Omnipathie – ganzheitliche Gesundheit für Mensch und Tier

Meine dreijährige Ausbildung für ganzheitliche Omnipathie bei Mensch, Pferd und Hund habe ich im Zentrum Eichthal im Jahr 2004, in Österreich erfolgreich abgelegt. Ursprünglich wurde die Omnipathie aus der cranio-sacralen Osteoapthie entwickelt, stellt aber mittlerweile ein ganzheitliches und eigenständiges Behandlungskonzept dar (nähere Informationen unter www.omnipathie.at). Bei dieser Behandlungstechnik wird der Energiefluss und Mobilität von Mensch und Tier wieder ins Gleichgewicht gebracht. Nachdem ich keine Lust hatte, jährliche Lizenzgebühren für das Verwenden des Begriffes „Omnipathie“ zu bezahlen, beschränkt sich meine Tätigkeit ab jetzt auf cranio-sacral Balancing, jedoch wollte ich hier auf meinen omnipathischen Ausbildungshintergrund hinweisen 🙂

Cranio-sacral Balancing beim Pferd – ein Praxisbeispiel

Damit Sie sich etwas leichter vorstellen können, wie cranio-sacral Balancing bzw. ganzheitliche Energetik beim Pferd wirkt, hier ein Beispiel aus der Praxis:

Wenn beispielsweise ein Pferd in der linken Schultermuskulatur an Verspannungen leidet – beispielsweise durch einen Schlag (stumpfes Trauma), dann wäre der Ausgleich eine Schonhaltung oder Lahmheit, um die „gestörte Struktur“ zu entlasten. Das Pferd würde versuchen, mehr Gewicht auf die rechte Schulter zu verschieben. Die Funktion der „gestörten“ Schulter – nämlich Fortbewegung – wäre aber nach wie vor möglich. Findet dieses Kompensationsverhalten über einen längeren Zeitraum statt, wird irgendwann Krankheit mit deutlichen Symptomen ausbrechen.

Das Pferd würde durch die Ausgleichsbewegung und Fehl- und Überbelastung des rechten Vorderbeines beispielsweise eine Krongelenksentzündung im rechten Vorderbein erleiden. Die Symptome wären dann Lahmheit auf dem ursprünglich „gesunden“ Bein, sowie Entzündungsanzeichen wie Hitze, Schwellung, Schmerzen und Druckempfindlichkeit. Eine symptomatische Behandlung, wie beispielsweise die Verabreichung von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern würde ggf. keinen dauerhaften Erfolg erzielen. Die Probleme würden möglicherweise wiederkehren, da nicht die Ursache sondern lediglich die Symptome bekämpft wurden.

Die ganzheitliche Energetik, die auf einen ausgewogenen Energiefluss im gesamten Körper abzielt, geht den Ursachen auf den Grund und behandelt den Körper als Ganzes. Im vorliegenden Beispiel würde die Muskulatur des gesamten Pferdes gelockert werden (da sich Muskelverspannungen über die Faszien und Muskelketten ausbreiten), vor allem aber auch die Wirbelsäule als wichtige Gelenke und Zentrum der Statik des Pferdes in seiner Beweglichkeit wiederhergestellt werden. So findet das Pferd wieder in seinen natürlichen Energiefluss zurückfindet, erhält seine volle Beweglichkeit und eine gleichmäßige Belastung der Gelenke.

Stark verspannte Muskeln verursachen eigentlich immer Blockaden in den umliegenden Gelenken – was wiederum zu Blockaden an anderen Stellen – in unserem Beispiel – dem gegenüberliegenden Hinterbein oder auch dem anderen Vorderbein führen kann. Blockaden beim Pferd wiederum verursachen Muskelverspannungen. Deshalb hilft Massage oder Physiotherapie allein in vielen Fällen nicht langfristig. Denn erst wenn  – in diesem Beispiel – das Pferd keine Schmerzen in der linken Schultermuskulatur mehr hat, und die Statik neu ausgerichtet wurde und damit die Beine gleichmäßig belastet werden, ist eine dauerhafte Gesunderhaltung des Krongelenks wahrscheinlich.

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