Sandra Fencl

Ganzheitliches Pferdewissen aus Leidenschaft!

Category: Ergänzende Therapien (page 1 of 2)

Magnesium für das Pferd – König der Mineralstoffe

Magnesium macht locker!

Magnesium ist das für mich wichtigste Mengenmineral und wird häufig auch als “König der Mineralstoffe” bezeichnet. Denn es hat so viele Wechsel- und Schlüsselbeziehungen zu anderen Vitalstoffen, und ist unentbehrlich für einen “reibungslos funktionierenden Organismus”.

Seit vielen Jahren verwende ich reines Magnesiumcitrat in Apothekenqualität für meine 2- und 4-beinige Familie und mich als reine, natürliche Nahrungsergänzungsquelle. Ich habe damit wirklich unzählige, positive und teilweise umwerfende Erfahrungen gemacht.

 

Magnesium ist unter anderem wichtig für: 

  • Die Entspannungsfähigkeit von Muskulatur und eng damit verbunden
  • Muskelaufbau (nur entspannte Muskulatur kann sich überhaupt aufbauen) 
  • Magnesium wirkt leistungssteigernd 
  • Es “organisiert” viele andere Vitalstoffe und ist somit ein Schlüssel-Vitalstoff für einen gesunden Stoffwechsel 
  • Magnesium wird zur Entschlackung/Entgiftung eingesetzt
  • Es wirkt sich positiv auf den Wasserhaushalt aus und kann helfen, unnötige Wasserdepots zu vermeiden (und fördert somit ein normales Körpergewicht)
  • Beim Menschen wird Magnesium auch gern bei Diabetes-Patienten eingesetzt, da es sich scheinbar auf die Insulinresistenz der Zellen positiv auswirkt (interessant ggf. auch für Cushing-Pferde!!)
  • Man sagt ihm eine entzündungshemmende Wirkung nach
  • Ich habe äußerst positive Erfahrung bei Pferden mit Arthrose gemacht
  • Viele Kunden mit Pferden mit Hautproblemen wie Sommerekzem berichten von extremen Verbesserungen bei Magnesiumzufütterung
  • Magnesium kann helfen, Koliken zu vermeiden
  • Es hat sich extrem positiv bei Stressanfälligkeit und bei erhöhter Nervosität oder Schreckhaftigkeit, sowie bei erhöhtem Muskeltonus (feste Muskulatur, Blockadeneigung) bewährt.Daher ist es bei Turniereinsatz, bei Kursen, Wanderritten, Stallwechsel, erhöhter Belastung durch Training etc. besonders wichtig
  • Magnesium soll auch die Hirnleistung verbessern :)

Die obige Aufzählung ist natürlich nur beispielhaft und es gibt noch jede Menge andere nachweislich positive Auswirkungen von einer gezielten Magnesium-Supplementierung. Das Gute ist, dass man sich bei Magnesium kaum Sorgen wegen Überfütterung/einer Überversorgung machen muss, da ein “zu viel” an Magnesium unkompliziert vom Körper ausgeschieden wird. 

Wichtig jedoch ist, dass Du das Magnesium LANGSAM (mit ca. 30 % der Enddosierung) anfütterst, ansonsten kann es abführend wirken. Ich verfüttere an mein Großpferd (Lusitano, 500 kg) ca. einen halben Esslöffel am Tag, wenn er viel arbeitet und gebe generell auch gerade den älteren Isländern regelmäßig Magnesiumkuren, die ihnen unheimlich gut tun (die sind alle fit wie Turnschuhe!!!, Dosierung hierbei ca 1/3 Esslöffel).

 

In diesem Video erläutere ich viele Informationen zur Wirkungsweise und dem Einsatz von Magnesium in der Pferdefütterung:

 

Wenn Du Deinem Pferd Magnesium verabreichen willst, empfehle ich es als REINSTOFF am besten in Apothekenqualität und am besten als MagnesiumCITRAT zu verfüttern. Magnesiumcitrat ist zwar die teuerste Magnesiumform, jedoch belegen diverse Studien die beste Bioverfügbarkeit. Das heißt, das Pferd (und auch der Mensch) kann es sehr gut aufnehmen und man braucht deshalb nur geringe Mengen.

