Sandra Fencl

Ganzheitliches Pferdewissen aus Leidenschaft!

Author: Sandra Fencl (page 1 of 13)

Wie viel Fitness braucht man als Reiter – oder was bedeutet eigentlich gelebter Tierschutz?

Gedanken zum Sonntag:
Wie viel Fitness braucht man als Reiter – oder was bedeutet eigentlich gelebter Tierschutz?

 

Gestern durfte ich wieder tolle Leute in Bayern bei meinem ganzheitlichen Bodenarbeits- und Dressurkurs unterrichten. Dabei gab es auch mittags eine gemeinsame Reiterfitness-Stunde am Sitzball. Es hat uns allen Spaß und Freude gemacht, unsere Beweglichkeit, Koordination und Fitness zu verbessern und ich war SEHR zufrieden mit den (Reit-)Ergebnissen am Nachmittag.

Immer wieder stelle ich jedoch fest, dass Reiter zu wenig für ihre EIGENE Fitness tun. Wir verlangen von unseren Pferden Höchstleistungen. Wir springen mit ihnen, galoppieren durch unebenes Gelände, machen ihnen Schischuhe drauf (Eisen, 8faches Gewicht der unbeschlagenen Hornkapsel) und verlangen komplizierte Seitengänge in allen möglichen Gangarten.

Gut, die Pferde versuchen, zu verstehen, welche Beinakrobatik wir von ihnen verlangen und versuchen, uns zu gefallen… und wir? Wie viel tun wir, dass unser Pferd UNS problemlos tragen kann? Wir erinnern uns: Das Pferd ist GAR NICHT dafür geeignet, einen Menschen zu tragen. Wir könnten genauso gut auf einem Rind, Schwein oder Kinder auf großen Hunden reiten… Klingt skurril, ist es aber nicht….

Zurück zum eigentlichen Thema: In meinen heutigen Sonntagsgedanken möchte ich Euch dazu anregen, GELEBTEN TIERSCHUTZ zu praktizieren. Das bedeutet für mich, dass ich auf MICH SELBST auch achte, zum Wohle meiner Pferde.

Ich mache regelmäßig Ausgleichssport. Hierbei empfehle ich sowohl Ausdauertraining (ideal ist zum Beispiel Buckelpisten-Schifahren, oder Wellenreiten, das macht uns beides schön locker) als auch Beweglichkeitstraining/Gymnastik wie z.B. Pilates oder Yoga. Es ist erstaunlich, wie wenig Beweglichkeit manche Menschen haben, die hauptsächlich im Büro SITZEN.

Die Menschen sind genauso wenig fürs SITZEN gemacht, wie die Pferde fürs Reiten. Ich wünschte mir, jeder Reiter hätte einen Sitzball oder Balimo oder Schwinghocker, damit er bei der Arbeit BEWEGT sitzen kann… das würde Euch und Euren Pferden sehr, sehr viel weiterhelfen…

So, und am Ende: Diejenigen, die viel Stress haben – egal ob im Beruf oder zuhause, denjenigen empfehle ich GANZ STARK auch Meditationsklassen zu besuchen… Weil Reiten hat ganz viel mit innerer Stille zu tun. Und ich kann es manchen Pferden ansehen, dass sie fast am DURCHDREHEN sind, weil das Frauchen oder Herrchen so viele Gedanken im Kopf hat, gestresst ist und als Konsequenz auch öfter mal ungehalten oder ungeduldig dem Hottie gegenüber ist… und das ist nicht fair… und das hat auch kein Pferd verdient…

In diesem Sinne, aufmunternde und hoffentlich aktivierende Gedanken – nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum AKTIV WERDEN. Ich würd mich freuen, wenn sich der eine oder andere aufrafft, denn Sport, gesunde Ernährung und Meditation sind so tolle Beschäftigungen. Ich verspreche Euch, Ihr werdet langfristig dankbar sein für diese Sonntagsgedanken, wenn Ihr sie JETZT anfangt umzusetzen 

Wer übrigens mehr zum Thema Fitness des Reiters lernen möchte, ist in meinem Kurs “Wege zum losgelassenen Sitz” am 23./24. September 2017 am Schliersee GENAU richtig 

Euch allen einen – hoffentlich aktiven oder meditativen Sonntag!
Euer Drillinspector Sandra

 

So lösen sich verklebte Rückenfaszien.

