Sandra Fencl

Ganzheitliches Pferdewissen aus Leidenschaft!

Monat: November 2009 (Seite 1 von 4)

Aktuelles – Islandpferde zu verkaufen, neue Kurstermine für Barhufkurse, klassische Reitkurse, Bodenarbeitskurse, Pferdemassage-Kurse uvm. online!

News aus dem Pferde-Bereich

Bleiben Sie stets informiert über aktuelle News und Themen rund ums Pferd. Abonnieren Sie jetzt meinen redaktionellen Newsletter „Gesundes Pferd“ und verpassen Sie keine wichtigen Infos und Termine rund ums Pferd mehr.

 


Neue Pferdekurse für das Jahr 2013 sind demnächst online!

Auch im Jahr 2013 gebe ich umfassende Pferde-Seminare in Bayern und Österreich zu interessanten Themen wie klassische Bodenarbeit, klassisches Reittraining (auch mit Gastdozenten), Wege zum losgelassenen Sitz, Massagekurse für Pferde, Sattelseminar und vieles mehr. Einfach auf die Kursseite meiner Website schauen.

Bei Fragen, sendet mir bitte einfach eine Email oder ruft mich kurz an… Alle meine Kurse sind mit Zufriedenheits- oder Geld-zurück-Garantie 🙂

 


Noch Plätze für den Kurs (klassische) Bodenarbeit frei!

Im Moment sind noch Plätze für den Kurs „(klassische) Bodenarbeit am 1. und 2. Juni 2013 in Rauris – Salzburger Land frei. „Gutes Reiten beginnt vom Boden aus“ – da ist eine alte Reiterweisheit. Nichts desto trotz wird die Bodenarbeit vielerorts vernachlässigt. Dabei erfüllt sie viele wichtige Aufgaben.

Richtig angewendet, schafft sie ein klares Respekt- und Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd, lehrt das Zusammenspiel der Hilfen, fördert Ruhe und Konzentrationsfähigkeit, ist ein ausgezeichnetes Rückentraining und fördert die Versammlungsbereitschaft beim Pferd und macht darüber hinaus Spass und bringt Abwechslung in den Trainingsplan. Also, nichts wie anmelden und mit Sicherheit viele neue Erkenntnisse sammeln und das Übungs-Repertoire erweitern. Weitere Infos zum Bodenarbeitskurs unter Seminartermine.

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Häufige Fragen zu Pferdetherapie & Pferdeausbildung

Häufige Fragen zu Pferdetherapie & Pferdeausbildung

Hier finden Sie einige Fragen und Antworten, die mir sehr häufig gestellt werden zu den Thema ganzheitliche Pferdetherapie beim Pferd. Rechtlicher Hinweis: In Österreich dürfen lediglich Tierärzte Diagnosen und Therapie-Pläne erstellen und Osteopathie am Pferd ausführen. Meine Tätigkeit in Österreich beschränkt sich auf omnipathische Behandlungen und Tiermassage. Nichts desto trotz möchte die aufgelisteten Tipps erhalten, da sie auch für  energetische Ausgleichstechniken wie cranio-sacrale Omnipathie gelten.

Sollten für Sie noch Fragen offen bleiben oder Sie lieber persönlich zu mir Kontakt aufnehmen wollen, dann freue ich mich auf Ihre Email oder Ihren Anruf (Details siehe Kontakt).

Wie oft sollte man ein Pferd therapieren lassen?

Diese Frage kann erst nach einer genauen Analyse (Anamnese) bei der Erstaufnahme des Pferdes konkret beantwortet werden. Je nachdem, welche Blockaden bzw. Probleme das Pferd hat, schwankt die Therapieanzahl zwischen einer und circa vier Therapiebehandlungen des Pferdes.

Meine durchschnittliche Behandlungsreihe ist mit 1,6 Behandlungen recht gering. Ich kann mittels gezielter und genauer Ursachenforschung die Behandlungseffektivität steigern und damit Behandlungshäufigkeit reduzieren – was dem Besitzer natürlich Geld spart. Häufig bekommen die Besitzer auch Aufgaben, wie beispielsweise einfache Massagetechniken anzuwenden oder bestimmte Bewegungs- und Mobilisationsübungen durch zu führen. Nichts desto trotz ist es sehr wichtig, dass ein Pferd wirklich „austherapiert“ wird. Das bedeutet, dass die Behandlungsreihe zu Ende geführt wird, bis das Pferd völlig frei von Blockaden ist. Andernfalls kann es einen Rückfall nach einiger Zeit geben. 

Welche Vorkehrungen sind zu treffen, damit eine Pferdebehandlung optimal abläuft?

Eine osteopathische Pferde-Behandlung wirkt umso intensiver, je entspannter und ruhiger das Tier ist . Deshalb hier ein paar Tipps, um die Effektivität der Pferde-Therapie zu steigern:

  • Die Pferdebehandlung sollte an einem ruhigen Ort, an dem sich das Pferd wohlfühlt, stattfinden.
  • Es sollten andere Pferde in Sichtweite sein.
  • Die therapeutische Behandlung des Pferdes sollte nicht zur Fütterungszeit terminiert werden – das Pferd sollte auf keinen Fall hungrig zur Behandlung erscheinen.
  • Auch der Besitzer sollte ausreichend Zeit mitbringen (Stress vom Besitzer überträgt sich aufs Pferd).
  • Das Pferd sollte einigermaßen sauber und vor allem trocken sein (aber bitte nur wenig putzen, sonst wird die Anamnese verfälscht).
  • Idealerweise sollte das Pferd vor und nach der Pferdetherapie-Behandlung die Möglichkeit gehabt haben, sich auf der Koppel auszutoben.


Wie kann ich die Effektivität einer osteopathischen Behandlung beim Pferd fördern?

Eine osteopathische Behandlung regt die Selbstheilungskräfte des Pferdes an. Eine Osteopathiebehandlung beim Pferd wirkt noch zwei bis drei Wochen nach. Um diesen Heilungs- und Veränderungsprozess möglichst nicht zu stören, sind folgende Dinge zu beachten:

  • Nach einer osteopathischen Behandlung soll ein Pferd mindestens drei Tage (besser eine Woche) nicht geritten bzw. gefahren werden. Es braucht die Zeit, damit sich sein Körper „neu organisieren“ und sich die Statik und damit das Gleichgewicht des Pferdes neu ausrichten kann.
  • Nicht reiten bedeutet aber nicht, dass es keine Bewegung machen soll – Idealerweise sollte es jeden Tag mindestens 6 – 8 Stunden Koppelgang haben. Pferde wälzen sich nach einer Osteopathiebehandlung sehr häufig, um kleinere Restblockaden oder Verspannungen selber aufzulösen.
  • Weiters kann das Pferd spazieren geführt werden, als Handpferd mitgenommen werden oder lassen sie es vorsichtig freilaufen (bitte die Aufwärm- und Cool-down-Phase nicht vergessen!) Longieren ist aufgrund der stärkeren Stellungs- bzw. Biegungsanspruches erst frühestens ab Tag 4 nach der Pferdebehandlung zu empfehlen.
  • Nach der Woche „Freizeit“ beanspruchen Sie bitte Ihr Pferd in dern nächsten Woche nur leicht – kurze Ausritte ins Gelände und kurze Dressureinheiten in Dehnungshaltung (keine Versammlung!) oder Bodenarbeit sind am Sinnvollsten.
  • Ab Woche 3 können Sie Ihr Pferd wieder „normal“ belasten.

