Sandra Fencl

Ganzheitliches Pferdewissen aus Leidenschaft!

Category: Warum Pferde Dentalpflege?

Pferdezahn-Behandlung für Dich mitgefilmt!

Regelmäßige Zahnpflege ist sooo wichtig!

Gute Zahnbalance und guter Stoffwechsel und Verdauung gehören da genauso dazu, wie gesunde Ernährung und gesunde Zähne und widerstandsfähiges Zahnfleisch! :-)

Perfekt ausgeführte Pferdezahnbehandlungen sind kein Luxus, sondern eine super wichtige Gesunderhaltungsmaßnahme beim Pferd. Nicht nur wir gehören jedes Jahr in professionelle Hände hinsichtlich Zahnpflege, sondern auch unsere geliebten Vierbeiner!

In diesem Video möchte ich Dir die wichtigsten Punkte nennen, woran Du einen professionellen Zahnspezialisten für Pferde erkennst :)

Alles zum Thema Gesunde Pferdefütterung findest du in meinem Videoseminar:  https://www.edudip.com/w/236910

Viel Spaß mit diesem Video!
Deine Sandra

Zahnprobleme beim Pferd

Zahnprobleme beim Pferd

Den Hintergrund, warum unsere domistizierten Pferde Dentalpflege erhalten sollten, habe ich bereits unter “Dentalpflege fürs Pferd” erläutert. Wenn Pferde keine regelmäßige Dentalbehandlungen von einem geübten Pferde-Dentisten oder Pferdezahnarzt erhalten, kann das zu schwerwiegenden Zahn- und Gebißproblemen kommen. Mögliche Folgen sind:

  • Spikes (Zacken – landläufig als scharfe Haken beschrieben)

  • Hook (echte Haken – deutliche Erhöhungen auf einem Zahn – meist im Unterkiefer der erste Backenzahn und der letzte Backenzahn im Oberkiefer – der 11er)

  • Beak (Schnabel)

  • Ramp (Rampe – schiefe Ebene über gesamten Zahn – beim Isländer häufig unten am 6er/1. Backenzahn)

  • Bump (Beule am Zahn)

  • ATR – accentuate transverse ridges (betonte Querrille)

  • Wave (Welle – Erhöhung über mehrere Zähne)

  • Wedge (Keilförmiger Zahn)

  • Chisel (Meißel – schlägt sich in die gegenüberliegenden Zähne)

  • Tipped in/tipped out (nach innen oder außen verkippte Zähne)

  • Pocketed out (ausgehöhlte Zähne)

  • Pounded out (ausgehämmerte Zähne)

  • Wellengebiss, Stufengebiss oder Scherengebiss (besonders schwerwiegend)

  • Zahn oder Knochensplitter bzw. fehlende Zähne im Gebiss

  • Zahnkappen/Milchkappen, die sich nicht ablösen (bei jungen Pferden)

Auch Wolfzähne – ein Rudiment des Pferdes auf früherer Zeit, ein sozusagen verkümmerter erster Backenzahn, kann häufig dem Pferd Probleme machen, wenn es eine Zäumung mit Gebiss trägt. Um Anlehnungsprobleme und Wiedersetzlichkeiten gegen die Trense zu vermeiden, werden in den meisten Fällen solche (funktionslosen) Wolfszähne extrahiert.

Lesen Sie auch, wie Sie erkennen können, dass Ihr Pferd eine Dentalbehandlung braucht und wie Sie gute Zahnbehandlungen beim Pferd erkennen können. Viele wichtige Tipps und Hinweise zum Thema Dentalpflege beim Pferd können Sie auch in meinem Artikel “Auf den Zahn gefühlt” als PDF downloaden.

Rechtlicher Hinweis: In Österreich ist die Zahnpflege beim Pferd Tierärzten – auch ohne Zusatzausbildung für Pferdezahn-Behandlungen – vorbehalten. Deshalb praktiziere ich in Österreich keine Dentalpflege beim Pferd. Nichts desto trotz möchte ich informieren über die Notwendigkeit einer guten Zahnpflege beim Pferd.

Wirkungsweise der Pferdemassage

Wirkungsweise von Pferdemassage

  • Anregung der Blut- und Lymphzirkulation und damit des Stoffwechsels des Pferdes
  • Verbesserung der Sauerstoffwerte der Muskeln des Pferdes und damit
    - höhere Leistungsfähigkeit des Pferdes
    - schnellere Rehabilitationsfähigkeit des Pferdes
    - verbesserter Abbau von Schlack- und Giftstoffen
  • Stimulation von Nervenrezeptoren und damit Lösung von Verspannungen
  • Freisetzung von Endorphinen (Glückshormone/Schmerzkiller)
  • Positive Stimulation von Organen
  • Verbesserung des Bewegungsrahmens und der Elastizität der Muskeln des Pferdes und damit
    - eine bessere Aktion
    - geschmeidigere Bewegungen
    - geringere Verletzungsgefahr des Pferdes
  • Physische und psychische Entspannungsförderung und Verbesserung des Wohlbefindens beim Pferd
  • Fluchtreflex wird reduziert
  • Vertrauensbasis des Pferdes gegenüber dem Menschen und Berührungen wird erhöht

Aufgrund der tiefgreifenden Wirkung ist die Pferdemassage ein wichtiger Bestandteil in der ganzheitlichen Pferdetherapie. Die Pferde mögen es meist sehr gern, von geübten Händen massiert zu werden. Generell unterscheidet man zwischen einer eher anregenden Sportmassage und der Entspannungsmassage beim Pferd.