So lösen sich verklebte Rückenfaszien.

Starker Rücken durch Sitzballgymnastik

PS: Die Übung auf dem Foto ist eine tolle Übung zum Mobilisieren der Wirbelsäule und auch der (Rücken-)Faszie  Einfach auf den gut aufgepumpten Sitzball legen und langsam und vorsichtig vor und zurück rollen. Macht unheimlich Spaß, tut gut und ist auch noch für die Balance und geistige Entspannung gut. 

 

PPS: Wenn Du mehr über Reitergymnastik lernen willst, komm doch in einen meiner nächsten Sitz- oder Dressurkurse! Schreib einfach eine kurze E-Mail an info@sandrafencl.com, dann sende ich dir die aktuelle Seminarübersicht unverbindlich zu.

Mittwochs-Gesundheitstipp: Was uns die Augen von Pferden über sich und ihre Umwelt verraten!

Mittwochs-Gesundheitstipp: Was uns die Augen von Pferden über Trainer, Therapeuten und den Zustand von Pferden sagen!

Ich hatte neulich eine tolle Therapietour von Krefeld nach München und einen super Bodenarbeits-/Zirzensikkurs in Essen… Eine der Teilnehmerinnen sagte am Ende des Kurstages zu mir:

“Sandra, das ist wirklich erstaunlich, wie anders die Teilnehmerpferde jetzt aussehen. Gerade auch in den Augen!”

Ich war erstaunt, dass sie das bemerkt hatte. Aber sie war selbst ein sehr offener, feinfühliger und gebildeter (Pferde-)Mensch, das hab ich gleich gemerkt.

Angeregt durch diese Konversation habe ich gestern während meiner Therapierunde mal Augenbilder gemacht. Unten stehend seht Ihr ein Kundenpferd von gestern VOR der Behandlung, drunter seht Ihr das gleiche Pferd NACH der Behandlung.

Die Fotos sind zwar im Halbdunklen aufgenommen und nur mit dem Handy (und natürlich völlig unbearbeitet), aber die Stute hatte sofort viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel mehr Lebensenergie, Glanz und Ausstrahlung und sah viel fröhlicher, jünger und “heller” aus! Die kleine Maus hat es nicht immer ganz einfach gehabt im Leben und kämpft seit vielen Jahren mit wiederkehrenden Hufrehe- und Stoffwechselproblemen. Aber ich finde auf diesen primitiven Handyfotos kann man gut erkennen, wie sehr sich ein Pferd mit nur einem einzigen Termin verändern kann! Zumindest waren die Besitzerin und ich vor Ort beide sehr entzückt über ihre Fortschritte (schon beim ersten Behandlungstermin ging es ihr sofort VIEL besser). Ich freu mich, dass wir auf einem guten, gemeinsamen Weg sind (und ich glaube, sie sich auch SEHR).

Das Auge eines Therapiepferdes - VOR der Behandlung

Das Auge eines Therapiepferdes – VOR der Behandlung

Das Auge des selben Therapiepferdes - NACH der Behandlung

Das Auge des selben Therapiepferdes – NACH der Behandlung

 

Was will ich Euch jetzt sagen mit diesem Gesundheitstipp:

1. Schaut Euren Pferden (oder Tieren oder Mitmenschen, hihi) regelmäßig intensiv in die Augen. Die Augen sind das “Tor zur Seele”. Sie widerspiegeln unsere Psyche, unsere Emotionen, unseren Gemütszustand…

Die Augen sind aber auch in der chinesischen Lehre das Sinnesorgan der Leber – und so können sie viel über Stoffwechsel, Lebensenergie, Gesundheit & Co verraten… Bei diesen Bildern sieht man auch, wie die Lymphschwellung ums Auge deutlich weniger geworden ist und der Glanz des Auges sich deutlich verbessern konnte. Die Augen wirken klarer, frischer, “jünger” 

2. Was ich Euch damit noch sagen möchte ist, wenn Ihr mit einem Trainer arbeitet oder einen Therapeuten zu Eurem Pferd ruft, schaut Eurem Pferd vor, während und nach dem Termin genau in die Augen… Was sagen Euch die Augen? Sind sie nach dem Termin energiegeladener, klarer, schöner? Sind sie vielleicht entspannter, zufriedener? Vielleicht sind sie auch stolzer? Vielleicht sind sie aber gestresst, panisch oder erschöpft….