 

Fallbeispiele Pferdegesundheit

Ganzheitliche Pferdegesundheit:
Beispiele aus der Praxis

Auf dieser Seite können Sie sich einige Fallbeispiele aus Bayern über Pferdetherapie, Dentalkunde bei Pferden bzw. Training von Pferden durchlesen. Somit können Sie Erkenntnisse sammeln, wie Pferdetherapie wirken kann, bzw. wie mein Reitunterricht und mein (Jungpferde-) Training aufgebaut ist. (Anmerkung: Aus Datenschutzgründen wurden alle Namen geändert).

Folgende Fallbeispiele finden Sie auf dieser Seite:

Bereich Pferdetherapie und Pferdeausbildung
Tamira – das aggressive Killerpferd

Joschi – 5 Jahre unreitbar wegen Schale

First Choice – Schwerer Pferde-Anhängerunfall

Fee – Rettung vor dem Tod

Carina – Unreitbar aufgrund von Kissing Spines

Noriker Senta – blockiertes Kreuzdarmbein-Gelenk


Bereich Pferde-Dentalkunde
Eldstjarni – aufgrund der Zähne physisch und psychisch am Ende 
 

Tamira – das aggressive Killerpferd

Fallbeispiel PferdetherapieTamira lernte ich als 4jähriges, körperlich sehr unterentwickeltes, hochgradig aggressives Jungpferd kennen. Das Pferd hatte große körperliche Probleme speziell im Knie- und Beckenbereich, weshalb es ihr schwer fiel, im Training mitzuarbeiten. Dieses körperliche Defizit wurde von dem damaligen Westerntrainer als Ungehorsam gesehen, weshalb er Tamira auf brutale Art und Weise versuchte „einzubrechen“.

In ihrer Verzweiflung wurde Tamira total aggressiv und damit untrainierbar (und auch fast „unanfassbar“). Für mich war Tamira der klassische Fall eines Pferdes, welches falsch verstanden wurde. Sie wollte gern mitarbeiten, aber sie konnte es nicht. Lesen Sie bitte, was ihre Eigentümerin Steffi über Tamira und meine Behandlungen zu berichten hat:

An deiner Stelle würde ich das Pferd an den Vorbesitzer zurückgeben oder einschläfern lassen, es ist gefährlich!’, das waren die Worte eines ‚Trainers’ der einen Monat lang mit Tamira gearbeitet hatte. ‚Wenn Sie ein Pferd zum streicheln wollen, behalten Sie sie, wenn Sie jemals reiten wollen, kaufen Sie sich ein gesundes Pferd!’, das waren die Worte eines Tierarztes nachdem er Tamira geröntgt hatte.

Am Boden zerstört wegen meines angeblichen Fehlkaufs erfuhr ich zufällig von Sandra. Nachdem ich sie ausfindig gemacht hatte, kam sie ein paar Tage später zu uns in den Stall und diagnostizierte nach langer, genauer Untersuchung meiner Kleinen, starke Verspannungen der Rückenmuskulatur, mehrere Wirbel- und Gelenksblockaden und zu wenig ausgeprägte Muskulatur an der Hinterhand, was in Kombination zu diesem eigenartigen Gang bzw. der Lahmheit führte.

Die Blockaden und Verspannungen meines Pferdes löste Sandra mit Hilfe von Osteopathie und Massage und sie zeigte mir ein paar Übungen für Muskelaufbau. Wir beide fanden, dass Tamira mehr Bewegung braucht und somit ein Offenstall ideal für sie wäre. Kurz entschlossen wechselten wir wenige Tage später den Stall und wenige Wochen danach sah man durch die permanente Bewegung und Behandlungen bereits eine deutliche Besserung der Lahmheit.

Sandra nahm die Röntgenbilder des Tierarztes mit nach Deutschland in eine auf Hüftprobleme spezialisierte Pferdeklinik, wo sie sie zusammen mit einer Spezialistin mit Hilfe einer Speziallampe begutachtete. Es wurde von allen Anwesenden keinerlei Problematik festgestellt.

Zu wissen, dass Tamira doch 100% gesund war, war für mich schon eine enorme Erleichterung. Das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass sie ein schwieriges Pferd war, das vor Menschen null Respekt hatte. Sandra war seltsamerweise die einzige Person, die in Tamira kein Problem sah. Und so vereinbarten wir, dass sie mein Pferd nun regelmäßig arbeiten würde. Bereits 2-3 Wochen später konnte ich Tamira ohne Probleme longieren, wo sie doch früher mit angelegten Ohren und offenem Maul auf mich zugestürmt kam.

Sie hat zwar nach wie vor Einiges zu lernen, doch kann ich heute sagen, dass ich eine gute Beziehung zu meinem Pferd aufgebaut habe, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt basiert und es mir wieder Spass macht mit ihr zu arbeiten. Ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten, dass Sandra der springende Punkt war, weshalb sich mein Pferd heute noch in meinem Besitz befindet. Zurück zur Übersicht Fallbeispiele Pferdetherapie.

 

Joschi – 5 Jahre unreitbar wegen Schale

Joschi war ein 22jähriges Connemara, das ich über Kundenempfehlung kennen lernte. Er war von drei verschiedenen Tierärzten auf Schale vorne links diagnostiziert worden und einheitlich als unreitbar befunden worden, sodass die Eigentümerin ihn bereits seit 5 Jahren nicht geritten hatte. Der Connemara-Wallach war tatsächlich bereits im Schritt an der Hand vorne links deutlich lahm. Ich sah mir die Barhufe an, die grundsätzlich nicht so verkehrt bearbeitet worden waren. Allerdings waren die Eckstreben deutlich zu hoch.

Drückende Eckstreben schränken nicht nur den Hufmechanismus und damit die Stoßdämpfungsfunktion des Hufes ein. Sie können auch das Hufbein (den letzten Knochen im Skelett des Pferdes) zum Rotieren bringen und zu Entzündungen im Huf führen. Ich bearbeitete als Erstes die Hufe von Joschi, und bereitete ihm Erleichterung, indem ich die drückenden Eckstreben entfernte.

Danach habe ich ihn osteopathisch behandelt und alle Gelenke und Wirbel die blockiert waren, gelöst. Speziell in den Vorderbeinen hatte das Pferd starke Blockaden aufgrund der jahrelangen Schonhaltung. Seine Muskeln lockerte ich ebenfalls mittels manueller Massage und Gerätetherapie mit den Neurostim-Pferdemassagegerät.

Nach der ersten Behandlung lief das Pferd bereits deutlich besser. Und nach der zweiten Behandlung war das Pferd zu unser aller Erstaunen lahmfrei. Nachdem Joschi sehr lange lahm gegangen war, behandelte ich ihn sicherheitlhalber noch ein drittes Mal. Aber der Connemarawallach war nach der Behandlungsreihe wieder voll einsetzbar und wird auch heute noch regelmäßig und mit Begeisterung geritten.  

First Choice – Schwerer Pferde-Anhänger-Unfall

Unfall PferdetransportFirst Choice war ein erfolgreiches M-Dressur und Springpferd. Auf dem Weg zum Turnier wurde er von einem Betrunkenen im Pferde-Anhänger umgefahren. Er mußte von der Feuerwehr heraus geschnitten werden. Als ich ihn ca. 3 Wochen nach seinem Unfall zu Besicht bekam, war ich regelrecht schockiert.