Ich habe endlich eine Apotheke gefunden, die zu SUPER KONDITIONEN, nämlich 35,00 Euro pro Kilogramm Magnesiumcitrat in Pharmaqualität zzgl. Porto diesen Reinstoff verkauft. Das ist echt ein Spitzenpreis, weil das Magnesiumcitrat normalerweise bis zu 120 Euro pro Kilogramm in der Apotheke kostet.

Bestellen kannst Du es direkt bei der Katharinenapotheke in Unterhaching: http://www.katharinen-apotheke.de/

PS: Weitere Ernährungstipps gibt es in meinem beliebten Webinar: So fütterst Du Dein Pferd gesundAlle Infos hier: https://www.edudip.com/w/23691

Quick-Tipp: Trainingsidee mit Cavaletti

Cavaletti-Training ist nicht nur gut für die eigene Balance, Koordination und Konzentration beim Reiten, sondern vor allem auch für das Pferd absolut wertvoll und zwar sowohl psychisch, aus auch physisch!
► Denn Cavalettitraining lässt sich SUUUUPER abwechslungsreich gestalten und ist somit immer wieder eine neue Herausforderung für Dein Pferd!
► Gleichzeitig ist es das optimale Schiefentraining und Gymnastik für den ganzen Pferdekörper :)

Rufino ist natürlich wieder total motiviert dabei! :) Ich finde man sieht ihm an, dass er seine Aufgabe ernst nimmt und Spaß dabei hat!

 

Wenn Du mehr zum Thema gymnastisch wertvolle und biomechanisch korrekte Pferdeausbildung lernen magst, bist Du bei meinem Videoseminar zur Korrektur der Schiefe des Pferdes genau richtig.

Teil 1 beschäftigt sich intensiv mit der Theorie hinter der natürlichen Schiefe des Pferdes und am Ende gibt es auch schon die ersten Praxisübungen für zuhause, in Teil 2 folgen dann jede Menge weitere Praxistipps für Dich und Dein Pferd, um es langfristig gesund zu erhalten.

Alle Infos findest Du hier:  http://www.sandrafencl.com/SchiefenkorrekturPferd/

Bis bald!

Deine Sandra

 

Pferdezahn-Behandlung für Dich mitgefilmt!

Regelmäßige Zahnpflege ist sooo wichtig!

Gute Zahnbalance und guter Stoffwechsel und Verdauung gehören da genauso dazu, wie gesunde Ernährung und gesunde Zähne und widerstandsfähiges Zahnfleisch! :-)

Perfekt ausgeführte Pferdezahnbehandlungen sind kein Luxus, sondern eine super wichtige Gesunderhaltungsmaßnahme beim Pferd. Nicht nur wir gehören jedes Jahr in professionelle Hände hinsichtlich Zahnpflege, sondern auch unsere geliebten Vierbeiner!

In diesem Video möchte ich Dir die wichtigsten Punkte nennen, woran Du einen professionellen Zahnspezialisten für Pferde erkennst :)

Alles zum Thema Gesunde Pferdefütterung findest du in meinem Videoseminar:  https://www.edudip.com/w/236910

Viel Spaß mit diesem Video!
Deine Sandra

3 Schritte gegen einen gekippten Mähnenkamm/ Kipphals/ Schlacken im Hals

Hast du schon mal gemerkt, wie viel dir der Körperbau deines lieben Vierbeiners über seinen Gesundheitszustand verrät? Viele Reiter schenken den kleinen Details am Erscheinungsbild ihres Pferdes leider nicht genügend Aufmerksamkeit – dabei liegt hierin oft der Schlüssel zur langfristigen Gesunderhaltung!

Wie du dies konkret in der Praxis umsetzen kannst, möchten wir dir heute anhand des Beispiels des zur Seite gekippten Mähnenkamms erklären.

Dieses Problem des Kipphalses hängt v.a. mit geschwächtem Bindegewebe, Giftstoffen (=Schlacken) und übermäßigen Fettdepots am Hals zusammen. Diese führen dazu, dass der Mähnenkamm dann gebogen erscheinen oder sogar ganz umfallen kann.

Ich verrate dir in diesem Video, durch welche 3 simplen Schritte du gegen dieses Problem vorgehen kannst – und das 100% ganzheitlich!

 

Konsequenz in der Pferdeerziehung – für Harmonie zwischen Pferd und Reiter

Das richtige Maß an Konsequenz im Training, aber auch im täglichen Umgang mit unserem Partner Pferd zu finden ist schwer. Vor allem auch, weil jeder von uns mal gute und mal schlechte Tage hat und darum reißt der Geduldsfaden je nachdem auch schneller oder eben nicht.

