Immer wieder treffe ich Kunden, die nach einer Trainingseinheit sagen, dass es ihnen leid tut, weil sie so einiges falsch gemacht haben mit ihrem Pferd. Manchmal werden Pferde eng ausgebunden, manchmal wird auch ganz schön in den Zügel „gerupft“, was sicherlich NICHTS mit feinen Zügelhilfen zu tun hat…

Denn das Wort ZügelHILFE drückt es eigentlich schön aus: Es soll eine Hilfe sein, das Pferd zu lösen, es im Maul zu bewegen und damit das Kiefergelenk, das Genick, den Hals, und in weiterer Folge den Rücken bis hinunter zu den Hanken (große Gelenke der Hinterhand: Hüftgelenk, Knie und Sprunggelenk) positiv zu beeinflussen…Jedoch ist es manchmal so, dass manchen Leuten die äußere Optik (Rübe runter!) wichtiger ist, als ECHTE Losgelassenheit.

Wenn man jedoch ein Gefühl für Pferde hat, und auch wirklich etwas Gefühl in seinem Allerwertesten, dann weiss frau, richtig ist nur, was sich RICHTIG GUT anfühlt, und wenn man ein Pferd runterknebelt, dann fühlt man das im Rücken des Tieres, denn es nimmt einen nicht elastisch und fein in der Bewegung mit und man kommt auch nicht zum Sitzen.

Auch bei der Therapie hatte ich schon liebe Kunden, die mit Tränen in den Augen (oder manchmal sogar auf den Backen) vor mir standen, als ich ihnen so einige Baustellen ihres vierbeinigen Lieblings erläutert habe. Es ist mir GANZ wichtig, hier zu betonen, dass ich für jeden Kunden dankbar bin (auch wenn ich manchmal im sehr großen Terminstreß bin), und ich jeden Kunden mit Freude entgegentrete und jedem versuche, so zu helfen, dass er oder sie es verarbeiten kann.

Aber ich treffe ganz oft auf Kunden, die eigentlich ein unheimlich gutes Bauchgefühl haben, und denen ich genau das bestätige, was sie eigentlich schon lange „gefühlt“ hatten, sich aber nicht umzusetzen getraut haben, weil irgendwelche klugen „Fachleute“, Stallbesitzer oder auch die viel erfahrenere Reitfreundin oä es besser gewußt haben…

Liebe Pferdebesitzer, es ist EUER Tier, und in vielen Fällen habt ihr eine wunderbare, innige Verbindung zu Eurem Vierbeiner. Deshalb hört auf Euer Herz und Euer Bauchgefühl und tut, was immer IHR für richtig haltet…

Als kleiner Richtwert: Nur, was sich gut anfühlt, kann auch richtig sein (so zumindest meine Erfahrung, ich arbeite nämlich tatsächlich viel aus dem „Bauch“, egal, was ich tue. Und ich glaube, das ist sehr wichtig in dem Bereich, den ich mache… – natürlich ist Wissen essentiell, aber Wissen ist erschöpflich, Liebe und Intuition sind es nicht)…

So weit zum „Wort am Sonntag“ – einen heut sehr esotherischen Sonntagabend wünscht Euch,

Eure Sandra (ja, wenn man alt wird, darf man auch mal esotherisch sein!)