Er hatte tiefe Schnittwunden am Kopf und an den Beinen, die bereits zu „Elefantenbeinen“ angelaufen waren. An einem Vorderbein wurde der Musculus Triceps – ein wichtiger Beugemuskel – völlig durchtrennt. Die Wirbelsäule des Pferdes glich einer Bobbahn und war völlig blockiert. Er hatte überall Schwellungen und Muskelverspannungen. Was mir aber am meisten Sorgen bereitete, war, dass der Wallach psychisch verständlicherweise ziemlich am Boden war.

Ich habe dem Pferd mittels Lymphdrainage die sehr geschwollenen Beine und anderen ödematischen Bereiche behandelt. Außerdem habe ich die noch intakten Vorderbein-Beugemuskeln mittels Reiz-Strom-Unfall mit PferdeanhängerTherapie (TENS-Gerät) gestärkt, damit sie die Funktion des fehlenden M. Triceps übernehmen konnten.

Das Pferd wurde weiters mehrfach cranio-sacral osteopathisch entlang des Kopfes und der Wirbelsäule von mir behandelt. Außerdem habe ich ihm mittels manueller Massage die Muskeln gelockert und ein besseres Körpergefühl gegeben.

Als das Pferd wieder auf dem Weg der Besserung war, habe ich verschiedene Mobilisations- und Dehnungsübungen bzw. auch Aktivgymnastik mit dem Wallach gemacht, damit er aufgrund des Verlustes des M. Triceps mit seinem neuen Bewegungsablauf zurecht kam. Außerdem habe ich sämtliche Narben, die First Choice vom Unfall davon getragen hat, entstört, um so eine uneingeschränkte Bewegungsfähigkeit des Pferdes zu gewährleisten.

Weiters bekam das Pferd gegen sein Trauma und seine Depression Bachblüten, die auch Pferdetherapie Fallbeispielsehr gut angeschlagen haben. Heute ist der Wallach wieder genauso fröhlich und einsatzfähig wie vor seinem Unfall. Auch mit mittlerweile fast 20 Jahren ist er auf M-Turnieren (auch im Springen!) trotz seines schweren Unfalls erfolgreich, und wird es hoffentlich noch lange sein.

Fee – Rettung vor dem Tod

Fee - Pferdetherapie als Rettung vor dem TodFee wurde mir 12jährig im Spätherbst vorgestellt, nachdem sie 4 Jahre in Therapie bei diversen Tierärzten, Zahnspezialisten und Schmieden war. Sie war zu dem Zeitpunkt noch beschlagen und wurde – wie vom Tierarzt empfohlen, auch noch geritten. Ich bekomme ja recht viele Pferdepatienten, die kurz vor dem Einschläfern oder dem Gang zum Schlachter stehen (aber bis jetzt musste noch keiner tatsächlich eingeschläfert werden :). Aber Fee war in einem wirklich schlechten Zustand und ich musste der Besitzerin mitteilen, dass ich mir nicht sicher bin, ob sie es schafft.

Anmerkung: Das Bild links entstand nach der ersten Behandlung, nach der Fee bereits viel fröhlicher und interessierter war als vor der ersten Therapieeinheit.

Wie kommt es nun, dass ein Pferd, welches gut gefüttert und gepflegt wird, in doch recht jungen Jahren in solch einem schlechten Zustand ist? Die Stute hatte massive Blockaden an der Wirbelsäule. Blockaden äußern sich langfristig auch immer in Form von Muskelverspannungen. Wenn eine Blockade länger besteht, wird diese von den umliegenden Muskeln sozusagen „fixiert“. Dies ist ein Schutzmechanismus des Körpers, weil dieser merkt, dass die Wirbelsäule in dem Bereich sozusagen anfällig ist. Insofern macht es Sinn, dieses Wirbelsegment möglichst zu „schonen“ und zu fixieren. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch so wichtig, bei Wirbelbehandlungen auch die Muskulatur unbedingt mit einzubeziehen.

Wenn ein Pferd Blockaden hat, verspannt es sich also zwangsläufig langfristig. Dies führt zu einem erhöhten Muskeltonus (= Grundspannung des Muskels). Das bedeutet wiederum, dass die Muskulatur mehr Nährstoffe benötigt, um diese Grundspannung aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wird mehr Sauerstoff zur „Verbrennung“ benötigt und es werden mehr Schlackstoffe als Abfallprodukt produziert. Dies führt wiederum dazu, dass der Muskel irgendwann nur mehr unphysiologische Stoffwechselvorgänge (anaerob) eingehen kann und somit deutlich mehr Schlackstoffe produziert. Ein Teufelskreislauf entsteht…

Carina - unreitbar aufgrund Kissing Spines - Pferdetherapie - FenclDas Endresultat ist ein Pferd, welches einen extrem hohen Energiebedarf hat, allein um seinen Muskelstoffwechsel zu befriedigen. Außerdem wird es Stoffwechselprobleme bekommen, aufgrund von „uneffizientem“ Muskelstoffwechsel. Dies führt zur Belastung von inneren Organen, sowie sekundären Ausscheidungsorganen wie Haut & Hufe.

Es besteht außerdem nicht nur eine Wechselbeziehung zwischen Wirbeln und Muskeln beim Pferd, sondern auch zwischen Wirbeln und Organen. Dies bedeutet, dass blockierte Wirbel Nerven quetschen können, die Organe informieren und stimulieren. Dies führt zu „Fehlinformationen und falschen Reizen“, sodass das betroffene Organe unphysiologisch arbeitet.

Bei Fee habe ich eine echte ganzheitliche Therapiefolge gemacht: Die Hufe wurden auf barhuf umgestellt, damit der Hufmechanismus den Stoffwechsel und die Entschlackung des Körpers unterstützt. Für den Stoffwechsel hat Fee diverse Zusatzfuttermittel bekommen – hierunter vor allem Pferdehanf, um eine innere Reinigung, eine Stärkung der inneren Organe und eine normale Muskelfunktion herbei zu rufen.

Darüber hinaus habe ich der Stute mehrfach energetisch Wirbel und Muskeln behandelt, sowie mittels viszeraler Osteopathie die Organschwingung harmonisiert. Mittels gymnastischer Bodenarbeit haben die Elke und ich Fee wieder beweglich gemacht und die Wirbelsäule aktiv mobilisiert. Außerdem wurden die Zähne von Fee behandelt, sodass eine optimale Gebiss-Balance entstanden ist.

Nach der Behandlungsreihe (insgesamt auf ein dreiviertel Jahr aufgeteilt) schrieb mir Elke: Liebe Sandra, ich weiss gar nicht, wie ich Dir danken soll. Ohne Dich wäre Fee bereits im Pferdehimmel. Ich bin so froh, dass wir Dich kennengelernt haben! Vielen, vielen Dank für alles! Bis bald, Fee & Elke.

 

Carina – Unreitbar aufgrund Kissing Spines

Carina - Kissing Spines nach der Pferdetherapie

Die Besitzerin von Carina erzählt ihre Therapie-Odyssee: Auf einer Fohlenauktion kaufte ich Carina. Damals wusste ich natürlich noch nicht von den Problemen, die auf mich zukommen würden.
 