Doch gerade Konsequenz ist sooo wichtig um eine HARMONIE zwischen Reiter und Pferd zu erschaffen und so beiden Seiten Spaß am Training zu bereiten. Denn nur ein konsequent erzogenes Pferd kann sich hundert prozentig auf seinen Reiter VERLASSEN und das ist elementar für ein Fluchttier, was Sicherheit braucht um sich entspannen zu können!

Aber wo fängt Konsequenz an und ab wann bin ich ungerecht zu meinem Vierbeiner?

In diesem Video beantworte ich Dir diese Frage und gebe Dir wertvolle Tipps mit auf den Weg, wie Du Verhaltensweisen bei Deinem Pferd durchsetzt, ohne es dabei unfair zu behandeln, oder es zu überfordern.

Das ganze Video findest Du auf meinem YouTube-Kanal:

Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem Video und freue mich über Feedback! Wie konsequent bist du mit Deinem Pferd und was sind für Dich absolute No-Gos in der Pferdeerziehung??

Wenn auch Du der Meinung bist, dass Konsequenz eines der elementarsten Dinge in der Pferdeerziehung ist, dann teile Dieses Video auch gerne mit Deinen Freunden.

Danke!
Deine Sandra

10 Tipps zur Produktion und Lagerung von Pferdeheu und wie du hochwertiges Pferdeheu erkennst

Heu ist nicht gleich Heu!!

Struktur, Feuchtigkeit und Eiweißgehalt spielen eine große Rolle und variieren von Schnitt zu Schnitt.

Aber gerade für die Gesunderhaltung Deines Vierbeiners ist es essentiell ein hochwertiges Pferdeheu zu füttern. Denn nur so kann Dein Pferd WIRKLICH Leistung erbringen.

 

Den meisten Pferdebesitzern ist es völlig klar, dass gutes Raufutter das Allerwichtigste in der Pferdefütterung ist. Gutes Heu herzustellen ist aber – neben etwas Wetterglück – auch eine Handwerk, das man beherrschen muss und bei dem man einige Faktoren beachten sollte.

Auch die richtige Heulagerung ist essentiell, damit gutes Futter auch gesund, hochwertig und schimmelfrei bleibt! Erfahre in diesem Video wichtige Tipps zum Thema Herstellung des Grundfuttermittels Heu und dessen richtigen Lagerung.

 

Wie Du hochwertiges Pferdeheu produzierst und vor allem optimal lagerst, erkläre ich dir in meinem ERSTEN FILM ZUM THEMA PFERDEHEU! Viel Spaß damit!

 

 

Der zweite Teil meiner Videoreihe zum Thema „Pferdeheu“ beschäftigt sich mit dem Thema “Wie erkenne ich QUALITÄTSHEU eigentlich?”

Ich wünsche Dir auch mit diesem Video viel Spaß!

Deine Sandra

 

P.S. Damit Du zukünftig keine interessanten Inhalte und Onlineseminare rund ums Thema Pferd und dessen Gesunderhaltung mehr verpasst, melde dich rechts in der Infobox zu meinem kostenlosen Newsletter “Gesundes Pferd” ein und abonniere auch meinen YouTube-Kanal an!

Pferde leiden stumm – Schmerzen frühzeitig erkennen!

Pferde leiden stumm, sie äußern nur selten echte Laute. Jedoch können auch sie Schmerzen haben, die ggf. nicht erkannt werden und im schlimmsten Fall wird das Pferd nicht fachgerecht behandelt, und kann gesundheitlichen und psychischen Schaden dadurch erleiden. Ganz abgesehen davon, dass man ggf. Leistungen verlangt, die das Pferd gar nicht im Stande ist, auszuführen, und dafür im schlimmsten Fall sogar noch BESTRAFT wird!!