 

Augen werden Euch in Zukunft viel verraten – über den Gesundheits- und Gemütszustand Eures Pferdes, aber auch über die Qualität eines Trainers oder Therapeuten.

Ein sehr guter Dozent von mir. Dr. vet. med. Christina Gaudron hat einmal zu gesagt:

“Wenn ein Kundenpferd nach der Behandlung nicht viel schönere Augen als VOR der Behandlung hat, dann darf man für die Sitzung kein Geld nehmen.”

Recht hat er!

 

Wenn Ihr einmal mit “Augen Lesen” begonnen habt, werdet Ihr staunen, wie viel Ihr davon lernen werdet!

Denn “Scheine und Ausbildungen” sind das eine, echtes (Mit-)Gefühl und Liebe zum Tier und damit verbunden Wissen, das von Herzen kommt, etwas ganz anderes…

 

Eure Sandra – Pferdemensch aus Leidenschaft !

Der Schritt – die wichtigste Gangart für ein gesundes Pferd!

Ich streife immer gerne mit meinen beiden Süßen durchs Gelände – und das häufig ausschließlich im Schritt! Schritt reiten empfinde ich als sehr, sehr wichtig, denn:

  • Schritttraining baut am besten die sogenannte Grundlagenkondition auf. Wenn Dein Pferd schnell außer Atem ist und viel schwitzt, dann solltest du mehr Schritt reiten!
  • Schritt ist die natürlichste Gangart! Das Fernwanderwild Pferd geht normalerweise 18 bis 30 km Schritt am Tag während seiner Nahrungssuche! Sein gesamter Stoffwechsel ist daher auf ein tägliches, hohes Schrittpensum ausgelegt! Schritt Reiten ist daher sehr gesund und auch für übergewichtige Pferde enorm wichtig. Zu dicke Pferde sehr gern auch als Handpferd gelenkschonend mitnehmen – wie das geht, erfährst du in meinem Verlasspferdekurs.
  • Beim Schritt reiten habe ich ZEIT! Ich kann ganz genau fühlen, wie sich mein Pferd bewegt:
    Pendelt der Rumpf abwechselnd im gleichen Maße nach rechts und links? Oder “hängt” der Rumpf meines Pferdes aufgrund der natürlichen Schiefe auf eine Seite? Dann muss ich mit dem gleichseitigen Bein den Rumpf etwas “anschubsen”.
    Und bewegen sich die Beine meines Pferdes gleichmäßig? Oder fühlt sich ein Bein steif an? Ist z.B. eine Schulter überlastet oder schwingt ein Hinterbein weniger weit vor bzw. nimmt es weniger Last auf? Und wie ist die Stellung meines Pferdes? Schaut es immer in die gleiche Richtung oder ist das Genick locker und entspannt und gerade ausgerichtet?
  • Beim Schritt Reiten entspannen ich und meine Pferde immer sehr. Wir genießen die Landschaft und erfreuen uns als kleine Herde daran, gemeinsam neue Ecken zu erkunden.
    Das stärkt unsere Beziehung und macht Pferde zuverlässig – auch in ungewohnten Situationen.

Vielleicht baust du ja auch einen wöchentlichen Schrittausritt ein?
Ich wünsche Dir bzw. Euch ganz viel Spaß dabei! :)

Deine Sandra

 

Warum das Ausreiten der Ecken so wichtig ist!

Gedanken zum Sonntag: Warum Ecken reiten so wichtig ist 

Von einem sehr bekannten Ausbilder (Manuel Jorge de Oliveira) habe ich gelernt, warum das Ecken reiten (oder Ecken “langzügeln”) so wichtig und gleichzeitig so schwer ist.

Linien geben dem Pferd eine “Bedeutung”. Man lehrt dem Pferd, es konkret zu führen – am Bein (Innenschenkel), am Sitz. Pferde mögen als Beutetiere Ecken grundsätzlich nicht. Also meiden sie diese auch gern.