Als Jährling fingen die ersten gesundheitlichen Probleme an: Die Kniescheibenbänder waren so locker, das ihre gesamten Bewegungen extrem gestört waren. Der Tierarzt meinte:“ Abwarten bis das Pferd angeritten ist, dann wird´s besser!“. Nachdem sie 4jährig angeritten, und 1 Jahr im Beritt war, wurde nichts besser
.
Ich brachte Carina in die Klinik zum durchchecken. Die Diagnose: Kissing- Spines. (=Das Aneinanderreiben der Dornfortsätze). Ihr wurden Entzündungshemmer in den Rücken gespritzt. Es hat sich aber nichts gebessert, sondern nur noch mehr verschlimmert. Mein Pferd wurde für mich unreitbar.
 
Sobald sie den Sattel sah, zuckte sie zusammen, auf dem Reitplatz blieb sie wie angewurzelt stehen und trat keinen Schritt mehr vorwärts. Zum Schluß ging Carina ständig an der Longe durch. Ich war verzweifelt mit dem Pferd, doch ich wollte nicht mal in Erwägung ziehen, es zu verkaufen, wie manch andere es mir geraten hatten. Dann habe ich von Sandra erfahren.
 
Sie kam zum Stall und sah sich Carina ganz genau an. Schließlich kam sie zum Schluss: Mein Pferd litt an starken Verspannungen der Rückenmuskulatur und massiven Blockaden entlang der gesamten Wirbelsäule. Mittels Osteophatie, Massagen und Bachblüten wurde Carina wieder in ein körperliches und geistiges Gleichgewicht gebracht. Außerdem empfahl mir Sandra Pferdehanf zu füttern, damit sich der Muskelstoffwechsel harmonisiert und Carina leichter Muskulatur aufbauen konnte.
 
Nach der Therapieeinheit konnte ich Santana langsam wieder an die Longe gewöhnen. Sandra zeigte mir sehr gute Übungen zum Muskelaufbautraining. Nach nur zwei Wochen ging es Santana deutlich besser. Seitdem ich das Training neu gestaltet habe durch Bodenarbeit, Handpferdereiten und „richtigem Longieren“  akzeptiert Carina mich als Reiter wieder ohne dass sie vor Schmerzen in die Luft geht!
 
Mein Pferd und ich müssen zwar noch viel lernen was das „richtige Training“  zum Muskelaufbau betrifft, aber wir sind auf einem guten Weg dorthin. Ohne die professionelle Hilfe und die Denkanstöße von Sandra wäre Carina mit Sicherheit heute noch unreitbar.

 

 

Noriker Senta – blockiertes Kreuzdarmbein-Gelenk

Noriker Senta - Pferdetherapie - Sandra FenclSenta wurde mir vorgestellt, weil sie die Hinterbeine sehr schlecht und „schlurfend“ bewegt. Eine inaktive Hinterhand beim Pferd ist meist ein Zeichen für ein blockiertes Ilio-Sacralgelenk = Kreuzdarmbein-Gelenk beim Pferd. Viele Pferde mit blockiertem Kreuzdarmbein-Gelenk haben nicht nur wenig Schub aus der Hinterhand, sondern tun sich auch schwer, die Hinterbeine beim Hufe Auskratzen oder bei der Hufbearbeitung zu geben und/oder (längere Zeit) in die Höhe zu halten.

Häufig schlagen die Pferde mit den Hinterbeinen auch aus beim Hufe Geben. Dies darf aber nicht als bösartiger Charakter gewertet werden, sondern ist einfach eine Reaktion aus Angst vor Schmerzen und Bewegungseinschränkung. Die Pferde haben Angst, ihre Hinterbeine frei zu bewegen, da sie gelernt haben, dass dies ohne Schmerzen nicht möglich ist. Manche Pferde-Experten sprechen davon, dass mehr als 80 Prozent aller Reitpferde an einem blockierten Ilio-Sacralgelenk leiden.

Woher kommen so viele Blockaden beim Pferd am Kreuzdarmbein-Gelenk?

Es gibt viele Ursachen, warum das Ilio-Sacralgelenk beim Pferd blockiert ist. Folgende sind wohl die häufigsten für Kreuzdarmbein-Gelenksblockaden bei Pferden:

  1. Falsche Reitweise (Rollkur, zu dominante Handeinwirkung, Überanstrengung von untrainierten Pferden)
  2. Traumata (Stürze, „Wegrutschen der Hinterbeine“ zB auf nasser Wiese, grobe Hufbearbeitung)
  3. Falsche Ausrüstung (schlecht passende Sättel – hier vor allem auch zu lange Sättel, Schwerpunkt zu weit hinten, aber auch unkorrekte Verwendung von Hilfszügeln)
  4. Blockaden in anderen Gelenken wie zB Kniegelenken, aber auch in der Wirbelsäule, Schulter/Brustbein, 1. und 2. Halswirbel/Kiefergelenk/Zungenbein – die Ursachen sind natürlich vielfältig. Aber aus cranio-sacraler Sicht besteht ein direkter Zusammenhang zwischen oben genannten Strukturen. Blockiert einer dieser Bereiche sind Blockaden in den anderen Gelenken langfristig sehr wahrscheinlich.

Folgen von langfristigen Gelenksblockaden beim Pferd

Wenn Pferde über einen längeren Zeit an einer massiven Gelenksblockade wie beispielsweise des Ilio-Sacralgelenks gelitten haben, bewegen sich auch manche nach der Auflösung einer solchen Gelenksblockade nicht unbedingt sehr viel freier. Dies liegt am sogenannten „Schmerzgedächtnis“ des Tieres. Pferde (genau wie wir Menschen) haben Propriorezeptoren, also Nerven-Bewegungsmelder innerhalb der Muskulatur. Diese peripheren Bewegungszentren geben dem Muskel (und dem Hirn) vor, wie viel Bewegungsradius beispielsweise ein Gelenk hat, ohne dass dies zu Schmerzen führt. Ist ein Gelenk über längere Zeit blockiert, wird dies sozusagen eingespeichert. Es entsteht eine Schonhaltung beim Pferd.

Nach Auflösung einer Blockade muss das Pferd diese Schonhaltung „vergessen“. Man muss also mittels kinesthätischer Übungen und gymnastizierender Bodenarbeit dem Pferd seinen neuen Bewegungsradius bewußt machen und so die Propriorezeptoren umspeichern. Das schaffe ich in der Regel in ein bis drei Bewegungseinheiten (die häufig nur je 5-10 Minuten dauern), die häufig auch vom Besitzer anstelle von mir ausgeführt werden können.

In sehr schwer wiegenden Fällen muss man dem Pferd auch auf psychischer Ebene helfen, beispielsweise mittels Bachblüten. Im Jahr 2011 habe ich ein Serie über Bachblütenbehandlung beim Pferd in der Pegasus veröffentlicht. Diese Pegasus-Expertenkarten finden Sie demnächst im Bereich Presse. Nähere Infos über Bachblütentherapie beim Pferd auch im Website-Bereich Ergänzende Faktoren – Feinstoff-Therapie.

Man darf nicht vergessen, dass jedes körperliche Trauma auch einen gewissen psychischen traumatischen Hintergrund  hat, egal ob beim Pferd, beim Hund oder beim Menschen (auch wenn dies jetzt ggf. esotherisch klingen mag, ist aber so). Gern können Sie auch meinen Artikel über Traumata beim Pferd aus der Pegasus-Pferdezeitschrift auf meinen Pressebereich ansehen.