 

Hier ein paar Schmerzsymptome, aber es gibt natürlich viele mehr:

  • Lustloser, müder oder depressiver Gesichts- und Augenausdruck.
  • Hochziehen von Nüstern, „Pressen“ von Unterlippe/Maulbereich bzw. Spannungsfalten im Maulbereich, kleine Augen, „Sorgenlöcher“ über den Augen.
  • Festgehaltener/schiefer Schweif, deutliches Schweifschlagen, hochgezogener Bauch, generell hohe Muskelspannung, Zähneknirschen, Kopfschlagen.
  • Unphysiologische Bewegungsabläufe (Takten bis hin zu Lahmheiten). Auch häufiges Stolpern  und Gleichgewichtsprobleme können ernstzunehmende Anzeichen zB für Schmerzen aus den Hufen,  Schultern oder Wirbelsäule sein.Leistungsschwäche, erhöhte Müdigkeit.
  • Lange Regenerationszeiten nach Training.
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • Gewichtsverlust.
  • Stumpfes Fell, kein Glanz, Probleme beim Fellwechsel bis hin zu generellen Stoffwechselproblemen, auch Aussetzen von Rosse etc. kann ein Zeichen für Schmerzen und allgemeinen, schwerwiegenden Problemen sein.
  • Introvertiertes Verhalten -> nimmt wenig am Herdenleben teil, kommuniziert wenig bis gar nicht mit Pferdebesitzer und anderen Pferden.
  • Fehlende Motivation, wenig Freude bei der Arbeit (und beim Aufhalftern, Auftrensen etc.), Anlehnungsprobleme
  • „Problempferdeverhalten“ wie buckeln, steigen, beißen, ausschlagen, durchgehen, Aggressionen und wenig Stress-Resistenz allgemein.

Natürlich gibt es noch viele andere Anzeichen, aber es ist SEHR wichtig, regelmässig sein Pferd genau zu beobachten. Plötzliche, aber auch langfristige Verhaltens- und „Charakterveränderungen“ sollten genau unter die Lupe genommen werden…

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr diese Notiz teilt, wenn Ihr sie als sinnvoll erachtet, denn vielen Pferden wird unrecht getan, weil sie (zu) wenig Leistung erbringen. Aber oft ist ein Schmerzhintergrund als Ursache hierfür vorhanden.

DANKE an alle, die es teilen und so zu mehr Pferdewissen beitragen!

Alles Liebe,

Eure Sandra

Ergänzende Therapien fürs Pferd

Ganzheitliche Pferdegesundheit – ergänzende Faktoren

In der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge für Pferde ist es häufig nötig, mehrere Aspekte  mit ein zu beziehen. Manchmal kann man nicht nur mittels beispielsweise cranio-sacraler Pferde-Omnipathie Blockaden lösen, sondern muss auch die psychisch-seelische Komponente des Pferdes berücksichtigen. Denn wie bereist an anderer Stelle erwähnt bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit und sind somit untrennbar mit einander verbunden und auch als “Gesamtes” zu sehen.

Manche Pferde haben körperliche oder psychische tiefgreifende Traumata hinter sich gebracht, oder aber haben langjährig Schmerzen oder schlechte Behandlung erlebt und erduldet. Solche Pferde müssen nicht nur körperlich wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, sondern auch auf seelischer Ebene unterstützt werden. Um die Psyche des Pferdes im ganzheitlichen Gesundheitsplan zu berücksichtigen, verwende ich gern feinstoffliche Maßnahmen wie Bachblüten für Pferde.

Auch die Pferdehaltung, die Pferdefütterung, die Ausrüstungskontrolle, die Trainingsanalyse, die Hufanalyse, die Kontrolle der Pferdezähne und des Maules und schließlich auch das soziale Umfeld des Pferdes sind zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren, um das Pferd langfristig gesund, glücklich und leistungsfähig zu erhalten. Denn nur eine holistische Pferde-Anschauung kann langfristige Erfolge verzeichnen.


Hufanalyse

Hufanalyse in der ganzheitlichen Gesundheitspolitik für Pferde

Falsche Hufstellung und Hufbearbeitung gehört meiner Ansicht nach neben ausrüstungsbedingten Problemen zu den häufigsten Ursache für Rückenverspannungen und Lahmheiten beim Pferd. Die Hufe haben nicht nur eine “tragende Funktion” für das Pferd – und das im wahrsten Sinne des Wortes – sie beinflussen auch massiv die Biomechanik und somit die Bewegungen des Pferdes.

Ein Pferd mit steilen Hufen und daraus resultierend einer kurzen Zehe wird immer eher hohe, aber stumpfe Bewegungen haben (es “rammt” sozusagen die Zehe in den Boden). Durch die steile Hufstellung ist außerdem die Stoßdämpfungsfunktion des Hufes stark vermindert. Dieser Bewegungsablauf und die eingeschränkte Stoßdämpfung sind sehr belastend für die Vorderhand des Pferdes, was häufig zu Lahmheiten und weiterführend zu Arthrosen beim Pferd führt.