“Wenn wir als Reiter Pferde gut in die Ecken reiten können, dann können wir eigentlich ein Pferd überall hin reiten.”

- so Manuel Jorge de Oliveira.

Und ich denke, er hat sehr Recht mit dieser Aussage. In der Reiterei fehlt es SEHR OFT an Präzision, an einem genauen inneren Bild und an Geduld und Konsequenz… Viel zu oft sind wir schlampig, viel zu oft sind wir nicht wirklich konzentriert und nicht “beim Pferd”.

Die Ecke kann uns mehr Konzentration und Genauigkeit schulen helfen. PLUS in der Ecke können wir lernen, weniger (oder keinen) Innenzügel zu verwenden und das Pferd über einen guten Sitz und Innenschenkel zu führen und damit die Balance zu verbessern und das innere Hinterbein des Pferdes zu gymnastizieren.

Klingt einfach und logisch, oder?

In der Umsetzung kann ich Euch aber sagen, ist es nicht ganz so einfach. Aber jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt und daher versuche doch mal, einen Schritt tiefer in die Ecke zu kommen. Auch wenn es anfangs ggf. schwer fällt (spätestens im Trab und Galopp), Du wirst merken, Dein Reiten wir SEHR davon profitieren und Dein Pferd wird feststellen, dass Du es “ernst” meinst mit konkreten Linien und wird Dir nach und nach besser gehorchen, feiner reagieren und besser an Sitz und Schenkel sein!

In diesem Sinne:
Viel Spaß beim Ausreiten Eurer Ecken!
Eure Sandra

P.S.: Auch das Ausreiten der Ecken am langen Zügel ist SEEEEEEEHR wichtig, sonst wird das nichts!

Quicktipp! Warum Hagebutten so gesund für Pferde sind!

Quicktipp: Gesunde Nahrungsergänzung mit Hagebutten!

Im Spätsommer sind Hagebutten reif und man findet sie häufig sogar beim Ausreiten kostenlos am Wegesrand.

Warum Du diese Powerfrucht als gesunden Snack Deinem Pferd anbieten solltest, erkläre ich in diesem Video

Jedoch ACHTUNG vor so mancher “Industriehagebutte”! Diese sind durch Trocknungsprozesse tweilweise so hart wie Steine und könnten die Zähne Deines Pferdes schädigen… deshalb lieber selber sammeln und ggf. trocknen. Und feste Handschuhe sind übrigens auch sinnvoll

Viel Spass beim Sammeln!
Deine Sandra & Rufino

 

P.S. Wenn Du mehr über gesunde Pferdefütterung erfahren möchtest, bist Du in meinem Online-Fütterungsseminar genau richtig  Du findest es unter: www.sandrafencl.com/online-seminare-2

Quick-Tipp! So touchierst Du Dein Pferd richtig!

Viele Reiter vergessen, dass Sie selbst dafür verantwortlich sind, dass ihr Pferde nicht oder aber falsch auf ihre Anforderungen reagieren: denn sie üben schlichtweg nicht DIDAKTISCH SINNVOLL mit ihren Pferden.

In diesem Video erkläre ich Dir meinen stufenweisen Ansatz, um Deinem Pferd fair und ohne Stress durch Touchieren verschiedene Lektionen beizubringen. :)

Ich hoffe dieses Video hat Dir gefallen und Du kannst Dir etwas davon in Deinen Trainingsalltag mitnehmen! :)

Wenn Du mehr über didaktisch sinnvolles Training erfahren möchtest, und wie Du und Dein Pferd zu echten Partnern werden, dann ist mein Video-Seminar “Die natürliche Schiefe des Pferdes verstehen und ganzheitlich korrigieren!” genau richtig für Dich. Alle Informationen findest Du hier:

http://www.sandrafencl.com/SchiefenkorrekturPferd/

 

Lass Dich jetzt auch unverbindlich auf meinen Infoletter “Gesundes Pferd” setzen und erhalte kostenlos Trainings-, Fütterungs- und Gesundheitstipps für Dein Pferd. Sende mir hierfür einfach eine kurze Email an info@sandrafencl.com

 

Bis bald!
Deine Sandra

Quick-Tipp! Ausrüstungskunde: Welche Gerte ist die Beste für Dich?