Neben der massiven Blockade des Kreuzdarmbein-Gelenk war Senta  recht mager. Auch hier hatten wir das Problem, das im Endeffekt ähnlich wie bei „Fee“ (siehe Fallbeispiel weiter oben) die gesamte Wirbelsäule blockiert war. Dies führte zu umfassenden Muskelverspannungen und einem zu hohen Muskeltonus, nervale Fehlleitungen zu den Organen und einer Gesamtstörung des Stoffwechsels.

Außerdem hat Senta eine recht ausgeprägte Fehlstellung. Fehlstellungen und schiefe Hufe wirken sich immer auf die Gesamtstatik aus und führen auch langfristig zu Muskelverspannungen und dies wiederum zu Gelenksblockaden beim Pferd. Es ist sehr wichtig, Fehlstellungen möglichst schon beim Jungpferd zu korrigieren, damit es nicht zu Verspannungen, Gelenksblockaden, verfrühtem Verschleiß und beispielsweise Arthrosen beim Pferd kommt.

Gerade schwerere Pferderassen wie Noriker oder Süddeutsches Kaltblut neigen zu zehenenger Vorderbein-Stellung. Je früher man (junge) Pferde korrigiert und regelmässig barhuf bearbeitet, desto unproblematischer und schneller ist die korrektive Behandlung.

Kathrin schrieb mir nach der ersten Behandlung: 

Ich muss dir unbedingt ein paar Fotos von Senta schicken, denn es freut mich so, dass sie schon wieder eine solche Lebensfreude hatt wie sie es schon lange nicht mehr gezeigt hat. Ich bedanke mich nochmal ganz herzlich bei dir und freu mich schon drauf wenn du ihr nochmals neue Lebensgeister einhauchst bzw. Duke und Sylvester auch auf die Sprünge hilfst!!!!

 

Eldstjarni – Auslöser für die Ausbildung zur Pferdedentistin

IslandwallachHier finden Sie eine „Erfahrungsgeschichte“ mit einem unserer eigenen Pferde. Er war der Grund, warum ich mich für die Pferdedentisten-Ausbildung bei Louis Pequin entschieden habe. Unser „Opi“ war in jüngeren Jahren ein sehr erfolgreiches Turnierpferd meiner Schwester. Wir hatten ihn mit 14 Jahren gekauft und er war ein sehr motiviertes und fleißiges Reitpferd.

Nach und nach baute er über die Jahre deutlich an Gewicht ab (siehe Foto), was uns veranlasste, das Pferd mehrmals von diversen Tierärzten auf Zahnprobleme untersuchen zu lassen, sowie diverse Blut- und Kotuntersuchungen machen zu lassen. Aber all diese Untersuchungen gaben uns keine schlüssigen Auskünfte darüber, warum der Wallach konstant an Gewicht verlor.

Auf Anraten und Empfehlung einer weiteren Tierärztin wurde der Wallach schlußendlich von einem Schmied und Zahnraspler (nein, Pferdedentist kann man ihn leider nicht nennen) mit einer elektrischen Bosch-Pferdezahn-Raspel behandelt. Jedoch verschlimmerte sich darauf hin sein Zustand deutlich. Dies war der ausschlaggebende Grund, warum ich nun endlich die Ausbildung bei Louis Pequin zur Pferde-Dentistin begann, mit der ich schon einige Jahre geliebäugelt hatte. Ich absolvierte die Dentisten-Ausbildung und konnte die Prüfung sogar als Kursbeste bestehen.

Die Zahnbehandlung bei unserem Pferd hatte meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Die Schneidezähne des Pferdes waren viel zu lang und diagonal – schief, wodurch einerseits das ganze Zahnfleisch entzündet war (man erkennt das an der starken Rötung des Zahnfleisches am Zahnansatz) und andererseits war somit auch der gesamte Kiefer schief. Seine rechte Unterkieferbackenzähne (3. Quadrant) waren ca. 1 cm höher als die linken (4. Quadrant). Man kann sich vorstellen, dass mit einem derart schiefen Kiefer das Kauen zum Schmerzakt wird.

Außerdem waren durch die elektrische Zahnbehandlung lediglich die vorderen Backenzähne gekürzt worden. Die beiden letzten Unterkiefermolaren (die „11er“), waren über einen Zentimeter höher als die restlichen Backenzähne!!! Außerdem hatte das Pferd scharfe Kanten und Haken an den Backenzähnen. Mit all diesen Problemen kann man sich vorstellen, dass Eldstjarni weder Lust zum Fressen, noch Lust zum Leben hatte! Er hatte wirklich bereits aufgegeben. Sein trauriges Gesicht und kaum Mimik und Bewegungsfreude zeigten dies deutlich an!

Nach der Zahn-Behandlung zeigte das Pferd sofort Erleichterung und auch Erstaunen (ja, das konnte man wirklich in seinem Gesicht lesen). Er hat erstmal 20 Minuten getestet, wie er sein Maul jetzt in alle Richtungen bewegen kann und ob er bequem in beide Richtungen kauen könne. Außerdem hat er seine Zunge zwischen die Schneidezähne gesteckt, wahrscheinlich, weil es ihm ungewohnt war, dass er dort auf einmal keinen Druck mehr verspürte. Er hat auch sein erstes Fressen nach der Behandlung mit Begeisterung durch angelegte Ohren verteidigt – eine Geste, die er schon seit Jahren nicht mehr gemacht hat (sonst schlapfte er einfach mit hängendem Kopf vom Futter davon)! 

Als ich ihn dann nachmittags noch mal besucht habe um zu sehen, wie es ihm geht, ist er mir durch den ganzen Paddock mit gespitzten Ohren entgegen marschiert und hat mich so herzlich begrüßt, wie überhaupt noch nie gemacht hatte. (Ich weiß, das klingt jetzt kitschig, aber als „echter, Import-Isländer“ ist er nie sehr menschbezogen gewesen).

Am nächsten Tag habe ich ihm testweise hartes Brot gefüttert, um zu sehen, ob er mit der neuen Kau-Bewegungsfreiheit zurecht kommt. Wie vermutet hat er am Anfang sein altes Bewegungsmuster (Herumrollen des Brotes im Maul, um eine wenig schmerzende Stelle zu finden) angewandt. Jedoch nach drei dicken Stückchen, hat er gemerkt, dass er das Brot einfach nehmen und sofort kauen kann. Wieder war ihm das Erstaunen ins Gesicht geschrieben.

Ich habe ihm am 3. Tag nach seiner Zahnbehandlung osteopathisch behandelt, nachdem so eine Kieferschiefstellung natürlich das Kiefergelenk und auch das Zungenbein (das sehr wichtig für das Gleichgewicht ist) in Mitleidenschaft bringt. Die Tage nach der Behandlung wirkte Eldstjarni sehr zufrieden. Er hat sich zwei Tage hintereinander ein Schlümmerchen im Liegen in der Wintersonne gegönnt, was er schon seit Jahren nicht mehr gemacht hatte.

Auch schnaubte er häufig zufrieden ab, was man vorher auch nicht mehr beobachten konnte. Des weiteren ist er in der Rangordnung um einige Plätze gestiegen und verteidigt sein Futter vehement, welches er mit gutem Appetit verzehrt. An diesem Verhalten und an seiner wieder gewonnenen Lauf- und Lebensfreude konnte man wirklich eindeutig erkennen, wie gut ihm die Behandlungen getan haben. Zurück zur Übersicht Fallbeispiele Pferdetherapie.

Links für Pferdefreunde aus den Bereichen Pferdetherapie, Islandpferde reiten und Verkauf, Reiturlaub, Pferdeausbildung, Pferde-Fütterung uvm.

