Sandra Fencl

Ganzheitliches Pferdewissen aus Leidenschaft!

Kategorie: Trainingsblog (Seite 1 von 6)

Was wir Reiter von der deutschen Nationalelf lernen können

Gedanken zum Sonntag: Warum wir ein echter „Coach“ für unser Pferd sein sollten!

Wow, was war das gestern für ein Fussballkrimi-Abend??? Mir sitzt noch immer das Adrenalin im Körper. Ich konnte gestern vor lauter Aufregung ewig nicht schlafen. So hatte ich Zeit, über das Spiel nach zu denken. Und da wurde mir bewusst, wie sehr ich Respekt habe vor der Performance der deutschen Nationalelf. Nicht unbedingt, wie sie technisch gut oder schlecht gespielt haben (das kann ich glaub ich als Nicht-Fussballspielerin gar nicht so richtig beurteilen), sondern vor ihrem Kampfgeist.

In ein Spiel zu gehen, bei dem es so ziemlich um „alles oder nichts“ geht… Dann gleich mal ein Tor zu kassieren und dann aber in der zweiten Hälfte wirklich alles zu geben, um irgendwie das Spiel zu retten, ohne kopflos zu werden – und das wirklich bis zur letzten Minute (oder fast Sekunde!). Das finde ich wirklich bemerkenswert!

Du fragst Dich jetzt bestimmt: „Was hat das jetzt eigentlich mit reiten zu tun?“ Dass wir beim Reiten „Kampfgeist“ beweisen sollen? Beim Turnier und in Prüfungen MIT unserem Pferd, ja. ABER was ich viel wichtiger finde, und das ist es, was ich hier bewundere: Ist der Glaube an sich selbst, und das im tagtäglichen Training!

Vergiss nie: die Motivation Deines Pferdes liegt in Deinen Händen!

Die Motivation Deines Pferdes liegt in Deinen Händen!

Vergiss nie: Die Motivation des Pferdes beginnt ganz oft im Kopf des Reiters!

Bis zum Schluss hat die Fussballnationalmannschaft an sich geglaubt (auch wenn sicherlich viele andere nicht mehr an sie geglaubt haben). An sich selbst und beim Reiten, an sein Pferd zu glauben, ist ebenfalls wahnsinnig wichtig. Denn wer soll an unser Pferd glauben, wenn nicht wir selbst? Wie soll ein Pferd besser werden, wenn es nicht optimal gefördert und motiviert wird?

Und die Motivation des Pferdes beginnt ganz klar im Kopf – und zwar vor allem im Kopf des Reiters! Pferde spüren die Energie, die ein Reiter ausstrahlt. Pferde spüren auch, ob ein Reiter an sein Hotti glaubt, oder nicht. Pferde spüren, dass ein Reiter vorm Sprung unsicher wird – und verweigern, oder laufen dran vorbei…. dem Reiter zu Liebe… Und kassieren dafür dann oft Strafe!

Was will ich Dir damit sagen? Betrachte Dich als Coach Deines Pferdes. Was glaubst Du, was Jogi Löw in der Halbzeitpause zu seinen Spielern gesagt hat? „Ihr seid alle Looser, wir verlieren sowieso!?“ Wohl kaum! Er hat an sie geglaubt und ihnen weiß gemacht, dass wenn sie an sich glauben, sie das Spiel noch gewinnen können… und sie haben es geschafft! In der allerletzten Minute!

Deshalb: Das nächste Mal, wenn Du zu Deinem Pferd gehst. Trainiere eine Übung, die für Dein Pferd oder Dich (oder beide) anspruchsvoll ist. Überprüfe vorab, ob Du fit, gut gelaunt und konzentrationsfähig bist. Auch ist es wichtig, dass Du eine konkrete Anleitung im Kopf hast, wie die Übung in Perfektion aussehen soll und wie Du sie reitest oder am Boden trainieren sollst. Es ist egal, ob es eine schöne ganze Parade ist, ein fliegender Galoppwechsel, eine Trabtraversale oder ein wirklich sauberes Schulterherein im Schritt mit lockerem Hals und aktiver Hinterhand ist!

Wenn Du ein guter Coach für Dein Pferd oder Pony bist, könnt Ihr gemeinsam Großes erreichen :)

Wenn Du ein guter Coach für Dein Pferd oder Pony bist, könnt Ihr gemeinsam Großes erreichen 🙂

Praxistipp: Das klare, positive innere Bild von jeder Übung hilft Dir UND Deinem Pferd!

