Lasst uns fröhlich und mutig sein….
So in der Art und doch etwas anders erklingt ein bekanntes Weihnachtslied in vielen deutschsprachigen Ländern. Gut, Weihnachten ist vorbei, das stimmt, ABER: Es steht der Jahreswechsel an und mit ihm die „guten Vorsätze“ fürs nächste Jahr 🙂

 

Ich möchtSandra Fencl Handpferde Reitene Euch keine guten Vorsätze ans Herz legen, das ist nicht meine Aufgabe. ABER ich möchte Euch etwas wünschen: Nämlich MUT. Warum Mut?

Weil Mut das Leben ungemein bereichern kann:

  • Mut bringt Abwechslung ins Leben.
  • Mut bringt neue Erkenntnisse und oft auch echte Weisheiten mit sich.
  • Mut kann uns echte Glücksgefühle verleihen, denken wir mal an Springreiten oder einen „rasenden Galopp“ 🙂
  • Und Mut kann ein Gegenspieler zur Angst sein und uns somit ein Stück Freiheit schenken. Denn mutige Leute haben die Möglichkeit, über sich hinaus zu wachsen. Mut kann also Deine Entwicklung fördern, und Angst kann uns hierbei behindern…

Warum sage ich das jetzt? Weil ich immer wieder Pferdefreunde treffe, denen es an Mut mangelt, aber wo eigentlich Intuition da wäre, aber kein (Selbst-)Vertrauen aufs Bauchgefühl. Oft höre ich: „Das habe ich mir schon immer gedacht, dass das für mein Pferd nicht gesund ist.“

Oder: „Ich hatte immer das Gefühl, dass meiner Stute das Training SO keinen Spaß macht, aber schließlich ist ER oder SIE der Reitlehrer und da vertraut man halt auf den Profi… und manchmal beginnen meine Kunden dann zu weinen. Weil es ihnen leid tut, dass sie nicht ihrem Gefühl sondern den „Profis“ vertraut haben…

 

Deshalb möchte ich Euch Mut wünschen!

MUT um

– > NEIN zu sagen, wenn sich etwas ( beim Training) nicht richtig anfühlt, egal wer Dich unterrichtet/anweist oder welchen Ausbildungsstand/akademischen Grad Dein Gegenüber besitzt.

 

– > neue, vielleicht sogar unkonventionelle Dinge auszuprobieren. Egal ob im Training, in der Pferdeermährung, in der Hufbearbeitung oder in der Pferdegesundheit. Nur „weil man es schon immer so gemacht hat“, heißt es nicht, dass es richtig ist! Das sehe ich leider GANZ oft in meiner täglichen Praxis…

 

-> ggf. auch mal jemand anderem auf den (richtigen) Weg zu helfen. Aber auch Mut, um mal den Mund zu halten. Weil manchmal ist weniger mehr und manchmal ist Schweigen tatsächlich Gold (gerade auch auf Facebook manchmal). Nicht immer und überall macht es Sinn, „seinen Senf“ dazu zu geben. Und manchmal könnt Ihr Menschen auf den richtigen Weg bringen, indem ihr einfach ein stilles Vorbild seit. Indem Ihr Dinge anders macht und „trotzdem“ funktionieren sie – oder übertreffen sogar die Erwartungen anderer 🙂

 

– > andere Leute „anders“ sein zu lassen. Denn was für das eine Pferd gut ist, kann einem anderen Tier schaden. Und was dem einen Reiter ungemein hilft, kann einen anderen ggf. sogar um Klassen zurück werfen…

 

Mut ist etwas, das man lernen kann. Das haben viele Hunderte von Kunden und Schüler von mir schon bewiesen und mich dabei manchmal sogar überrascht, erstaunt, erfreut und gerührt. Ich war von klein auf ein eher mutiger Mensch. Bei meinen frühkindlichen Reiter-Stuntversuchen gab es leider noch kaum Videokameras und deshalb keine Dokumentation darüber. Aber wenn ich die Videos heut veröffentlichen würde (die es leider nicht gibt), würden wahrscheinlich viele denken, ich war schon als Kind unter Drogen (kein Umkehrschluß auf aktuelle Befinden bitte!!!).