Interessante Links im Pferdesport

Untenstehend finden Sie einige Links von lieben Freunden und empfehlenswerten Kollegen und Partnern in der Pferdesport-Branche. Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle bedanken bei meiner Familie und allen Freunden für die Unterstützung nicht nur im Websiteaufbau, bei Holger Schupp für die Bereitstellung vieler wunderbarer Pferdefotos, und bei Sandra D`Ambros – meiner sozusagen „persönlichen Fotografin“.

Wenn auch Sie ein herausragendes Produkt oder eine Dienstleistung im Pferdesportbereich oder im Gesundheitswesen anbieten, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Ich bin ständig auf der Suche nach pfiffigen Ideen und Artikeln, die Mensch und Pferd das Leben verschönern. Auch wenn ich unten die genannten Personen und Unternehmen persönlich kenne, übernehme ich keinerlei Haftung für die Inhalte der Website (siehe Rechtsbelehrung im Impressum):

Meine Pferde-Seite auf Facebook sollten Sie beitreten, wenn Sie keine aktuellen Infos, Fotos und Videos rund ums Thema gesundes Pferd, Pferdeausbildung, Amüsantes aus dem Pferdesport und gefühlvolles Reiten verpassen wollen.

Meine Kleintier-Webseite finden Sie hier: www.kleintier-therapie.com

Die Islandpferde-Seite von unserem Isländergestüt mit Reitschule in Rauris (Salzburg, Österreich) finden Sie unter: http://www.islandpferde-salzburg.at/

Tollen Erholungsurlaub mit Reitmöglichkeit auf unseren gut ausgebildeten Islandpferden finden Sie im Hotel Alpina in Rauris, im Salzburger Nationalpark Hohe Tauern: http://www.hotel-alpina-rauris.at/

Über Pferdehanf als natürliches, sehr wertvolles Nahrungergänzungsmittel zur Prävention und Rehabilitation von Pferdekrankheiten wie Arthrose beim Pferd, Spat, Hufrollenerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Hufrehe, Mauke etc. können Sie sich hier informieren. In meinem Shopbereich unter Pferdefutter finden Sie auch einen Gutschein-Code, der Ihnen zehn Prozent Ermäßigung auf Ihre Erstbestellung beschert.

Ausdrucksstarke Pferdefotos finden Sie bei: http://www.holger-schupp.de/

Herrliche Pferdebilder, Logos und Illustrationen erstellt für Sie: http://www.maria-maehler.de/

Fundierten Reitunterricht auf natürlich gehaltenen Pferden im Norden von München gibt es bei Gisela Dinauer: http://www.the-horse-project.de/

Tollen Reitunterricht auf Islandpferden in Bayern findet man bei Christina Franz vom Islandpferdehof Buchenthal in Moosburg, in der Nähe von Landshut.

 

Mein Pferdetherapie-Gerät bzw. Massage-Gerät, das Neurostim, gibt es bei Constanze Fritsche von Overo zu kaufen: http://www.overo.de/

Ganzheitlichen Reitunterricht und Jungpferde-Ausbildung nach klassischen Prinzipien und nach anatomischen Grundsätzen bietet Antje Bandholz in der Nähe von Hamburg an: www.reiten-mit-antje-bandholz.de

Qualifizierten Reitunterricht nach klassischen Prinzipien auf iberischen Pferden in Cadiz/Andalusien (ganz toll gelegen) findet man bei: www.fincaelanfora.com

Eine fundierte Ausbildung in cranio-sacraler Omnipathie findet man bei Ute Pfersmann im Zentrum Eichthal in Niederösterreich.

Wer so wie ich Pferdedentist werden will, dem kann ich die Ausbildung beim Kanadier Louis Pequin sehr empfehlen: http://www.pequinox.de/

Mag. Heidrun Görlich-Erler bildet Pferd und Reiter nach klassischen Prinzipien aus,  und bietet eine tolle Ausbildung zum ganzheitlichen Pferdetrainer und cranio-sacrale Omnipathie für Pferde in Oberösterreich an. Weitere Infos unter: www.zentaurus.at

Sehr positive Erfahungen im internationalen Pferdetransportwesen habe ich mit Herrn Anlicker gemacht: http://pferdetrans.npage.ch/

Eine große österreichische Pferdeplattform findet man unter: http://www.ich-habe-ein-pferd.com 

 

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Pferdegesundheit ist Vertrauenssache

Ganzheitliche Pferde-Expertin aus Leidenschaft:
Wie alles begann…

Im chinesischen Tierkreiszeichen des Pferdes als Nachkomme einer tschechischen Raubritterfamilie geboren, war mein „Pferdeschicksal“ sozusagen von Geburt an besiegelt. Bereits mein zweites Wort war „Pub“, (übersetzt: Pferd), und noch bevor ich laufen konnte, wollte ich immer reiten. So kam es dann auch, dass ich seit meinem 6. Lebensjahr regelmäßig im Sattel saß und mein erstes Pferd mit neun Jahren bekam. Viele Pferde haben mich im Laufe meines Lebens begleitet und gelehrt. Denn meine besten Lehrer waren und sind die Pferde selbst, egal ob beim Reiten oder bei den Pferdebehandlungen. An dieser Stelle möchte ich meine mich prägensten vierbeinigen Begleiter kurz vorstellen, bedanke mich aber bei allen meinen vier- und zweibeinigen Trainern für die lehrreichen Stunden, die waren und noch kommen mögen.

Heidrùn – mein erstes Islandpferd

tierliebeMit neun Jahren bekam ich mein erstes, langersehntes, eigenes Pferd, die Islandstute Heidrùn, genannt Heidi (geboren 1981). Heidi ist ein ziemlich stures Exemplar ihrer Gattung, welches meine Sattelfestigkeit durch wilde Bocksprünge vor lauter Lebensfreude bedeutend verbessert hat. Sie ist aber an Gutmütigkeit und Herzlichkeit kaum zu übertreffen und ich verdanke ihr sehr viel. Mit ihr begann auch unsere kleine Islandpferdezucht in Rauris – Salzburger  Land (www.islandpferde-salzburg.at).

Heidi bekam im Alter von 18 Jahren große gesundheitliche Probleme aufgrund von Hufbeschlag trotz etlicher Korrektur-Beschlagsversuchen und orthopädischem Kunstbeschlägen. Ich sah, dass ihr niemand mit einer „konventionellen Hufbearbeitungsmethode“ helfen konnte und stellte sie (und alle anderen Pferde) in meiner Verzweiflung auf barhuf um.

Nachdem ich alle Schmiede in meinem Umkreis ausprobiert hatte, und keiner helfen konnte, absolvierte ich die Ausbildung zum Hufpfleger, um mehr über das „Mysterium Huf“ zu erfahren und selber Hand anlegen zu können. Heute im Alter von 34 Jahren erfreut sich Heidi bester Gesundheit und Lauffreude und wird noch regelmäßig von meinen Nichten bewegt.

Styggur – mein erstes Jungpferd

islandpferdStyggur war der erste Sohn von Heidi und damit unser erster Zuchterfolg unseres Isländergestüts Feueregg (Gewinner der Isänder-Jungpferdebeurteilung, aber vor allem im übertragenen Sinne). Obwohl bei der Geburt nicht wirklich hübsch, hat er sich vom hässlichen Entlein zu einem „echten Schwan“ gemausert.