Habe ein ganz klares, positives Bild von der Übung. Stelle dieses positive Bild als „Standbild“ in Deinen Kopf ein und trainiere ganz entspannt die Übung. Wiederhole sie, wenn sie nicht gleich klappt und lobe Dein Pferd intensiv für jeden guten Schritt, Tritt oder Sprung (mit der Stimme „Brav!“ zu sagen, reicht…). Korrigiere Dein Pferd bei „Verbesserungspotenzial“ freundlich, aber konsequent. Wenn die Übung sehr schwer für Dein Pferd ist, zerlege sie in „Einzelteile“, also einzelne Schritte, die Du separat übst, um sie dann wieder zu einer gesamten Lektion zusammen zu setzen.

Wiederhole die Übung die nächsten drei Trainingseinheiten. Glaube jedes Mal ganz fest daran, dass Du und Dein Pferd sie in Perfektion ausführen können! Freue Dich darauf, wie toll die Übung aussehen wird, wenn Du und Dein Pferd sie par excellence vollführen. Sei stolz auf Dich und Dein Pferd für jeden Fortschritt! Und sei erstaunt, wie schnell Dein vierbeiniger Freund Fortschritte machen wird 🙂 Denn Dein Pferd wird merken, wie sehr Du daran glaubst, dass ihr es GEMEINSAM ALS TEAM schaffen könnt!

Welche Übung wirst Du trainieren? Ich würde mich sehr über ein kleines Feedback zu diesem Artikel freuen 🙂 Der Artikel darf wie immer sehr gern auch geteilt werden!
Zirzensik Webinar Sandra Fencl

In diesem Sinne wünschen wir Euch eine schöne, restliche WM!
Deine Sandra, Rufino und Fjola 🙂

PS: Wenn Du noch mehr mit Deinem Pferd zu einem Team zusammen wachsen möchtest, dann bist Du bei meinem KOSTENLOSEN LIVE-WEBINAR zum Thema „zirzensische Gymnastik – Pferde sinnvoll motivieren und gymnastizieren“ genau richtig. Hier geht’s zur Gratis-Anmeldung: https://www.edudip.com/w/297964

PPS: Für mein tolles Zirzensik-Einführungsseminar am Sonntag, 01. Juli 2018 in 85386 Günzenhausen bei Eching im Norden von München gibt es noch sehr lehrreiche Zuseherplätze 🙂 Sehr gern sende ich Dir eine unverbindliche Kursausschreibung zu. Schick mir bitte einfach eine Email an info@sandrafencl.com 🙂

Reite für Dein Pferd und nicht für die anderen! Oder: Warum wir nur in der Stille zu uns selbst und zur Balance unseres Pferdes finden

Gedanken zum Sonntag: Warum wir nur in der Stille zu uns selbst und zur Balance unseres Pferdes finden

Immer wieder stelle ich in Gesprächen mit meinen (Online-)Reitschülern fest, dass man oft in seinem Verhalten beeinflusst wird, wenn andere Leute einem beim Reiten zusehen. Egal ob ein fremder Reitlehrer, eine Reitkollegin, die man besonders schätzt oder auch auch gar nicht mag, eine Trainerkollegin oder vielleicht auch der eigene Freund – wenn man sich „unter Beobachtung fühlt“ – dann ist plötzlich alles anders.

Man reitet auf einmal Lektionen, die eigentlich noch gar nicht an der Reihe waren. Man versucht seine tollste Trabverstärkung zu zeigen oder übt halbe Tritte, obwohl das Pferd noch gar nicht dafür bereit ist. Und plötzlich – ja, plötzlich – geht gar nichts mehr! Das Pferd will nicht und wir ärgern uns, weil wir doch genau jetzt wo A oder B zusieht, besonders schön reiten wollten. Und da lässt uns unser Pferd im Stich…

Tut es das wirklich? Die klare Antwort ist: Nein! Es hält uns nur einen Spiegel vor. Es sagt uns ganz klar, dass es nicht unsere Marionette des Ehrgeizes oder Statussymbol oder Objekt zur Profilierung unseres Egos ist, sondern ein feinfühliges Wesen, das Respekt und Konzentration verlangt! Ja, die Konzentration ist es, die die WAHREN Erfolge mit dem Pferd sicher stellt. Und zwar eine Art von Konzentration, die eher an Meditation erinnern lässt als an „angestrengtes Fokussieren“.