Damit das Hufbein – der letzte Knochen des Pferdeskeletts – bodenparallel ausgerichtet sein kann, dürfen die Trachten nicht zu hoch sein. Die natürliche Hufstellung wird durch das Hufbein vorgegeben. Auch beim Fohlen kann man sehen, dass die natürliche Hufstellung relativ flach ist. Diese eher flache Hufstellung führt zu raumgreifenden, elastischen Bewegungen des Pferdes.

Häufig werden auch die Eckstreben unzureichend gekürzt. Nachdem das Eckstrebenhorn gemeinsam mit dem Tragerand-Horn das härteste Material am Huf ist, können zu hohe Eckstreben massiven Druck und damit Schmerzen beim Pferd verursachen. Das Pferd versucht dann mehr Gewicht auf die Hufspitze bzw. den Zehenbereich als auf den Trachtenbereich zu bringen. Die Folge ist eine Gewichts- und Statikveränderung des Pferdes und damit verbunden eine veränderte Gewichtsverteilung auf die Gelenkflächen.

Häufig versuchen die Pferde auch dem Eckstrebendruck zu entgehen, indem sie die Vorderbeine vorbiegig hinstellen. Diese abnormen Stellungen resultieren wiederum zu einer steileren Schulter und Hals-, Schulter-, und Rückenverspannungen des Pferdes. Die Folge sind kurze, staksige Bewegungen des Pferdes. Wie im Detail Hufstellung, Biomechanik und Gesundheit des Pferdes zusammen hängen erfahren Sie auch im Seminar Pferdegesundheit von Kopf bis Huf. Weitere Infos zum Thema gesunde Hufe finden Sie in der Rubrik Hufpflege.

Richtige Pferdefütterung

Richtige Pferdefütterung

Nicht nur in der Hufbearbeitung, in der Pferdehaltung und im Pferdetraining, auch in der Pferdefütterung werden leider sehr viele Fehler gemacht. Die Pferde haben einen starken Instinkt, welche Gräser und Kräuter für ihre Gesundheit förderlich sind und welche nicht. Im Sinne der Selbstmedikation kann man bei wildlebenden Pferden beobachten, dass sie oft weite Strecken zurück legen, um bestimmte Kräuter oder Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Schon Hippokrates von Kos riet vor über 2.500 Jahren: “Lass die Nahrung deine Medizin sein, und die Medizin deine Nahrung.” Dies ist leider beim Pferd nicht immer möglich und viele gesundheitliche Probleme beim Pferd resultieren aus falscher Fütterungspraktik

Die häufigsten Fütterungsprobleme beim Pferd, die ich antreffe, sind folgende:

  1. Fütterung von zu wenig eiweißhaltigem Futter. Viele Pferdebesitzer füttern ihren Tieren aus Angst vor Hufrehe und Hautproblemen kaum eiweißreiches Futter. Dies kann aber zu schweren Stoffwechsel- und Leistungsproblemen beim Pferd führen. Denn Eiweiß ist nicht nur essentiell für Muskelarbeit und Muskelaufbau, sondern auch für den (Zell-) Stoffwechsel, die Versorgung und den Aufbau von Haaren und Hufen zuständig. Außerdem braucht das Gehirn ausreichend Eiweiß, um richtig funktionieren zu können. Pferde mit Eiweißmangel haben häufig große Wassereinlagerungen und einen “Hungerbauch”, wie man es von den unterernährten Kinden in Afrika vielleicht kennt. Außerdem neigen sie zu hoher Schreckhaftigkeit.

  2. Fütterung von minderwertigen Kraftfutter und Pferde-Müslis. Viele Leute geben Ihren Pferden sehr teures Kraftfutter mit etlichen Zusätzen und “Pferdefremden” Futter-Inhaltsstoffen wie Soja oder Mastfutter wie Mais. Dies ist sicherlich gut gemeint, aber häufig sind solche Müslis für Pferde schlecht zu verdauen und bilden dadurch vermehrt Gase, bzw. Schlack- und Giftstoffe während des Verdauungsprozesses. Ich persönlich bin der Meinung, dass das natürlichste, hochwertigste und am besten zu verdauende Kraftfutter-Art ungequetschter Hafer ist. Da weiß man genau, was “drin ist” und füttert keine unnötigen Zusatzstoffe wie Melassen, qualitativ minderwertige Öle und Altkleidung mit (ja, unter dem Begriff “Rohasche” kann so einiges ins Pferdefutter miteingepresst werden).