“Hilfsstöckchen – nicht Haustöckchen!”

Die Gerte als verlängerten Arm zu verstehen ist nicht für jeden selbstverständlich! In diesem Video beschreibe ich Dir wie Du die für Dich und Dein Pferd passende Gerte wählst!

Mehr zum Thema “Ausrüstungskunde” findest Du auch in meinem neuen Online Verlasspferdekurs. Wenn Du alle Informationen unverbindlich zugesendet bekommen möchtest, sende mir eine kurze Email an info@sandrafencl.com
Bis bald!
Deine Sandra

Quick-Tipp! Übergewichtiges Pferd – Maulkorb: ja oder nein?

Dickes Pferd, was tun??? 

Immer wieder werde ich gefragt, ob man übergewichtigen Pferden einen Maulkorb verpassen soll.

In diesem Video gebe ich die Antwort auf diese häufig gestellte Frage :)

Wenn Du mehr zum Thema Pferdefütterung erfahren möchtest, bist Du in meinem Online-Seminar (Video) “So fütterst Du Dein Pferd gesund” genau richtig: https://www.edudip.com/w/236910

Bis bald,
Deine Sandra

 

P.S. Du fragst dich, ob Du dein Pferd lieber stundenweise auf die Koppel lassen sollst? Oder auch, ob eine kurze, abgefressene Weide die gesündere Alternative für Dein Pferd ist? Die Antwort darauf findest Du hier: https://youtu.be/DDaDBpHSS44 Viel Spaß beim Ansehen!

Warum die innere Ruhe beim Reiten so wichtig ist :)

Reiten bedeutet für mich “Stille”. Wenn ich mit meinen Pferden arbeite, versuche ich mich mit ihnen zu verbinden. Irgendwann hab ich das Gefühl von totaler Ruhe und Stille und denke dann kaum noch. Das ist fast eine Art “Trance-Zustand”. Klingt lustig, ist aber sehr schön :)))

Ich denke, genauso wie man das Meditieren nicht in einem Wochenendkurs lernt, so lernt man Reiten in vollkommener Stille erst mit der Zeit. Nichts desto trotz, kann man versuchen, schneller in diese tiefe Ruhe zu kommen. Denn nur in vollkommener Ruhe kann sich das Pferd wirklich entspannen. Seine Muskeln bewusst an- und abspannen, unsere Gedanken wahrnehmen und mit unsichtbaren Hilfen geführt werden.

Nur in dieser vollkommenen Ruhe wird das Pferd die volle Leistung bringen, ohne dass es in irgendeiner Form gestresst ist. Denn es wird tief und ruhig atmen – genau wie sein Reiter. Und das hilft, einen positiven Muskelstoffwechsel, optimale Konzentrationsfähigkeit und beste Lernergebnisse zu gewährleisten. 

Wenn ich zum Reiten gehe und aus Gründen immer noch “aufgewühlt” bin von Ereignissen am Tag, dann mache ich zuerst Bodenarbeit oder Handarbeit/Abkauübungen, Freiarbeit oder – wenn es ganz schlimm ist – gehe einfach eine Stunde spazieren mit meinen Hotties. Bewegung am Boden “erdet” mich im wahrsten Sinne Wortes. Bewegung baut übrigens Stresshormone (in der Muskulatur) ab. Deshalb ist es so unglaublich wichtig, dass wir uns bewegen, wenn wir Stress haben/hatten.

Bodenarbeit "erdet", entspannt und baut unnötigen Stress vorm Reiten ab :)

Bodenarbeit “erdet”, entspannt und baut unnötigen Stress vorm Reiten ab :)

Pferde riechen es, wenn wir Stress haben. Und dieser Stress überträgt sich ganz schnell aufs Pferd. Und dann, tja, dann klappt so ziemlich gar nichts beim Reiten… Wenn ich es nicht schaffe, mich mental und körperlich zu entspannen (bis in die kleinste Faser meines Körpers – denn Rufino merkt JEDE Mikroanspannung in mir), dann reite ich NICHT.