Styggur ist hochgradig sensibel und intelligent und lässt sich nur von mir reiten. Mit ihm habe ich mein erstes Jungpferdetraining als Autodidakt absolviert, und alle die ihn kennen, wissen, dass es ganz gut geklappt hat :O)

Lesen Sie auf der nächsten Seite weiter, wie ich zur Pferdetherapie und Hundeosteopathie kam, wie ich die klassische Dressur mit meinem Lusitano neu entdeckt habe und warum ich Pferdedentistin wurde.

Bangsi – Auslöser für die Auseinandersetzung mit Pferdetherapie

islandpferde turnierBangsi bekam ich als sechsjähriges, leicht angerittenes, potenzielles Turnierpferd. Ich war damals 14 und hatte am Anfang meine Mühe, mit diesem sehr starken und dominanten Wallach zurecht zu kommen. Mit der Zeit wurde wir aber zu einem echten Team. Mit ihm konnte ich erfolgreich Turnierluft schnuppern (was uns beiden aber trotz sehr guter Erfolge auf Dauer keinen Spaß machte).

Außerdem haben wir gemeinsam diverse Prüfungen wie zB meinen Trainerschein als Beste abgelegtsowie das Handpferde reiten und Sulky fahren entdeckt. Er war auch mein erstes Pferd, mit dem ich klassische Dressurkurse bei Marjorie Armstrong besuchte. Aber nicht nur die klassische Reitlehre entdeckte ich mit ihm, auch die Idee, Pferdetherapeutin zu werden, entstand in seinem Beisein.

Als Bangsi zu mir kam, wurde ich als Teenager von schweren Rückenschmerzen aufgrund meiner Skoliose (Wirbelsäulenverdrehung und –verkrümmung) geplagt. Durch meine eigenen Rückenproblematik wurde ich auf die möglichen Rückenprobleme von Pferden sensibilisiert, die ja zusätzlich auch noch das (unnatürliche) Reitergewicht mit sich rumtragen müssen. Bei Bangsi fiel mir auf, dass er eine extrem gerade, eher unbewegliche Wirbelsäule hatte und häufig mit Spannung unter mir lief.

Nachdem ich endlich einen Therapeuten gefunden hatte, der mich von meinen Rückenleiden befreien konnte (er war Halb-Chinese und Halb-Russe und ein echter Wunderheiler), war ich so begeistert von der Fähigkeit, anderen zu helfen, dass ich selber das ganzheitliche Therapieren von Pferden erlernen wollte, allerdings für Pferde.

Da ich aber noch die Tourismusschule und damit meinen Matura-/Abiturabschluss vor mir hatte, musste ich mit der Pferdetherapieausbildung noch einige Zeit warten. Aber der Auslöser, Pferdetherapeutin zu werden, war Bangsi’s (zu) gerader Rücken. Mittlerweile ist Bangsi auch schon über 20, aber noch immer einer meiner beiden Jungpferde-Cotrainer und echtes Verlaßpferd in wirklich jeder Situation.

Rufino – mein „Wilder“

richtige ernaehrung fuer tiereRufino, Lusitano mit hervorragendem Stammbaum, kam durch echten Zufall als 3jähriger Hengst zu mir. Er war damals ein echtes „Wildpferd“, im Sinne von „wild und ohne Menschenkontakt“ auf der Hengstweide aufgewachsen. Man konnte ihn nicht einmal anfassen, geschweige denn hatte er Führen oder Hufe geben als Jungpferd gelernt.

Rufino stellte mich aufgrund seines extremen Temperaments, gepaart mit hoher Sensibilität und Dominanz vor eine wirkliche Herausforderung. Um so mehr freue ich mich, dass wir uns mittlerweile „blind“ verstehen. Ich bilde ihn nach klassischen Grundsätzen aus und es macht uns beiden große Freude, neue Lektionen zu lernen und  zu perfektionieren.

Nachdem Rufino extrem unterernährt zu mir kam, musste ich mich noch intensiver mit der richtigen Ernährung von Pferden und der Behebung von Mangelzuständen auseinander setzen, was mir heute in meiner ganzheitlichen Arbeit als Pferdetherapeutin sehr zu Gute kommt.

Eldstjarni – Auslöser für die Pferdedentisten-Ausbildung

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Eldstjarni, unser eigener 25jähriger Isländer, war Auslöser für meine Pferde-Dentistenausbildung bei Louis Pequin, nachdem kein Tierarzt oder Zahnbehandler in unserer Gegend bei diesem alten Pferd eine funktionelle Kaumechanik wiederherstellen konnte.

Lesen Sie mehr über die Geschichte von Eldstjarni unter Fallbeispiele – Eldstjarni. 

 

Ricky – Entdeckung der Hunde-Omnipathie

Hunde-OsteopathieUnsere Labrador-Gebirgsjagdhund-Hündin hatte auch hin und wieder Krankheiten und Bewegungsanomalien, die sich kein Tierarzt erklären und effektiv behandeln konnte. So fing ich an, unsere Hündin omnipathisch zu behandeln. Ich lernte auch andere Hunde mit teilweise langjährige, immer wieder kehrende Probleme des Bewegungsapparates, was meinen „Forschungsdrang“ verstärkte.

Zuerst legte ich lediglich mein Wissen der Pferdeosteopathie auf Kleintiere um, dann machte ich einige Fortbildungen im Bereich Hunde-Osteopathie, Omnipathie und Physiotherapie für Kleintiere, sowie eine Ausbildung zur Kleintier-Ernährungsexpertin. Heute lasse ich mit großer Freude und regelmäßig Kleintieren Sitzungen mit Omnipathie, Tiermassage und anderen Techniken zu Gute kommen und möchte mich sehr herzlich bei den zahlreichen Tierärzten bedanken, die meine Arbeit empfehlen und mit denen ich zusammenarbeiten darf. Nähere Details zu meiner Arbeit als Kleintier-Energetikerin und (in Deutschland) Kleintiertherapeutin finden Sie auf meine Kleintier-Therapie-Website: www.kleintier-therapie.com

Kontakt Pferdetherapeutin München und cranio- sacrale Energetik Salzburg und Tirol

Kontakt zu Pferdegesundheitsexpertin & Trainerin Sandra Fencl

 

Ich praktiziere ganzheitliche Pferdetherapie im Großraum München bzw. Südbayern. Auch bin ich in Salzburg und in Tirol auf Tour. Seltener, jedoch auch immer wieder, komme ich auch auf meinen deutschlandweiten Touren durch andere Bundesländer, um Pferden energetisch mittels cranio-sacraler Omnipathie und Pferdemassage etwas Gutes zu tun.

Rechtlicher Hinweis: In Österreich praktiziere ich ausschließlich als cranio-sacrale Pferdeenergetikerin, Trainerin und Pferdemasseurin.

Bei Fragen bin ich jederzeit für Sie da. Anfragen bitte gerne per E-Mail an info@sandrafencl.com!