 

Mut hat aber auch damit zu tun, was man sich selbst ZUTRAUT. Ich habe immer einen eisernen Willen besessen…

In meiner Hufpflegerausbildung wollte man mich bis zur Hälfte der Ausbildung noch immer „loswerden“. Weil ich einfach schlecht und seeeeeeehr langsam war… Am Ende war ich eine der Besten 🙂

Bei meiner Dentistenausbildung hat mir der Hauptdozent JEDEN TAG gesagt, dass ich sowieso durchfallen werde, weil ich zu langsam bin… Ok, am Prüfungstag hab ich die beste Prüfung IN DER GESCHICHTE dieser Ausbildung absolviert, da hat sogar der Ausbilder gesagt: „Das hätte ich nie erwartet.“

Viele liebe Menschen aus meinem engsten Umfeld haben mich eindringlich gewarnt, meinen sicheren, unkomplizierten und noch dazu ganz gut bezahlten Angestellen-Marketingjob an den Nagel zu hängen um stattdessen SELBSTÄNDIG mit vollem finanziellem und körperlichem Risiko mit Pferden zu arbeiten. Wie verrückt kann ein studierter Mensch sein???

und als ich dieses Jahr gemeinsam mit meinem Geschäftspartner auch noch die Pferdewissens-Onlineplattform PferdeInsider gegründet habe, dachten alle: „Jetzt ist sie vollkommen durchgeknallt.“ Aber es macht mir Freude noch viel mehr Pferden und Pferdebesitzern zu erreichen und online helfen zu können. Das ist wirklich erfüllend für mich, weil ich das Gefühl habe, mein Leben macht (so) Sinn 🙂 Heute bin ich glücklicher und zufriedener denn je… Und ja, Papa, ich ÜBERLEBE und konnte bis jetzt alle meine Rechnungen bezahlen :)))

Mein Rücken ist wenig geeignet fürs Reiten und schon GAR NICHT für schwere körperliche Arbeit gemacht. Ich habe eine ausgeprägte Skoliose = Wirbelsäulenkrümmung, dazu eine Wirbelsäulendrehung, einen Flachrücken im Brustwirbelbereich und ein Hohlkreuz -> mehr negative Dinge auf einmal könnt Ihr in einem Rücken nicht vereinen. ABER ich komme damit super zurecht.

 Handpferde Reiten Sandra Fencl
Ich bin ja sowieso der Meinung: Gesundheit ist „kein Zustand“, sondern eher eine Lebenseinstellung und auch eine Lebensaufgabe – und daran kann jeder (der mag) arbeiten…. oder auch nicht…
und so ist es meiner Meinung nach auch bei den Pferden – man kann in 99,9 Prozent aller Fällen immer etwas verbessern. Denn Pferde sind veränderbar, so lange sie leben, deshalb heißt es auch LEBEwesen.
Leben bedeutet Bewegung und beweglich sein! Leben heißt aber auch Veränderung – das ist bekantlich die einzige Konstante im Leben: Veränderung!
Habt den Mut, vielleicht auch ein paar sinnvolle Veränderungen in 2015 zu treffen: Für Euch, aber auch für das Euch anvertraute Pferd.

 

Also, was will ich Euch in langen Zeilen sagen? Eigentlich nichts 🙂 Ich möchte Euch nur ein bißchen Mut für 2015 WÜNSCHEN!

Und vielleicht denkt Ihr im kommenden Jahr mal an diese Zeilen und entscheidet (nach Eurem Bauch und für Euer Pferd) richtig… dann freu ich mich 🙂

In diesem Sinne,

Euch allen ein mutiges, schönes, aufregenes und gesundes 2015,

Euer Häuptling des Mutes,

Sandra mit den unsichtbaren Flügeln 🙂