichen Zustands genauso, wie das mentale Wohlbefinden. Wenn ein Pferd beispielsweise sehr schief ist, helfe ich ihm, eine bessere Balance zu finden. Das macht das Flucht- und Beutetier deutlich sicherer, selbstbewusster und es fühlt sich wohler. Pferde sind sehr dankbar, wenn wir ihnen helfen, in ihrem Körper besser zu werden. Und so gehört eine kleine Massage- oder Stretching- oder Mobilisationseinheit zu fast jeder Bodenarbeitseinheit bei meinen Pferden und auch in meinen Seminaren zum (Pflicht-)Programm. Schau mal, wie die Isländer bei meinem Bodenarbeitskurs in Varmalid im Norden von Island diesen Teil des „Trainings“ genießen 🙂 (Nicht lachen, aber ich habe mein Englisch dem dortigen Akzent angepasst, hihi…):

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Wenn man regelmäßig solche sinnvollen Lockerungs- und Massagegriffe anwendet, sehen Pferde den Menschen ganz schnell als „Gesundheitstrainer“ und jemanden, der ihnen einfach gut tut und zu mehr Wohlbefinden verhilft. Abgesehen davon können Pferde in solchen „Kuschelmomenten“ auch wunderbar entspannen und dies wiederum erhöht die Lernfähigkeit des Pferdes!

Denn Training ist für mich vor allem, sein Pferd zu verstehen und zu analysieren, in welchem Bereich ich ihm noch helfen soll und darf und dann an der entsprechenden „Schraube“ zu mehr Balance, Wohlbefinden und körperlicher Fitness zu drehen…

Ich hoffe, ich konnte Dich mit diesen Zeilen etwas zum Nachdenken anregen 🙂
Vielleicht magst Du ja auch in einem meiner sehr ganzheitlichen Bodengesundheitskursen vorbei schauen, alle Termine unter:

https://www.sandrafencl.com/events/

Pferdetherapie und Gesundheit Sandra FenclFalls kein Kurs in Deiner Nähe stattfindet, kann ich auch sehr mein sehr ganzheitliches und umfassendes Online-Schiefenseminar empfehlen:

https://www.sandrafencl.com/SchiefenkorrekturPferd/

Bis bald!

Eure Sandra

PS: Am besten auch gleich  meinen Youtube-Kanal kostenlos abonnieren und so keine wertvollen Tipps mehr verpassen 🙂

https://www.youtube.com/sandrafencl1001

 

 

So bringst Du Dein Pferd gut über heiße Sommertage

„Pferde überhitzen drei bis zehnmal schneller als Menschen“, so die Aussage von dem kanadischen Tierarzt und Sportmediziner Michael Lindinger. Konkret erläutert er gegenüber dem Pferdemagazin  horsetalk.nz, dass bereits 17 Minuten Training bei heißem Wetter ein Pferd in lebensbedrohliche Zustände wie Kolik, Hitzschlag (mit Anschwellen des Gehirns), Nierenversagen und Kreislaufkollaps bringen können. Besonders gefährlich hierbei ist schwül-warmes Wetter. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann der Schweiß des Pferdes auf der Haut nur mäßig verdunsten und so nur eingeschränkt seine kühlende Wirkung entfalten.

Aber was tut man jetzt mit seinem Pferd in dieser Hitze, um es ja nicht zu überfordern und gesund zu erhalten?

1. Schattenplätze und frisches Wasser rund um die Uhr anbieten

esel_besserBesonders dunkle Pferde und Pferde mit wenig Schopf können noch schneller überhitzen und sogar einen Hitzschlag erleiden. Wichtig ist daher, den Pferden ständig Schattenplätze und natürlich frisches Wasser anzubieten, denn der Wasserbedarf ist an heißen Tagen aufgrund des Schweißverlustes deutlich höher.

Achte darauf, dass das Wasser wirklich regelmäßig kontrolliert wird und auch sauber ist und nicht zu warm wird. Denn Pferde haben eine sehr feine Nase und trinken nur frisches, qualitativ hochwertiges Wasser gern und in ausreichender Menge.  Bitte verabreiche es in KEINEM FALL aus billigen „Beton-/Baubottichen“. Diese schwarzen Behälter sind zwar günstig, sie sind aber NICHT LEBENSMITTELECHT. Das heißt, gerade wenn der Kunststoff warm wird, kann er giftige Stoffe (Weichmacher) ins Wasser abgeben 🙁 Auch eine helle Fliegemaske kann den Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung (etwas) schützen.

2. Pferde sinnvoll abkühlen und erfrischen mittels richtigen Abspritzens des Pferdes

Eine Erfrischung und somit auch ein Senken der Körpertemperatur kann man durch richtiges Abspritzen Deines Pferdes erreichen, aber auch hier ist Achtung geboten!

Die wichtigsten Tipps zum richtigen Abspritzen von Pferden sind:
  • Immer herzfern beginnen und langsam in Richtung Herzen vorarbeiten – idealerweise also am rechten Hinterbein.
  • Für Rumpf/Rücken/Kruppe immer nur lauwarmes Wasser verwenden.
  • Auf jeden Fall gut aufpassen, dass keinesfalls Wasser in die Ohren des Pferdes gelangt -> das schädigt das Gleichgewichtsinstrument Innenohr!
  • Nach dem Duschen Dein Pferd mit einem Schweißmesser abziehen.
  • Das Pferd nicht in der prallen Sonne, sondern im (Halb-)Schatten trocknen lassen und Zugluft vermeiden.