Denn nur wenn wir diese innere Stille finden, nur wenn wir den Kopf leer machen und frei von Gedanken sind wie „Was esse ich heut abend?“ oder „Oh, ich muss noch einkaufen gehen, jetzt noch schnell galoppieren und dann heim.“ Oder: „Ah, der XY sieht zu, na, dem zeig ich jetzt mal, was mein Pferd schon alles kann.“ Ja, wenn wir all diese Gedanken beiseite räumen und nur still in unser Pferd reinhören, nur dann können wir mit ihm zu einer Einheit verschmelzen.

Pferde richtig trainieren

Und genau das ist es, was ECHTES Pferdetraining für mich ausmacht: In sein Pferd hineinhören. Ihm zuhören. Und sich jeden Moment fragen: „Wie kann ich meinem Pferd helfen, seine perfekte innere wie äußere Balance zu finden? Wenn ein Pferd sich beispielsweise kurzfristig etwas aufregt, weil ihm eine neue Lektion noch etwas schwer fällt oder das Pferd galoppieren etwas „aufregend“ findet, dann mache ich einfach leichten Kontakt am Hals mit einem Finger. Das sieht man von außen kaum (ist mir auch egal), aber das Pferd merkt sofort, ich habe seinen emotionalen Zustand gemerkt und bin für mein Hotti da und ich bin präsent. Die Pferde reagieren fast immer mit sofortiger Entspannung (abgesehen davon sind am Widerrist auch „Entspannungsreflexpunkte“). Denn „verstanden werden“ ist für Pferde genauso wichtig wie für uns. Das gibt ihnen Sicherheit.

Aber auch auf körperlicher Ebene ist es wichtig, jeden Moment präsent zu sein. Jeden Moment zu schauen, ob ein Bein zu viel Last trägt und damit Takt und Losgelassenheit negativ beeinflusst werden. Jeden Moment dem Pferd eine Hilfe in der Findung seiner eigenen Balance sein. Nur ein Pferd, das in körperlicher Balance ist, wird auch wirklich seelisch ausgeglichen sein können. Und um unserem Pferd in Balance zu verhelfen, müssen wir selbst auch in Balance sein. Und beim Pferd. Nicht „in der Arbeit“. Nicht beim Streit mit dem Freund. Nicht bei Zusehern, die unser Reiten ggf. argwöhnisch verfolgen.

Nur bei unserem Pferd. Und wenn wir das sind, Tag für Tag, Woche für Woche, dann wird sich der Trainingserfolg selbst einstellen. Denn durchs „stille Fühlen“ werden wir unserem Pferd zu besserer Balance verhelfen. Denn nur wer still ist, kann wirklich fühlen. (Deshalb darf ich in Reitstunden auch nicht sooo viel plappern mehr… ).

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen stillen Sonntag!

Mein Lusitano Rufino war der beste Lehrmeister, um mich zur "inneren Stille" zu bringen :)

Mein Lusitano Rufino war der beste Lehrmeister, um mich zur „inneren Stille“ zu bringen 🙂                       Foto: Alisa Konrad

Eure (sonst sehr aufgeweckte) Sandra

PS: Wenn Du an Dir selbst „arbeiten“ möchtest, dann bist Du in meinen nächsten Online-Seminaren GENAU richtig. Ich bin so wahnsinnig stolz auf meine Teilnehmer aus den Verlasspferdekursen, weil sie sooooo glorreiche Fortschritte machen, dass ich manchmal fast zu Tränen gerührt bin 🙂 Wenn Du unverbindlich verständigt werden möchtest, wenn der nächste Online-Verlasspferdekurs oder Online-Zirzensikkurs startet, schreib mir bitte einfach eine Email an info@sandrafencl.com 🙂

Gedanken zum Sonntag: Warum einhändiges Reiten so wichtig ist

Letztens war ich als Presse bei der sehr interessanten Working Equitation Weltmeisterschaft im Rahmen der Pferd International Messe. Es waren vier sehr spannende Tage mit tollen Reitern, wundervollen Ritten und teilweise atemberaubenden Leistungen. Ich stand meist an der Breitseite des Turniervierecks, da wo es in Richtung Dressurplatz geht. Dementsprechend kamen relativ viele Nicht-Fachleute-Zuseher vorbei, also Laufzuseher (oder wie heißt das?). Also einfach Leute, die eher auf der „Durchreise“ vom Dressurplatz zum restlichen Messegelände waren. Sie blieben dann witzigerweise oft hinter mir stehen und so habe ich etliche für mich interessante und teilweise auch amüsante Gespräche und Diskussionen miterlebt bzw. war auch häufig direkt involviert.

Insgesamt 45 Pferd-Reiterpaare aus 15 Nationen und jede Menge Fans waren zur Working Equitation Weltmeisterschaft angereist und ihr Können unter Beweis zu stellen.