Idealerweise sollte das Pferd direkt nach der Massage bewegt werden.
Der Hintergrund ist, dass durch die Massage die Muskulatur des Pferdes gelockert und besser durchblutet wird und Endorphine freigesetzt werden. Wenn das Pferd im Anschluss an die Massageeinheit dann noch bewegt wird, kann es freier und lockerer laufen und somit können Schlack- und Giftstoffe sofort abtransportiert und die Bewegungsrezeptoren der Nerven neu programmiert werden.

Pferde-Massage

Pferde-Massage

Pferde-Massage ist in den meisten Fällen ein Bestandteil einer Pferdetherapie-Einheit. Die Pferdemassage weckt nicht nur die Selbstheilungskräfte und regt den Energiefluss und Stoffwechsel des Pferdes an, sie stimuliert gleichzeitig die Organe und löst physische und psychische Spannungen. Präventiv hat eine lockere, elastische Muskulatur eine wichtige Funktion zur Vermeidung von Zerrungen der Sehnen oder Dys-Belastungen der Gelenke und allgemein gesprochen vermindet eine dehnfähige Muskulatur die Gefahr von Verletzungen und Traumata.

Die Massage des Pferdes verhilft außerdem dem Pferdetherapeuten wichtige Erkenntnisse über den momentanen Zustand des Pferdes zu gewinnen und den gesamten Körper als auch die Psyche des Pferdes zu analysieren. Nachdem die meisten Pferde Berührungen und Massage als angenehm empfinden, trägt sie zu einer positiven Einstellung des Pferdes zur Therapie bei.

Ich verwende folgende Arten der Pferde-Massage:

  • Klassische Pferdemassage (Entspannungs- und Sportmassage)
  • Behandlungen mittels Neuro-lymphatischer und Neuro-Vaskulärer Reflexpunkte
  • Akupunktmassage bzw. Akupressur
  • Lymphdrainage
  • Spindelzelltechnik
  • Streßpunkt-Therapie nach Jack Meagher

 
Viele Pferde zu denen ich gerufen werde leiden an verspannter Muskulatur, gerade Rückenverspannungen sind beim Reitpferd sehr häufig zu finden. Diese Verspannungen des Pferdes können weitreichende, negative Folgen haben:

  • Muskelverspannungen schränken die Leistungfähigkeit des Pferdes stark ein.
  • Verspannungen verursachen eine unphysiologische (anaeroben) Zellverbrennung und damit große Mengen an Schlackstoffen (was wiederum die Organe des Pferdes überlastet).
  • Durch das Sauerstoff-Defizit werden Muskel, Organe und Zellen chronisch unterversorgt, was zu einer verfrühten Zellalterung und sogar zu Zellsterben und langfristig auch zu einer niedrigeren Lebenserwartung des Pferdes führt.
  • Ein verspannter Muskel neigt zur Atrophie (Muskelabbau anstatt Muskelzuwachs auch bei vollem Training).
  • Verspannte Muskeln wirken sich negativ auf die Statik des Pferdes aus. Dies kann zu Blockaden und Fehlbelastungen der Gelenke und zu einer erhöhten Verletzungsgefahr von Sehnen, Muskeln und Bändern führen.
  • Muskelverspannungen wirken sich negativ auf die Psyche (Aggressivität, Launenhaftigkeit, Bewegungsfreude) und Leistungsfähigkeit des Pferdes aus.

Mittels der Massage des Pferdes können die Muskeln gelockert, der Stoffwechsel angeregt und das natürliche Bewegungspotenzial und die Leistungsfähigkeit des Pferdes wiedererlangt werden. Nichts desto trotz ist die Pferdemassage nur in seltenen Fällen die ausschließliche Behandlungsform des Pferdes. Denn verkürzte bzw. verspannte oder hypotone Muskeln sind meist in Kombination mit Blockaden anzutreffen und damit zu behandeln. Lesen Sie auch genaue Details zur Wirkungsweise von Pferdemassage. Ich biete auch Pferdemassage-Kurse für Laien an – einfach mal unter Seminar-Termine nachsehen, ob einer in Ihrer Nähe statt findet.

© 2017 Sandra Fencl

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