Wenn mir Großmeister Rufino etwas gelehrt hat, dann das: “Gutes Reiten bedeutet, in seiner Mitte zu sein“. Nur wenn ein Mensch in seiner Mitte ist, dann kann er ein Pferd in seine Mitte bringen. Und “Mitte” bedeutet für mich mentale und physische Balance – oder auf Deutsch: Gleichgewicht.

Gute Reiter sind immer ausgeglichen. Sie sind in ihrer Mitte und auch nicht schnell aus dieser raus zu bringen. Sie sind normalerweise deshalb auch angenehme Mitmenschen :) Deshalb hat man im Mittelalter Reiten auch als “Persönlichkeitsschulung” im Adel eingesetzt. Es macht uns (mental) stärker, fokussierter, intelligenter, aber auch humaner/menschlicher.

Wenn Du das nächste Mal zu Deinem Hottie gehst, überlege, ob Du in Deiner Mitte bist und ob es jetzt fair ist, aufzusteigen. Wenn nicht, mache zuerst “alternative Beschäftigungsmöglichkeiten” – das kann auch nur ausgiebiges Putzen sein. Viele Pferde sind gestresst, frustriert oder auch “abgeschalten”, weil ihr “Mensch” ständig unter Strom steht.

Hättest Du einen Lebenspartner, der ständig gereizt, aggressiv oder nervös ist, wäre es lang Dein Partner? Meiner nicht. Ich brauche Ruhe, Frieden und Stille, um glücklich zu sein. Und meine Pferde auch.

Spätestens am Turnier zeigt sich, wie viel innere Ruhe ein Pferd-Reiter-Paar wirklich hat.

Spätestens am Turnier zeigt sich, wie viel innere Ruhe ein Pferd-Reiter-Paar wirklich hat.

Und wer meine Pferde schon mal gesehen hat, weiß, dass sie diese tiefe Ruhe normalerweise auch ausstrahlen. Sogar auf Messen, Kursen, Demnstrationsveranstaltungen, beim Hänger fahren und sehr selten am Turnier (bin ja eigentlich kein Turnierreiter….).

Gerade gestern hat eine neue Einstellerin bei mir im Stall mich gefragt, ob Rufino schon immer ein so ruhiges, maximal konzentriertes Pferd war. Ich hab lauthals loslachen müssen. Denn er war das freakigste Pferd, das ich je gesehen habe. Total schreckhaft, nervös und eine Bombe auf vier Beinen, jederzeit bereit beim kleinsten Fliegenhüstler zu explodieren …

Eine Problempferdetrainerin, die ihn am Anfang mal gesehen hat, hat damals zu mir gesagt: “Sandra, für SO ein Pferd zahlt niemand Geld. SO ein Pferd bekommt man wenn überhaupt geschenkt.” Gut, ich habe Geld bezahlt, aber ich muss sagen, Rufino ist mit Garantie jeden Cent Wert gewesen, den ich gelöhnt habe…. und er ist nicht umsonst zu mir gekommen, er ist wahrscheinlich mein größter Lehrmeister, den ich je hatte :)

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen ruhigen Sonntag und eine tiefe Verbindung beim nächsten Ritt…. Vielleicht denkst Du ja an meine Worte und versuchst ZUERST in Deine Mitte zu kommen, bevor Du aufs Pferd steigst. Ich kann Dir garantieren, dass diese Vorgehensweise sich langfristig ganz massiv positiv auf die Motivation Deines Pferdes, die Beziehung zwischen Deinem Pferd und Dir und den Trainingsfortschritt auswirken wird.

Alles Liebe!
Deine Sandra, Rufino und Fjola :)

 

Magnesium für das Pferd – König der Mineralstoffe

Magnesium macht locker!

Magnesium ist das für mich wichtigste Mengenmineral und wird häufig auch als “König der Mineralstoffe” bezeichnet. Denn es hat so viele Wechsel- und Schlüsselbeziehungen zu anderen Vitalstoffen, und ist unentbehrlich für einen “reibungslos funktionierenden Organismus”.

Seit vielen Jahren verwende ich reines Magnesiumcitrat in Apothekenqualität für meine 2- und 4-beinige Familie und mich als reine, natürliche Nahrungsergänzungsquelle. Ich habe damit wirklich unzählige, positive und teilweise umwerfende Erfahrungen gemacht.