Insgesamt 45 Pferd-Reiterpaare aus 15 Nationen und jede Menge Fans waren zur Working Equitation Weltmeisterschaft angereist und ihr Können in der einhändig gerittenen Arbeitsreitweise unter Beweis zu stellen.

Beispielsweise ein älteres, sehr chic gekleidetes Ehepaar stand längere Zeit während der Dressurprüfung hinter mir. Der erste Kommentar war: „Ah, das sieht ja einfach aus.“ Dann weiter: „Ach so, halbe Galopp-Piroutten reiten die da auch. Und Galopp- und Trabverstärkungen, und Traversalen. Das sieht aber schöner, ruhiger und entspannter aus als am Dressurviereck. Die Pferde wirken alle sehr zufrieden.. Toll! Da wird gar nicht rumgeriegelt!“ Und dann kam die Überraschung: „Oh, schau mal, die reiten ALLES mit einer Hand. Das ist aber schwer!

Ich musste bisschen schmunzeln. Das Ehepaar war sichtlich angetan von den Leistungen der (zu dem Zeitpunkt reitenden) Portugiesischen Mannschaft. Schau Dir unbedingt auch das Video vom Ritt des Dressur-Gewinners Vasco Mira Godhino und Trigo an: https://youtu.be/_rbIOpk1L78

 

Nicht nur mit der Garrocha braucht man viel Geschick beim einhändig reiten.

Nicht nur mit der Garrocha braucht man viel Geschick beim einhändig reiten. Im Bild Gilberto Silva auf Zinque.

Am übernächsten Tag hat sich ein Springreiter neben mir den Speed Trail Bewerb angesehen (schau Dir unbedingt auch den Siegesritt von Gilberto Silva auf Zinque an: https://www.youtube.com/watch?v=dZU1kdyxGt0&t=2s) und stellte fest: „Ok, der Sprung ist ja nicht wirklich hoch, das geht ja ganz leicht. Na ja, durch so ein Tor kann ich auch reiten. Seitlich über die Stange sollte eigentlich auch kein Problem sein und fliegende Galoppwechsel gehen auch…“ Und dann kam aber plötzlich: „Oh, die reiten das ja alles mit einer Hand. Oh, nein, das kann ich nicht. Da hab ich keine Kontrolle.“ Daraufhin verließ er dann den Working Equitation Bereich.

 

Was will ich Euch mit diesen kurzen Messeeindrücken sagen?

1. Es ist auch mal gut, über den „eigenen Tellerrand“ zu schauen. Ich sehe mir gern auch mal andere Reitsportdisziplinen an. Man kann überall etwas Lernen und auch durch Zusehen neue Ideen bekommen. Manchmal hilft es einem auch ein festes, inneres Bild zu entwickeln, wie man es NICHT machen möchte. Auch das ist wichtig. Zu wissen, wie man es NICHT macht, ist auch sehr hilfreich 🙂

Einhändig mit Garrocha über den Sprung - Gilberto Silva mit Zinque.

Einhändig mit Garrocha über den Sprung – Gilberto Silva mit Zinque.

2. Ich möchte Euch mit diesem kurzen Blogbeitrag animieren, auch mal selber einhändig zu reiten. Warum? Weil wir Menschen allesamt „Handarbeiter“ sind. Wir tun uns sehr schwer, Pferde hauptsächlich über den Sitz und weniger über die Zügelhilfen zu reiten. Aber genau das wäre so wahnsinnig wichtig! Wenn wir einhändig reiten, können wir nicht (mehr) mit starker Handeinwirkung das Pferd lenken oder in irgendeine feste Form pressen (versuchen). Wir müssen es gefühlvoll mit unserem Sitz, Gewicht und Schenkel führen und leiten. Und erst hier beginnt das ECHTE REITEN! Erst hier werden wir eins mit dem Pferd. Erst hier finden wir die echte Balance, ein Pferd, das über und durch seinen Körper arbeitet und nicht auf dem Zügel hängt. Weißt Du, was ich meine?