Das Entfernen des Schweißes ist in jedem Fall sinnvoll, denn nur ein nicht verklebtes Fell ist überhaupt zur Thermoregulation (Haare aufstellen und ablegen) fähig.  Außerdem zieht Schweiß natürlich unliebsame Plagegeister an.

 

3. Pferdegerechtes Futter bei Hitze

DSC06227Generell sollte man so gut es geht „eher belastendem Futter“ wie Kraftfutter an heißen Tagen reduzieren. Hochwertiges Heu oder frisches Gras in den frühen Morgenstunden sind ideal. Ideal ist Heu zur freien Verfügung (oder bei „Fressmaschinen“ in kleinen, häufigen Gaben). So können die Pferde ihr Raufutter in kleinen Portionen fressen und belasten ihren Kreislauf nicht unnötig. Rohfaser ist außerdem ein sehr wichtiger Wasserspeicher!

Kühlende, gesunde Nahrungsmittel wären zB Grüner Tee oder Pfefferminze (auch warm verabreicht!), frische Wassermelone, Erdbeeren und Zitronen(-saft) Wichtiger Hinweis: Obst nur an Pferde mit gesunder Darmflora verabreichen wegen des Zuckergehaltes. Aber gesunden Pferden kann man die Hitze nicht mit erfrischenden Frucht-Tee-Bowle etwas erträglicher gestalten und sie erfrischen und zur Flüssigkeitzufuhr anregen.

Bitte auf KEINEN FALL den Pferden EIS anbieten (auf Facebook kursiert gerade so eine komische Empfehlung für Pferde-Eis). Genauso wie für den Menschen sind eiskalte Getränke oder Speisen auch im Sommer NICHT gesund.

Bei sehr hohem Schweißverlust kann die Zufütterung von Elektrolyten bei Pferden sinnvoll sein.

4. Richtiges Pferdetraining an heißen Sommertagen

Sandra Fencl PferdetrainingIdealerweise bewegst Du Dein Pferd in den frühen Morgenstunden – da ist es gut erholt von einer hoffentlich einigermaßen kühlen Nacht oder wenn Dir das nicht möglich ist, ist auch ein Training am späteren Abend eine Option. Dann ist es kühler und es sind (hoffentlich) nicht so viele Insekten unterwegs (wobei Sonnenaufgang und Dämmerungszeit Insekten-Hauptzeit ist!!).

An sehr heißen Tagen solltest Du – wenn überhaupt! – Dein Pferd generell nur sehr schonend – hauptsächlich im Schritt – und besser vom Boden aus bewegen. Ein toller Spaziergang (durch einen schattigen Wald), gymnastische Bodenarbeit oder Zirzensik sind ideale Beschäftigungen für heiße Tage.  Auch ein kurzer Ritt zu einem Weiher kann dem Pferd eine tolle Erfrischung und Abwechslung bescheren.

Bitte achte sehr genau auf das Schwitzverhalten Deines Pferdes und etwaige „Lustlostigkeit“. Verlange in jedem Fall lieber zu wenig als zu viel oder beschäftige Dich alternativ zB mit Pferdemassage (siehe Videotipp unten). Denn wie oben beschrieben ist Deine subjektive Wahrnehmung NICHT mit dem Thermoempfinden Deines Vierbeiners vergleichbar… Im Zweifel lieber mal einen Ruhe-/Kuscheltag einlegen!

5. Ergänzende Maßnahmen für die Pferdegesundheit an heißen Tagen

Gerade auch alte Pferde leiden häufig sehr unter der Hitze und bekommen Kreislaufprobleme. Ein tolles (unspezifisches) pflanzliches (oder homöopathisches) Kreislaufmittel ist Weißdorn, den man als Kreislauftropfen in der Apotheke erhält (im Zweifel bitte den behandelnden Tierarzt/Homöopathen fragen).

In diesem einfachen Video über Pferdemassage zeige ich Dir außerdem, wie Du mittels einfacher Massagetechnik den Kreislauf und Energiefluss Deines Pferd bei Hitze unterstützen kannst:

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und hier noch weitere Tipps für einen stabilen Kreislauf beim Pferd:

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Ich wünsche Dir eine gute Zeit – trotz der Hitze – mit Deinem Vierbeiner!

Deine etwas Sonnen geplagte Sandra

Signatur_Facebook_sandra_fencl.com

 

 

 

PS: Teilen explizit erwünscht!!!!

PPS: Du möchtest noch mehr Tipps zum Thema Pferdetraining bei heißen Temperaturen im Sommer? Hier geht es zum 2. Artikel zum Thema Pferde in der Sommerhitze:
https://www.sandrafencl.com/allgemein/pferde-der-hitze-teil-2/  

PPPS: Kennst Du schon meinen neuen Pferdepodcast? Auch hier erfährst Du viele hilfreiche Tipps rund um die Themen Pferdegesundheit, gesundheitsförderndes Pferdetraining und inspirierende Pferdegeschichten! Hör doch gleich mal kostenlos rein: www.sandrafencl.com/podcast