 

Magnesium ist unter anderem wichtig für: 

  • Die Entspannungsfähigkeit von Muskulatur und eng damit verbunden
  • Muskelaufbau (nur entspannte Muskulatur kann sich überhaupt aufbauen) 
  • Magnesium wirkt leistungssteigernd 
  • Es “organisiert” viele andere Vitalstoffe und ist somit ein Schlüssel-Vitalstoff für einen gesunden Stoffwechsel 
  • Magnesium wird zur Entschlackung/Entgiftung eingesetzt
  • Es wirkt sich positiv auf den Wasserhaushalt aus und kann helfen, unnötige Wasserdepots zu vermeiden (und fördert somit ein normales Körpergewicht)
  • Beim Menschen wird Magnesium auch gern bei Diabetes-Patienten eingesetzt, da es sich scheinbar auf die Insulinresistenz der Zellen positiv auswirkt (interessant ggf. auch für Cushing-Pferde!!)
  • Man sagt ihm eine entzündungshemmende Wirkung nach
  • Ich habe äußerst positive Erfahrung bei Pferden mit Arthrose gemacht
  • Viele Kunden mit Pferden mit Hautproblemen wie Sommerekzem berichten von extremen Verbesserungen bei Magnesiumzufütterung
  • Magnesium kann helfen, Koliken zu vermeiden
  • Es hat sich extrem positiv bei Stressanfälligkeit und bei erhöhter Nervosität oder Schreckhaftigkeit, sowie bei erhöhtem Muskeltonus (feste Muskulatur, Blockadeneigung) bewährt.Daher ist es bei Turniereinsatz, bei Kursen, Wanderritten, Stallwechsel, erhöhter Belastung durch Training etc. besonders wichtig
  • Magnesium soll auch die Hirnleistung verbessern :)

Die obige Aufzählung ist natürlich nur beispielhaft und es gibt noch jede Menge andere nachweislich positive Auswirkungen von einer gezielten Magnesium-Supplementierung. Das Gute ist, dass man sich bei Magnesium kaum Sorgen wegen Überfütterung/einer Überversorgung machen muss, da ein “zu viel” an Magnesium unkompliziert vom Körper ausgeschieden wird. 

Wichtig jedoch ist, dass Du das Magnesium LANGSAM (mit ca. 30 % der Enddosierung) anfütterst, ansonsten kann es abführend wirken. Ich verfüttere an mein Großpferd (Lusitano, 500 kg) ca. einen halben Esslöffel am Tag, wenn er viel arbeitet und gebe generell auch gerade den älteren Isländern regelmäßig Magnesiumkuren, die ihnen unheimlich gut tun (die sind alle fit wie Turnschuhe!!!, Dosierung hierbei ca 1/3 Esslöffel).

 

In diesem Video erläutere ich viele Informationen zur Wirkungsweise und dem Einsatz von Magnesium in der Pferdefütterung:

 

Wenn Du Deinem Pferd Magnesium verabreichen willst, empfehle ich es als REINSTOFF am besten in Apothekenqualität und am besten als MagnesiumCITRAT zu verfüttern. Magnesiumcitrat ist zwar die teuerste Magnesiumform, jedoch belegen diverse Studien die beste Bioverfügbarkeit. Das heißt, das Pferd (und auch der Mensch) kann es sehr gut aufnehmen und man braucht deshalb nur geringe Mengen.

Ich habe endlich eine Apotheke gefunden, die zu SUPER KONDITIONEN, nämlich 35,00 Euro pro Kilogramm Magnesiumcitrat in Pharmaqualität zzgl. Porto diesen Reinstoff verkauft. Das ist echt ein Spitzenpreis, weil das Magnesiumcitrat normalerweise bis zu 120 Euro pro Kilogramm in der Apotheke kostet.

Bestellen kannst Du es direkt bei der Katharinenapotheke in Unterhaching: http://www.katharinen-apotheke.de/

PS: Weitere Ernährungstipps gibt es in meinem beliebten Webinar: So fütterst Du Dein Pferd gesundAlle Infos hier: https://www.edudip.com/w/23691

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