Deshalb mein Tipp: Trainiere immer wieder mal, einhändig zu reiten. Überprüfe damit Deinen Sitz und Hilfengebung. Werde dadurch geschickter und koordinierter in der Hilfengebung. Kontrolliere mit dem einhändigen Training auch die Durchlässigkeit Deines Pferdes. Und arbeite an der „Beziehung“ mit Deinem Pferd. Denn Reiten ist kein Kraftsport, es ist eine mentale Verbindung zwischen zwei Lebewesen und wird erst zur Kunst, wenn sich echte Leichtigkeit und Harmonie einstellt – und dann braucht man auch fast gar keine Zügel mehr 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deinem Pferd einen schönen Sonntag voller Leichtigkeit!
Einhändig ReitenDeine Sandra

PS: Bitte unbedingt kostenlos meinen Youtubekanal abonnieren. So verpasst du keine spannenden, lehrreichen und inspirierenden Pferdevideos mehr 🙂

PPS: Auf meiner Fotoseite www.facebook.com/sandrafenclphotography findest Du weitere tolle Fotos und Eindrücke der Working Equitation WM 2018 🙂

PPPS: Hier noch ein tolles Inspirationsvideo: Gewinner des Dressuraufgabenteils der Working Equitation Weltmeisterschaft 2018 in München Vasco Mira Godinho mit Trigo: https://youtu.be/_rbIOpk1L78

PPPPS: Und hier vollendete Reitkunst trotz hoher Geschwindigkeit: Gewinner der Speedtrail Prüfung und Gesamtgewinner der Working Equitation WM 2018 in München Gilberto Silva mit Zinquehttps://youtu.be/dZU1kdyxGt0

 

Quick-Tipp! Scheues Pferd: So halfterst du schüchterne Pferde auf!

Heute möchte ich mal wieder eine Frage aus meiner Verlasspferde-Onlineausbildungsgruppe „öffentlich“ beantworten, nämlich:

Wie halftert man scheue Pferde am besten auf?

Mein neuer Verlasspferde-Ausbildungskurs startet übrigens im Herbst 2018!!! Wenn auch Du informiert werden möchtest, sobald der Kurs wieder buchbar und online ist, sende mir unverbindlich eine Email an info@sandrafencl.com 🙂

Deine Sandra

Quick-Tipp: Verschwitztes Pferd nach dem Training – so vermeidest Du Erkältungen!

Heute möchte ich mal eine Frage aus meiner Online-Verlasspferdeausbildungsgruppe beantworten, nämlich:

„Was tun, wenn das Pferd nach dem Training geschwitzt hat? Abschwitzdecke und Box, ja oder nein? „

 

Mein neuer Verlasspferde-Ausbildungskurs startet übrigens im Herbst 2018!!! Wenn auch Du informiert werden möchtest, sobald der Kurs wieder buchbar und online ist, sende mir unverbindlich eine Email an info@sandrafencl.com 🙂

Deine Sandra

Quick-Tipp: Wie und wie gut sehen eigentlich Pferde?

Schon gewusst: Pferde sehen anders als Menschen – und es kommt deshalb oft zur Fehlkommunikation

Hast Du gewusst, dass Pferde ein ganz anderes Sehverhalten als Menschen haben?

Pferde haben einen – Beutetier-typischen-fast 360 Grad Rundumblick, im Gegensatz zum Raubtier Mensch, welches beide Augen frontal (auf seine Beute) ausgerichtet hat. Die Augen unserer Vierbeiner nehmen UNABHÄNGIG von einander (monokular) Bilder auf. Deshalb ist die Verknüpfung im Gehirn im Vergleich zum Menschen auch deutlich schlechter. Dies bedeutet, dass ein Pferd einen Gegenstand oder auch eine Lektion von jeder Seite oder jeder Hand bzw. mit jedem Auge „neu wahrnimmt“ und meist auch „neu lernen“ muss. Dies wissen viele Pferdebesitzer nicht und wundern sich, warum sich sich ihr Pferd erst am Heimweg vor einem Siloballen erschreckt, obwohl der am Hinweg auch schon da war. Oder aber warum sich ihr Hotti von rechts so schlecht führen lässt.Wir dürfen nie vergessen, dass unsere Vierbeiner jede Übung im Endeffekt von jeder Seite (meistens) neu lernen müssen!

 

Der Bereich, indem Pferde räumlich sehen können, liegt nur bei ca. 15 bis 20 Grad. Deshalb sollte man den Pferden, wenn sie etwas näher ansehen wollen, die Kopf-Hals-Freiheit gewähren, um den Gegenstand gut räumlich ansehen zu können.

 

Pferde sehen im Dunkeln deutlich besser als wir Menschen, und fühlen sich deshalb auch im Stockfinsteren wohl. Allerdings brauchen ihre Augen etwas länger, um sich von helle auf dunkle Bereiche umzustellen, also wenn man z.B. vom schattigen Wald in die pralle Sonne rausreitet oder von dem hellen Tageslicht in die dunkle Halle kommt, unbedingt dem Pferd (im Schritt) bisserl Zeit geben.  