 

 

Kontaktdaten ganzheitliche Pferdetherapie in Bayern:

Mag. (FH) Sandra Fencl
Deisenhofener Weg 8
D-82008 Unterhaching bei München

Tel: +49/163 75 85 137
Email:  info@sandrafencl.com
Skype: sandrafencl.com
Web:   www.sandrafencl.com

 

 

Kontaktdaten cranio-sacrales Balancing, Energetik, Pferdemassage
und Pferdetraining in Österreich:

Mag. (FH) Sandra Fencl
Touren: Salzburger Land & Tirol

Tel.     +43/650 74 33 643
Email:  info@sandrafencl.com
Skype: sandrafencl.com
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Reitkurse, Bodenarbeitskurse, gesundes Barhufpferd, Hufpraxis Tage, klassische Dressur, Massagekurse für Pferde und vieles mehr…

Seminare, Vorträge und Kurse rund ums gesunde Pferd

Sehr häufig müssen Pferde Leid und Krankheit erfahren aufgrund von mangelndem Wissen und Erfahrung ihrer Besitzer.  Vermeiden Sie das, indem Sie sich in wichtigen Bereichen fortbilden. Alle Termine zu Kursen und Seminaren finden Sie hier.

„Das Wissen um den Körperbau und die wichtigen Lebensfunktionen des Pferdes ist wichtige Voraussetzung für die Gesundheit des Pferdes… Die überwiegende Zahl der Erkrankungen entsteht durch Fehler in der Haltung und durch Unwissenheit… Eine emotionale Entscheidung (aus dem Bauch heraus) darüber, was dem Pferd für Leistung und Gesundheit dienlich ist, gleicht einem Lotteriespiel.“, so Prof. Dr. Bodo Hertsch, aus „Anatomie des Pferdes“. Diesem Zitat von Prof. Dr. Hertsch kann ich voll beipflichten. Die meisten Pferde-Krankheiten sind nicht genetisch bedingt, sondern verursacht durch mangelhaftes Wissen über die natürlichen Grundbedürfnisse des Pferdes.

Pferde haben sich seit Jahrmillionen langsam dazu entwickelt was sie sind: Hochgradig spezialisierte Lauftiere und Ballengänger, die sich über weite Strecken am Tag mit gesenktem Kopf langsam grasend barhuf ohne Reitergewicht im Rücken fortbewegen. Vergleicht man dies mit den folgenden Bildern, braucht man sich nicht wundern, warum Pferde im Durchschnitt nur noch unter 10 Jahre alt werden, bevor sie von ihrem Leiden erlöst werden…

Das klingt vielleicht hart, aber ich bin der Meinung, dass jeder, der ein Pferd besitzt oder hält, ein gutes Verständnis haben sollte, was ein Pferd braucht um langfristig gesund und glücklich zu bleiben. Ein arabisches Sprichwort besagt: „Das Pferd ist ein Geschenk Gottes an die Menschheit.“ Dieser Satz sollte uns allen im täglichen Umgang, beim Training und im Wettkampf immer im Kopf bleiben, um es mit dem Respekt zu behandeln, den es verdient.

Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, Pferdeleuten mehr über die Bedürfnisse von Pferden, und damit über die Gesunderhaltung von Pferden durch artgerechte Haltung, Fütterung, Pflege und Training von Pferden beizubringen. Ich möchte in diesen Bereichen Aufklärungsarbeit leisten, denn die Prävention und nicht die Rehabilitation von Krankheiten sollte immer das Ziel eines guten Pferdeenergetikers (und Tierarztes!) sein.

Aktuelle Termine zu Vorträgen, Kursen und Seminaren rund ums Thema gesundes Pferd und pferdegerechtes Reiten und Training finden Sie hier.

 

Reitkultur – Pferde anatomisch und psychologisch pferdegerechtes Training

Reitkultur – anatomisch und psychologisch pferdegerechtes Training

Der Begriff „Kultur“ kommt von dem lateinischen Wort „colere“ und bedeutet so viel wie „bebauen, bestellen, pflegen“. Genauso wie die Lebens- und Kunstkultur, ist auch die Reitkultur einem ständigen Wandel und zeitgenössischen Auffassungen unterworfen.

Heute zu recht verpönt, war die Rollkur oder Hyperflexion des Pferdes zu früheren Zeiten als „Methode der Wahl“ glorifiziert. Von der Rollkur einmal abgesehen, findet man in den Schriften der alten Reitmeister viele wertvolle Anregungen für trainigsphysiologisch korrektes Anreiten von jungen Pferden.

So wird beispielsweise die Sinnhaftigkeit der Gymnastizierungsübungen für Pferde nach Baucher aktuell wieder vermehrt unter die Lupe genommen. Denn damals hatten die Pferdeausbilder noch Zeit und Muße, sich mit den biomechanischen Zusammenhängen und Hintergründen des Reitens zu beschäftigen.  In jedem Fall bin ich der Meinung, dass die Reitkultur nur dann zur Reitkunst werden kann, wenn einige grundsätzliche Punkte beachtet werden:

klassische BodenarbeitPferdetraining im weiteren und Reiten im engeren Sinne ist nur dann ethisch vertretbar, wenn Pferd und Mensch keine Schmerzen oder Schaden zugefügt werden. Dies kann nur dann der Fall sein, wenn das Pferdetraining biomechanisch und didaktisch korrekt aufgebaut ist.

Dabei ist die Berücksichtigung von anatomischen Besonderheiten und die Neigungen bzw. Talente des Pferdes essentiell. Außerdem muss das Training pferde-psychologischadequat und aufs Pferd individuell abgestimmt aufgebaut sein, denn es gibt beim Pferdetraining kein „Patentrezept“.

Um einem Pferd beim Training keine Schmerzen zuzufügen, ist grundsätzlich erstmal festzustellen, ob sich das Pferd in einem gesundheitlichen Zustand befindet, in dem es die vom Pferdeausbilder die geforderte Leistung überhaupt erbringen kann. Auch Dressur-Koryphäe Dr. Reiner Klimke riet: „Bevor ich anfange, muß ich wissen, daß das Tier physisch und psychisch in Ordnung ist.“

Viele Widersetzlichkeiten beruhen nicht auf schlechtem Charakter des Pferdes, sondern auf der Unfähigkeit, den Anweisungen des Pferdetrainers Folge zu leisten. Diese Unfähigkeit kann einerseits von körperlichen Problemen und Exterieurmängeln herrühren. Andererseits auch auf Mißverständnisse bzw. Überforderung des Pferdes beruhen. Hier sind wiederum umfassende Kenntnisse von Trainingslehre, Biomechanik und Pferdepsychologie beim Pferdetrainer gefragt. Wichtig ist auch, eine passende Ausrüstung fürs Pferd zu finden. Und ein weiterer wichtiger Faktor in der Pferdeausbildung ist Zeit.

Leider wird dem Faktor Zeit aktuell aufgrund von kommerziellen Hintergründen immer weniger Beachtung geschenkt. Ein Pferd „oberflächlich“ innerhalb von einem Jahr auszubilden, mag möglich sein. Aber 4jährige Pferde, die anscheinend Lektionen bis L „perfekt“ (doch sicherlich unter Spannung) beherrschen, sind mit großer Wahrscheinlichkeit genauso schnell „verschlissen“, wie sie auftrainiert wurden.

Kein Wunder, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines Pferdes im deutschsprachigen Raum je nach Studie zwischen 7,5 und 10 Jahren liegt. Die natürliche Lebenserwartung von (Wild-) Pferden aber mit 20 bis 30 Jahren deutlich höher ist – und das ohne Pferdetherapeutin, Tierarzt, Fütterungsmeister oder Reit-Heiltrainer. Natürlich ist nicht nur das Training des Pferdes auschlaggebend für seine Lebenserwartung, sondern auch Pferdehaltung, Pferdefütterung und Hufbearbeitung spielen eine wichtige Rolle.

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