    Außerdem bleiben Vitamine und Mineralstoffe da hin, wo sie hingehören, nämlich im Korn und verpuffen nicht durch Zerreiben bzw. thermische Aufbereitung, wie dies bei der Müsliherstellung stattfindet. Darüber hinaus kann man Ganzhafer einer sensorischen Prüfung unterziehen – also ansehen und daran riechen. In Müslis kann auch sehr minderwertiges, sporenbesetztes Futter eingearbeitet werden, ohne dass Mensch oder Pferd dies feststellen können. Hintergrund ist, dass durch die Zugabe von Kräutern, Melassen etc. eine echte sensorische Prüfung nicht mehr möglich ist. Es schmeckt den Pferden, auch wenn das Pferdemüsli ggf. aus qualitativ minderwertigen Grundstoffen entstanden ist.

  3. Häufig wird den Pferden viel zu viel Calcium verabreicht. Calcium ist der sogenannte “Hartmacher” der Muskulatur. Dieser Mineralstoff ist also zuständig, dass sich Muskeln kontrahieren, also anspannen können. Der mineralische Gegenspieler, also der “Weichmacher” der Muskulatur ist Magnesium. In diversen Futterstudien wurde herausgefunden, dass bei Heu-/Gras-/Haferfütterung in guter Qualität auch beim Jungpferd kein Calziummangel zu verzeichnen ist.

    Nichts desto trotz wird in den meisten Futtermitteln (egal ob Kraftfutter oder Ergänzungsfutter) Calcium in großer Menge zugesetzt, Magnesium allerdings nur in geringem Umfang. Daraus ergibt sich ein eklatanter Calciumüberschuss, was nicht nur die Neigung zu Überbeinen (Exostosen) erhöht, sondern zu massiven Muskelverspannungen führen kann. Achten Sie bitte darauf, was in Ihren Futterrationen an Zusatzstoffen enthalten ist. Die dosierte Zufütterung von Magnesium ist in vielen Fällen wichtig, aber nur in den seltensten Fällen die Beigabe von Calcium. Auch Selen und Zink sind häufig in der heutigen Pferdefütterung unterdosiert enthalten.

  4. Die Fütterung von saurem Futter ist ein weitverbreitetes, großes Problem. Mit saurem Futter sind in erster Linie vergorenes Futter wie Silage oder Heulage gemeint, aber auch stark zuckerhältiges Futter, wie Melasse oder Rübenschnitzel. Saures Futter führt auf Dauer zu einer Übersäuerung des Pferdes und zu einer Verschlackung der Muskulatur, was nachweislich die Anfälligkeit für Krankheiten und Lahmheiten fördert. Qualitativ hochwertiges Heu ist in jedem Fall siliertem Rauhfutter vorzuziehen.

  5. Einseitige Ernährung und Artenarmut auf Pferdewiesen sind ein weiteres häufig anzutreffendes Fütterungsproblem beim Pferd. Die Artenvielfalt auf den Weiden unserer Pferde geht stark zurück. Dies führt dazu, dass die Pferde ihrem natürlichem Instinkt entsprechend, nicht mehr das fressen können, was sie brauchen, sondern das fressen müssen, was grad da ist. Wichtig ist daher auf richtiges Weidemanagement zu achten, um die Artenvielfalt der Pferdeweiden zu erhalten bzw. zu verbessern und einen geringen Wurmbefall zu sichern.

    Um etwas Abwechslung in den Futterplan zu bekommen, macht es Sinn, Pferde diverse Obst- und Gemüsesorten anzubieten. Auch können bei längeren Ausritten oder Spaziergängen “Graspausen” eingelegt werden, damit das Pferd dort ggf. andere Gräser und Kräuter, die es braucht, zu sich nehmen kann. Auch das Zufüttern von Obst- und Nadelzweigen macht gerade in der “Saftfutterarmen” Winterzeit Sinn.

Wie bereit erwähnt spielt die Pferdefütterung eine große Rolle in der Pferdetherapie bzw. in der Gesunderhaltung des Pferdes. Denn nur ein Pferd, das ordentliches Futter bekommt, kann Leistung bringen. Wichtig ist jedoch auch, dass Pferde das angebotene Futter richtig verarbeiten können. Deshalb sind regelmäßige Zahnkontrollen beim Pferd essentiell.

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