 

Pferde sehen aber andererseits Farben schlechter als wir. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge müssten Pferde Rot gar nicht und grün schlecht (wohl als Grauschattierung) erkennen können. Am besten sehen Pferde gelb und blau.

 

► Und zu guter Letzt aber SEHR wichtig: Pferde sehen Bewegungen DEUTLICH besser als wir! Bereits eine kleine Maus, die sich kaum bewegt, erkennen Pferde sogar im hohen Gras anhand der veränderten Bewegung der Grashalme. WIR ABER NICHT! Und deshalb denken wir oft: „Was spinnt denn mein Pferd heute wieder rum?“ Dabei „spinnt“ es gar nicht, es sieht nur Bewegungen, die wir nicht sehen können… Ich finde, das ist wichtig zu wissen, damit man im Pferdetraining auch fair darauf reagieren bzw. sich darauf einstellen kann! 

 

Übrigens: Wenn auch Du durch mehr Pferdeverständnis und mehr Pferdewissen Dein Pferd zu einem echten Verlasspferd ausbilden möchtest, dann bist Du in meiner kleinen, aber feinen Online-Verlasspferdegruppe GENAU richtig 

Sehr gern geb ich Dir Bescheid, wenn der Kurs wieder startet 

Einfach Email an info@sandrafencl.com senden und ich informiere Dich unverbindlich, sobald es diesen tollen Onlinekurs wieder zu kaufen gibt (die Plätze sind streng limitiert!).
Deine Sandra

Verhaltensauffälliges Pferd: Was tun?

Heute möchte ich mal eine Frage beantworten zum Thema: Verhaltensauffälliges Pferd, was tue ich jetzt?

Egal ob Dein Pferd aggressiv, apathisch oder traumatisiert ist: Hier erfährst Du, welche Unterstützung meiner Meinung nach wichtig ist!

Viel Spaß beim Ansehen dieses wichtigen Videos! 🙂

Deine Sandra

 

PS: Am besten gleich meinen Youtubekanal abonnieren! So versäumst Du keine wichtigen Tipps und Infos mehr 🙂

Kleiner Reitplatz: Ist das ein Problem beim Pferdetraining?

Heute möchte ich mal die Frage beantworten, ob ein kleiner Reitplatz ein Problem für die korrekte Ausbildung eines Pferdes darstellt und warum Vorhandlastigkeit unbedingt im Pferdetraining korrigiert werden sollte! 🙂

Viel Spaß beim Ansehen des Videos! 🙂
Deine Sandra

PS: Am besten gleich meinen Youtubekanal abonnieren! So versäumst Du keine wichtigen Tipps und Infos mehr 🙂

Schreckhaftes Pferd? So gewöhnst Du Dein Pferd an Wasser, Plane, Hänger & Co!

Du hast ein schreckhaftes Pferd und weißt nicht so recht, wie Du damit umgehen sollst?

In diesem Video gebe ich Dir einen kurzen Einblick in meinen Online-Verlasspferdekurs und gebe Dir einige wirkungsvolle Tipps an die Hand, wie Du mit einem nervösen und schreckhaften Pferd umgehst.
Viel Spaß beim Ansehen! 🙂

Wenn Du unverbindlich weitere Infos zum Online-Verlasspferdekurs erhalten möchtest, dann sende mir am besten gleich eine Email an info@sandrafencl.com 🙂

Ich freu mich auf Dich! Deine Sandra

Von der Kunst mit seinem Pferd neu zu beginnen…

Meine lieben Pferdefreunde!
Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtstage gut verbracht! Jetzt ist es Zeit nach vorne zu schauen, denn das neue Jahr wartet und mit ihm die Chance, das Jahr 2018 zum besten Jahr Deines Lebens für Dich und Dein Pferd zu machen (nicht nur, weil mein Online-Verlasspferdekurs am 14.02.2018 startet, hihi). Ich empfinde den Jahreswechsel jedes Jahr als Chance, das vergangene Jahr zu reflektieren und mit neuem Elan, neuen Ideen und neuer Kraft in ein neues Jahr zu starten!

Heute habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, warum es so wichtig ist, auch mit seinem Pferd bewusst Dinge hinter sich zu lassen und „neu zu beginnen“. Viel Spaß beim Lesen und sehr gern auch teilen und weiterleiten, wenn Du die Gedanken als sinnvoll erachtest 🙂

Neues Jahr, neues gemeinsames Glück :)

Neues Jahr, neues gemeinsames Glück 🙂

Eine häufige Krux: Pferde leben im JETZT, viele Menschen in der Vergangenheit

Was ich immer wieder beobachte – und da nehme ich mich selber nicht aus – ist, dass viele Menschen zu sehr an der Vergangenheit festhalten wollen. Ein einfaches Beispiel aus der Reiterpraxis: Wenn das Pferd zB gestern gebuckelt hat, steigen die meisten Reiter schon mit einem mulmigen Gefühl aufs Pferd. Das Pferd spürt aber sofort die Spannung und unterschwellige Angst, und reagiert selbst mit Spannung – und buckelt wieder. Ein Teufelskreislauf beginnt …

Auch bei meinen Therapiekunden ist es oft schwer, alte Probleme wie lange Krankheit oder Taktprobleme „los zu lassen“. Auch wenn das Pferd wieder fit ist, wird es weiterhin geschont und „mit Samthandschuhen angefasst“. Ich verstehe nur zu gut, dass das ein natürlicher Prozess ist, aber eines ist klar: Ein gesundes Pferd möchte „gesund“ behandelt werden. Es möchte nicht nur im Schritt auf geraden Linien vorsichtig geführt werden. Ein gesundes Pferd möchte seine Bewegungskapazität nutzen und gefördert werden!

Pferde sind unheimlich feine, sensible Wesen. Sie merken jeden Gedankengang in uns – und sie verarbeiten das in einer gewissen Art und Weise. Manche Pferde „schauspielern“ sogar bzw. gehen auf die Unsicherheit ihrer Besitzer ein. Sie bewegen sich ganz vorsichtig und werden so für immer „geschont“…

Ein Pferd, das immer nur mit Samthandschuhen angefasst wird, wird nie sein volles Potenzial und auch seine volle Freude an der Bewegung entfalten können. Vielleicht wird es sogar wieder krank, weil es selbst Angst vor der freien Bewegung bekommt. Immer wieder muss ich Therapiekunden ganz klare Anweisungen geben, das Pferd „gesund“ zu behandeln und auch in seiner Bewegung zu fördern und zu fordern, damit es gesund und beweglich wird bzw. bleiben kann 🙂

Auch wenn ein Pferd länger krank oder lahm war, ist es wichtig, nach vorn zu schauen.

Auch wenn ein Pferd länger krank oder lahm war, ist es wichtig, nach vorn zu schauen.


Deshalb: Wenn Dein Tierarzt oder Therapeut Deines Vertrauens sagt, Dein Pferd ist ok, dann behandle es auch so. Ganz normal.
Wie ein Pferd, das Du neu hast, bei dem Du nichts über die Vergangenheit weißt. Arbeite selbstbewusst und mit Freude mit ihm und fördere es, aber überfordere es nicht. Eine positive Grundstimmung im Training ist wahnsinnig wichtig. Nur so kann das Training beiden Spaß machen und Früchte tragen 🙂

Ein weiteres Problem ist, dass die Reiterhilfen oft nicht fair und „exakt“ gegeben werden

Ein klassisches Beispiel aus der Praxis: Ein Pferd ist beispielsweise etwas triebig. Der Reiter weiß das, treibt kurz mit dem Schenkel, das Pferd reagiert nicht, und aus Gewohnheit wird das Pferd mit einem massiven Gertenhieb gestraft. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, die Gerte auch mal effizient einzusetzen, wenn es denn nötig  und gerechtfertigt ist.

ABER: Man muss immer dem Pferd die Chance geben, auf die KLEINST MÖGLICHE HILFE zu reagieren und die Impulse fair steigern. Und wenn man das so von Anfang an macht und das Pferd korrekt ausbildet, dann braucht man eigentlich so gut wie nie eine Gerte 🙂

In diesem konkreten Beispiel hätte man die Gerte nach dem Ignorieren der Schenkelhilfe ruhig einsetzen können, ABER fein! Und wenn das Pferd dann nicht reagiert hätte, etwas „deutlicher“ und dann als dritte Gertenhilfe von mir aus auch wirklich deutlich. Wenn man diesem „Stufensystem“ der Hilfen folgt, weiß das Pferd mit der Zeit ganz klar, „wenn ich auf die 2. Gertenhilfe nicht reagiere, dann wird es etwas unangenehm“  – und es wird mit Garantie (wenn es gesund und leistungsfähig ist), dann bereits auf die erste oder zweite Gertenhilfe, und langfristig sogar auf einen feinen Schenkelimpuls reagieren.

Feine Pferde bekommt man nur durch feine und FAIRE Hilfen. Und fair heißt immer, der Situation entsprechend so fein wie möglich dosiert, jedoch so deutlich wie nötig. Nur das umzusetzen schaffen viele Leute leider nicht. Weil sie teilweise sich gar nicht so wirklich Gedanken machen, wie die Dosierung der Hilfen bzw. „das Ansteigen der Hilfen“ aussehen müsste. Da wird einfach stumpf ins Pferd mit den Schenkeln reingeklopft und auch nicht aufgehört, wenn dann tatsächlich mal eine Reaktion des Pferdes kommt. Das Pferd lernt, es kann es gar nicht richtig machen. Denn auch auf ein Annehmen der Hilfen des Pferdes hat fälschlicherweise weder ein Lob, noch ein „Ablassen“ (also Aussetzen) der Hilfen zur Folge. So können Pferde nicht lernen. So können Pferde auch nicht besser und rittiger werden. So werden Pferde nur frustrierter und demotivierter.

An manchen Tagen ist es "fairer", am Boden zu bleiben, und nicht zu reiten.

An manchen Tagen ist es „fairer“, am Boden zu bleiben, und nicht zu reiten.


Deshalb: Mein Wunsch an Dich fürs Neue Jahr 😉 Bevor zu Deinem Pferd gehst:

1. Leere Deinen Kopf. Gehe OHNE ERWARTUNGSHALTUNG zu Deinem Pferd. Vergiss, was gestern war. Freue Dich auf die HEUTIGE Trainingseinheit. Mach Dir zwar Gedanken, wie Du ans gestrige Training anknüpfen möchtest, aber sei positiv eingestellt und hab ein schönes, positives Bild im Kopf (Kein: „Oh Gott, gleich buckelt er wieder!“ – weil wenn Du das erwartest, wird er auch buckeln!).

2. Überprüfe vor dem Training, ob Du mental und körperlich überhaupt fähig bist, reaktiv und effizient und somit pferdegerecht  dem Pferd Signale und Hilfen zu geben. Denn Hilfen – wie der Name schon sagt – sollen dem Pferd HELFEN, besser in seiner Balance und somit besser in seinem Körper zu werden. Sie sollen das Pferd weder abstumpfen noch frustrieren noch unangenehm sein. Nur ein Reiter, der „klar im Kopf (also nicht müde) und körperlich fit“ ist, kann seinem Pferd faire Hilfen geben. Deshalb ist auch Ausgleichssport und vielleicht auch Yoga oder Meditation eine sinnvolle Sache fürs Neue Jahr 🙂

Ich bin auch nicht jeden Tag fit genug, um zu reiten. Auch ich sitze manchmal im Büro und fühle mich danach steif (trotz Sitzball und Schwinghocker). Und manchmal bin ich einfach geistig müde und somit „zu langsam“, um fair und sinnvoll Reiterhilfen zu geben. Was tue ich dann? Ich fahre zu meinen Pferden und mache Freiarbeit oder Zirzensik, das macht unheimlich Spaß und ich komme in „Bewegung“ und „erde“ mich damit auch gleichzeitig 🙂 So habe ich trotzdem meine Pferde sinnvoll gearbeitet, wir hatten gemeinsam Spaß und ich gehe mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.

Würde ich an solchen Tagen zumindest meinen Lusitano (der extrem reaktionsschnell ist) reiten, wären wir danach beide frustriert! Und das bringt gar nichts… Deshalb traue Dich auch mal bewusst NICHT zu reiten – oder sogar zu  Hause zu bleiben. Denn jedes Negativtraining, jedes frustrierende Erlebnis, das Du und Dein Pferd gemeinsam haben, das bringt Euch weder mehr zueinander, noch ist das Training, das Euch in der Ausbildung voran bringt… Manchmal ist weniger halt doch mehr…

Mit diesen stillen Gedanken wünsche ich Dir und Deinem Hottie schon mal einen guten Rutsch in ein fröhliches, gesundes und auch erfolgreiches Jahr 🙂 Falls Du übrigens Interesse hast, mehr über pferdegerechte Ausbildung zu lernen, setze ich Dich sehr gern auf meinen unverbindlichen Newsletter für meine Online-Verlasspferdeausbildung 🙂 Einfach Email an info@sandrafencl.com senden und schon bekommst Du alle Infos und kostenlose Videoinhalte zugesendet 🙂

Faires Training macht allen Spaß :

Faires Training macht allen Spaß 🙂

Alles Liebe!
Deine Sandra, Rufino und Fjola

PS: Wie Du Dein Pferd auf die Silvester-Knallerei vorbereitest, habe ich in diesem Blogbeitrag zusammengefaßt:
http://www.sandrafencl.com/aktuelles-114-133/aktuelles-132/10-tipps-fuer-ein-entspanntes-pferd-an-silvester/

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